Jazz Berichte aus Berlin

von Cosmo Scharmer

Frank Sinatra, Foto © COFO Entertainment / Kary Lasch

Musicals sind etwa gleich alt wie der Jazz. Beide haben sich auch von Beginn an stark beeinflusst, haben sich des Materials des anderen bedient. Die Jazz-Musiker entnahmen Titel aus den Musicals und machten sie zu ihren Stücken und dabei weltberühmt. Umgekehrt komponierten Persönlichkeiten wie Gershwin, Cole Porter und Bernstein mit zahlreichen Jazzelementen und schufen ein Material, das sich für Jazz-Interpretationen genial eignete. Ein Bericht von Cosmo Scharmer.

von Cosmo Scharmer

Adam Baldych

Die Musik entspringt der Feder des virtuosen Jazzgeigers Adam Baldych und war Anlass für den Berliner Korrespondenten von jazz-fun.de das Theaterstück zu besuchen. Ein spärliches Bühnenbild, dunkel gehalten, wenige Requisiten, eine Suppenschüssel in der Mitte der Bühne, eine Schaukel, eine großflächige Leinwand im hinteren Teil der Bühne, die teils weiß belassen ist, teils Grafiken anzeigen wird. Die für Musik zuständige Violine versteckt sich einsam in der Ecke... Eine Würdigung von Cosmo Scharmer.

von Cosmo Scharmer

Wanubalé, Foto: Wanubalé

Schon die Ansage der Front Lady weist die Richtung: Nicht nur Musik wird geboten, sondern Animation, Show, Tanz und Party sollen auch unterhalten. Ein durchdringender gerader Beat von Drums und Percussion liefert die rhythmische Basis, damit Bläser und Gesang umso bunter schillern können. Besonders die Stimme von Juanita Euka singt sich in den Vordergrund. Ein einfacher Refrain, mit knarrender Empathie vorgetragen, unterstützt von den munter aufspielenden Bläsern lassen einen einfachen, aber kraftstrotzenden Sound entstehen. Ein Konzertbericht von Cosmo Scharmer

von Cosmo Scharmer

Wanubalé, Foto: Wanubalé

Wanubalé ist mehr als eine Combo. Das Nonett ist fast schon eine ausgewachsene Big Band, derart kling es über weite Strecken. Bei der ersten Ansage bekunden die neun Musiker ihre Herkunft in dieser Reihenfolge: Potsdam/Berlin. Schön und gut, aber was haben sie im musikalischen Gepäck? Ein Konzertbericht von Cosmo Scharmer

von Cosmo Scharmer

Roberto Fonseca, Foto: Alejandro Azcuy

Wenn Kuba ruft, kommen die Leute. Also ist der Club gut gefüllt, genau richtig für ein Konzert, das spannend zu werden verspricht. Zur Begrüßung informiert die Chefin stolz, dass das Quasimodo zur „Spielstätte des Jahres“ gekürt wurde und bedankt sich beim Publikum. Na dann... schon geht´s los. Ein Konzertbericht von Cosmo Scharmer

von Cosmo Scharmer

Dirty Dozen Brass Band

Mit preußischer Pünktlichkeit - Schlag 22:30 Uhr - betritt das halbe Dutzend der „Dreckigen Zwölf“ die Bühne im längst unpreußisch gewordenen Berlin. Die Ansage des Trompeters Gregory Davis nach dem Anfangstitel macht klar, wo die gestandenen Jungs herkommen: New Orleans, Louisiana. Und so wird ihre Musik auch klingen, zumindest teilweise. New Orleans, als Geburtsstadt des Jazz, war und ist Verpflichtung für alle, die sich für Jazz begeistern. Ein Konzertbericht von Cosmo Scharmer

von Cosmo Scharmer

Youn Sun Nah, Foto: Sung Yull Nah

Die Location verspricht viel, besonders was die Akustik betrifft. Die ist ausgezeichnet. Dagegen kann die Optik eines relativ großen Kammermusiksaals nicht mit der Intimität eines (Jazz-)Clubs mithalten. Die empfindsame, zarte und bisweilen fast zerbrechlich wirkende Stimme von Youn Sun Nah könnte also ausgezeichnet mit der Akustik des Ortes harmonieren. Es verspricht, spannend zu werden. Ein Konzertbericht von Cosmo Scharmer

von Cosmo Scharmer

Marc Böttcher und Patrick Römer im Gespräch mit Cosmo Scharmer von Jazz-Fun.de

Ein Gespräch über "Sing! Inge, Sing! Der zerbrochene Traum der Inge Brandenburg". Ein Film von Marc Boettcher, Deutschland 2011, 118 Minuten Deutschlandfunk, Der Dokumentarfilm „Sing! Inge, Sing!“ wurde im Herbst 2011 fertiggestellt und in den Kinos gezeigt.

