Jools Holland

Jools Holland
Jools Holland

Biographie

Julian Miles Holland (Jools Holland), OBE (* 24. Januar 1958 in Blackheath, London) ist ein britischer Pianist, Bandleader und Fernsehmoderator.

Der 1958 geborene, britische Pianist Julian „Jools“ Miles  Holland war, neben Glenn Tillbrook, Chris Difford und Gilson Lavis, Mitbegründer der Popband Squeeze, die sich 1974 in Depford, London formierte. Eine von niemand  Geringerem als John Cale produzierte erste EP brachte Squeeze einen Plattenvertrag ein. Das erste Album wurde1978 ediert und von Medien im Zuge der ersten Punkwelle enthusiastisch aufgenommen, obwohl es viel musikalischer war, als das meist, das in jenen Aufbruchsjahren entstand. Bei Squeeze ging es nicht einfach um ein Auflösen der Strukturen, wie im richtigen Punk. Squeeze hatte eine genuine musikalische Vision: man wollte Lieder schreiben im Geiste von Motown und Burt Bacharach. Der versatile Pianist blieb bis 1981 bei der überaus erfolgreichen Band, wollte dann aber endlich sein eigenes Süppchen kochen und wurde durch Paul Carrack ersetzt.

„Ich hatte einen Fuß in der Welt von Jazz, Blues und Soul und den anderen im Punk. Mir schien das alles zusammenzugehören. Ich fühlte mich da wie dort wohl.“ Seine ersten professionellen Aufnahmen machte er mit dem Travestiekünstler Wayne County in den Studios des legendären Marquee Clubs in der Wardour Street in Soho. Ganze 20 Pfund bekam er für seine burlesken, pianistischen Einlagen im Song „Fuck Off.“ Die Einkommenslage sollte sich bald signifikant bessern. Als Instrumentalist war Jools Holland an zahllosen Hits von Squeeze beteiligt. Kompositorisch glänzte er mit dem Song „Wrong Side Of The Moon“. Außerdem war er pianistisch für Kollegen wie Sting, Eric Clapton, George Harrison, David Gilmour, Bono, The The und The Who tätig.

Bereits 1978 brachte Jools Holland sein Solodebüt „Boogie Woogie ´78“ heraus. Danach erfreute er mit rasanten Liedersammlungen wie „Jools Holland And His Millionaires“. Ab 1984 moderierte er gemeinsam mit Paula Yates die aus Newcastle ausgestrahlte Musikfernsehsendung „The Tube“. Zwischen 1988 und 1990 präsentierte er gemeinsam mit David Sanborn die Musiksendung „Sunday Night on NBC“. Seit 1992 präsentiert er seine Show „Later.....with Jools Holland“, Großbritanniens einzige Musiksendung, bei der live gespielt wird. Diese erfolgreiche Show läuft nun auch immer werktags um 18 Uhr auf ZDFKultur.

Parallel zur Fernsehkarriere leitet Holland seit vielen Jahren die erfolgreichste Big Band  Großbritanniens. Sein 20köpfiges Rhythm & Blues Orchestra spielt alljährlich vor mehr als 250000 Menschen. Liveauftritte sind Hollands große Passion. Dauerhafte Mitglieder des Ensembles sind Drummer Gilson Lavis, die Sängerin Ruby Turner und Stammgäste wie der Posaunist Rico Rodriguez. Seine erfolgreichsten Alben sind unter anderem die Serie „Jools Holland & Friends, die unter anderem Kollaborationen mit Legenden wie Solomon Burke, Mark Knopfler und Ronnie Wood beinhalten. Sie verkauften alleine in Großbritannien mehr als 1,5 Millionen Stück.

Der von der Queen mit dem OBE ausgezeichnete Jools Holland hat zudem mit „Barefaced Lies and Boogie Woogie Boasts“ 2007 eine vielgelesene Biographie vorgelegt.

Mit seinem aktuellen Opus, einem lockerem Potpourri aus einigen der größten Einspielungen aus der Friends-Serie und brandneuen Aufnahmen mit Künstlern aus dem deutschen Sprachraum will der Brite mit aller angebrachten Dynamik neues Territorium erobern. Bei seinen beherzten Kollaborationen mit Herbert Grönemeyer, Ina Müller, Valerie, Roger Cicero und den Baseballs hat er sich einmal mehr stilistisch als äußerst flexibel erwiesen. Ganz besonders am Herzen lag dem in steinaltem Boogie Woogie und R&B verwurzelten Holland dabei die Session mit Axel und Torsten Zwingenberger.

Ausgewählte Diskographie

  • Boogie Woogie ’78, 1978
  • Jools Holland Meets Rock 'A' Boogie Billiy, 1981
  • World of His Own, 1990
  • The Full Completement, 1991
  • Together Again (Single mit Sam Brown), 1992
  • The A-Z Geographer’s Guide to the Piano, 1992
  • Solo Piano, 1994
  • Live Performance, 1994
  • Sex & Jazz & Rock & Roll, 1996
  • Lift the Lid, 1997
  • Best Of, 1998
  • Sunset over London, 1999
  • Hop the Wag, 2000
  • Small World Big Band, 2001
  • SWBB Volume Two: More Friends, 2002
  • Jools Holland’s Big Band Rhythm & Blues, 2002
  • Jack o the Green (SWBB Friends 3), 2003
  • Tom Jones & Jools Holland, 2004
  • Beatroute, 2005
  • Swinging the Blues, Dancing the Ska, 2006
  • Moving Out to the Country, 2006
  • Best of Friends, 2007
  • The Informer, 2008
  • Rocking Horse, 2010
  • Jools Holland & Friends, 2011
  • Sirens Of Song, 2014
  • Jools & Ruby, 2015
  • Piano, 2017

Links

Jools Holland Internetseite:
www.joolsholland.com

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