George Benson

George Benson, Foto: Raúl Ranz
George Benson, Foto: Raúl Ranz

Biographie

George Benson (* 22. März 1943 in Pittsburgh, Pennsylvania) ist ein US-amerikanischer Jazz-und Fusion-Gitarrist und Sänger.
Benson begann seine Musikerkarriere bereits im Kindesalter von acht Jahren, als er in Nachtclubs als Sänger auftrat. 1960 gründete er eine Rockband, in der er Gitarre spielte und sang. Bereits 1964 spielte er zusammen mit „Brother” Jack McDuff seine ersten Schallplattenaufnahmen ein (The New Boss Guitar).

Beeinflusst von Charlie Christian und vor allem Wes Montgomery kam George Benson Mitte der 1960er Jahre zum Jazz. Er spielte mit Größen wie Miles Davis (Album: Miles In The Sky) oder als Sideman für Lou Donaldson und entwickelte sich zu einem der am meisten anerkannten Jazz-Gitarristen der Welt. Anfang der 1970er-Jahre nahm er eine Reihe viel beachteter Platten mit starkem Funkeinfluss für Creed Taylors CTI-Label auf, bevor er 1976 zu Warner Brothers wechselte und mit dem Vokal-Track „This Masquerade” von der Platte „Breezin'” einen Millionenhit landete. Im weiteren Verlauf seiner Laufbahn veröffentlichte er eine Reihe oft formelhafter und seichter Jazz-Pop-Platten, mit denen er an diesen kommerziellen Erfolg anzuknüpfen versuchte. Einen Erfolg machte er auch 1979 mit dem Song „On Broadway”, der im Film „All That Jazz” (Hinter dem Rampenlicht) zu hören war.

George Benson tritt aber auch immer wieder als virtuoser Jazz-Gitarrist in Erscheinung, er zählt zu den weltbesten. Bezeichnend ist für ihn neben seinem besonderen Solo-Stil auch sein Unisono Scat-Gesang in Begleitung seiner Soli.

Für 2009 erhielt er die NEA Jazz Masters Fellowship.

Benutzte Gitarrentypen
Als Jazz-Gitarrist spielte und spielt Benson überwiegend auf Vollresonanz-Gitarren und sogenannten 12er Stahlsaiten mit Flachdrahtumwicklung (Flatwounds). Anfangs spielte er mit Gibson Modellen, was auch von der „Gibson Super 400“ auf dem Plattencover von „George Benson and Jack McDuff” ersichtlich ist, bis seine Kooperation mit dem japanischen Hersteller Ibanez  Mitte der 1970er Jahre begann. Ibanez baute ihm die 1978 als GB-10 vermarktete Vollresonanzgitarre, die über einen schlankeren Korpus als die bisherigen Jazz-Gitarren verfügte. Später kam die voluminösere GB-20 und anschließend die GB-30. Der Unterschied der Modelle war unter anderem, dass die GB-10 zwei sog. floating Mini-Humbucker  Tonabnehmer besaß, die GB-20 einen Fullsize-Humbucker und einen größeren Korpus und schließlich die GB-30 zwei Fullsize-Humbucker und einen Halbresonanzkorpus nach Gibson ES-335-Vorbild. Zum 12-jährigen Jubiläum ihrer Zusammenarbeit baute Ibanez 1990 die GB-12. Das war eine GB-10 mit tieferem Korpus und aufwendigeren Intarsien im Griffbrett und der Kopfplatte. Außerdem waren Decke, Zargen und Boden aus Riegelahorn. Heutzutage werden neben der inzwischen klassischen GB-10 die Varianten GB-15 und GB-200 angeboten. Sämtliche Benson-Modelle verfügen über eine Mensur  von 24,75 Zoll (628 mm). George Benson war einer der ersten Jazz-Gitarristen, der zu Zeiten der Gibson-Dominanz einem japanischen Hersteller zum Ansehen unter Gleichgesinnten verhalf.

Ausgewählte Diskographie

  • The George Benson Cookbook, (1967)
  • Shape of Things to Come, (1969 – CTI)
  • The Other Side of Abbey Road, (1969)
  • Beyond the Blue Horizon, (1971)
  • White Rabbit, (1971/CTI-Import)
  • Body Talk, (1973)
  • Breezin, (4/76 US-LP 1)
  • In Flight, (2/77 US-LP 9, 3/77 GB-LP 19)
  • Weekend in L.A., (2/78 US-LP 5)
  • Livin' Inside Your Love, (3/79 US-LP 7, GB-LP 24)
  • Give Me the Night, (7/80 GB-LP 3, 8/80 US-LP 3)
  • The George Benson Collection, (11/81 US-LP 4, GB-LP 19)
  • In Your Eyes, (6/83 GB-LP 3, US-LP 27)
  • 20/20, (1/85 GB-LP 9, 2/85 D-LP 40)
  • The Love Songs, (19/85 GB-LP 1)
  • While the City Sleeps, (9/88 GB-LP 13)
  • Twice the Love, (9/88 GB-LP 16)
  • Tenderly, (1989)
  • Big Boss Band, (1990)
  • Love Remembers, (1993)
  • That's Right, (1996)
  • Essentials... The Very Best of George Benson, (4/98 GB-LP 8)
  • Standing Together, (1998)
  • Absolute Benson, (2000)
  • Midnight Moods, (2002)
  • Irreplaceable, (2003)
  • Givin' It Up, (2006; mit Al Jarreau)
  • Live from Montreux, (2007/Immortal, auch als DVD)
  • Songs and Stories, (2009)
  • Classic Love Songs, (2/2010 GB-LP 13)
  • Guitar Man, (2011)
  • Inspiration - A Tribute To Nat King Cole, (2013)
  • The Ultimate Collection, 2015

Links

George Benson Internetseite:
http://www.georgebenson.com/

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Quelle: Wikipedia

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