von Cosmo Scharmer

Nicole Johänntgen - Solo

Jedes Jazz-Konzert ist anders. Wie anders, das ist von vielen Faktoren abhängig. Besonders wichtig ist, wie das Ambiente, die Räumlichkeiten, in denen das Konzert stattfindet, die Frequenzen reflektieren. In der Berliner Petruskirche findet sich das, was beim Konzert von Nicole Johänntgen auf dem JazzBaltica-Festival fehlte und was in der Regel von Jazz-Gruppen weniger gewünscht wird: Hall, jede Menge Hall. Und diesen Hall benötigt die Altsaxofonisten für die Konzeption ihres Solo-Konzertes, für ihre Themen und Improvisationen. Ein Bericht von Cosmo Scharmer

Jazz Konzerte in Berlin

29.01.2020 (Mittwoch)

Dominic Miller Group - Absinthe - Tour - Berlin, A-Trane

Mit "Absinthe" hat der Gitarrist Dominic Miller ein Album geschaffen, das von einer ganz speziellen Atmosphäre geprägt ist. "Das erste, was mir in den Sinn kam, bevor ich irgendwelche Stücke schrieb, war der Titel", schreibt er in den Liner-Notes. "Ich lebe in Südfrankreich und bin fasziniert vom Impressionismus. Scharfe, helle und fast hexenhafte Mistrals, kombiniert mit starkem Alkohol und einem intensiven Kater müssen einige dieser Künstler in den Wahnsinn getrieben haben. Der Himmel ist grün, das Gesicht ist blau, die Perspektive ist verzerrt."

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30.01.2020 (Donnerstag)

Dominic Miller Group - Absinthe - Tour - Berlin, A-Trane

Mit "Absinthe" hat der Gitarrist Dominic Miller ein Album geschaffen, das von einer ganz speziellen Atmosphäre geprägt ist. "Das erste, was mir in den Sinn kam, bevor ich irgendwelche Stücke schrieb, war der Titel", schreibt er in den Liner-Notes. "Ich lebe in Südfrankreich und bin fasziniert vom Impressionismus. Scharfe, helle und fast hexenhafte Mistrals, kombiniert mit starkem Alkohol und einem intensiven Kater müssen einige dieser Künstler in den Wahnsinn getrieben haben. Der Himmel ist grün, das Gesicht ist blau, die Perspektive ist verzerrt."

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09.02.2020 (Sonntag)

IKARUS - b-Flat, Berlin

Wenn die Musik einer Band reifer wird, geschieht ein wundersamer Vorgang: Je stärker die Einzelstimmen der Spieler miteinander verschmelzen, desto klarer treten gleichzeitig ihre individuellen musikalischen Persönlichkeiten in den Fokus. Das ist die Schlüsselidee hinter MOSAISMIC (VÖ war am 5.04.2019), dem Titel des dritten Albums des Schweizer Contemporary / Groove / Jazz Quintetts IKARUS. Der Titel entspringt der Kombination der Wörter "Mosaik" und "Seismik".

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16.03.2020 (Montag)

Andreas Schaerer & Hildegard lernt fliegen - Berlin, A-Trane

Der charismatische Schweizer Andreas Schaerer ist einer der facettenreichsten und originellsten Jazzsänger und Komponisten unserer Zeit. Die Musikszene verneigt sich weltweit vor so viel Virtuosität und Wandelbarkeit und auch wenn er selbst sich niemals als Stimmakrobaten bezeichnen würde, wird ihm genau dieser Vergleich aufgrund seiner herausragenden technischen Raffinesse und intelligenten Beherrschung seiner Stimme gerecht.

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30.04.2020 (Donnerstag)

Anna Margolina Band - Konzerthaus, Berlin

Die Berliner Band um Anna Margolina arrangiert, interpretiert und improvisiert Songs verschiedenster Genres und Kulturen und lässt sie überraschend neu erklingen. Die Band kam aus allen Himmelsrichtungen zusammen, um auf zahlreichen Bühnen einen gemeinsamen Ton anzustimmen. Jazz ist hier breit gefasst - unterhaltsam, bewegend und voll aus dem Leben! Im aktuellen Programm trifft das Great American Songbook auf verjazzte Arrangements von Jiddischen Liedern.

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