Jazz Berichte aus Berlin

von Cosmo Scharmer

Roberto Fonseca, Foto: Alejandro Azcuy

Wenn Kuba ruft, kommen die Leute. Also ist der Club gut gefüllt, genau richtig für ein Konzert, das spannend zu werden verspricht. Zur Begrüßung informiert die Chefin stolz, dass das Quasimodo zur „Spielstätte des Jahres“ gekürt wurde und bedankt sich beim Publikum. Na dann... schon geht´s los. Ein Konzertbericht von Cosmo Scharmer

von Cosmo Scharmer

Dirty Dozen Brass Band

Mit preußischer Pünktlichkeit - Schlag 22:30 Uhr - betritt das halbe Dutzend der „Dreckigen Zwölf“ die Bühne im längst unpreußisch gewordenen Berlin. Die Ansage des Trompeters Gregory Davis nach dem Anfangstitel macht klar, wo die gestandenen Jungs herkommen: New Orleans, Louisiana. Und so wird ihre Musik auch klingen, zumindest teilweise. New Orleans, als Geburtsstadt des Jazz, war und ist Verpflichtung für alle, die sich für Jazz begeistern. Ein Konzertbericht von Cosmo Scharmer

von Cosmo Scharmer

Youn Sun Nah, Foto: Sung Yull Nah

Die Location verspricht viel, besonders was die Akustik betrifft. Die ist ausgezeichnet. Dagegen kann die Optik eines relativ großen Kammermusiksaals nicht mit der Intimität eines (Jazz-)Clubs mithalten. Die empfindsame, zarte und bisweilen fast zerbrechlich wirkende Stimme von Youn Sun Nah könnte also ausgezeichnet mit der Akustik des Ortes harmonieren. Es verspricht, spannend zu werden. Ein Konzertbericht von Cosmo Scharmer

von Cosmo Scharmer

Marc Böttcher und Patrick Römer im Gespräch mit Cosmo Scharmer von Jazz-Fun.de

Ein Gespräch über "Sing! Inge, Sing! Der zerbrochene Traum der Inge Brandenburg". Ein Film von Marc Boettcher, Deutschland 2011, 118 Minuten Deutschlandfunk, Der Dokumentarfilm „Sing! Inge, Sing!“ wurde im Herbst 2011 fertiggestellt und in den Kinos gezeigt.

von Cosmo Scharmer

Nicole Johänntgen - Solo

Jedes Jazz-Konzert ist anders. Wie anders, das ist von vielen Faktoren abhängig. Besonders wichtig ist, wie das Ambiente, die Räumlichkeiten, in denen das Konzert stattfindet, die Frequenzen reflektieren. In der Berliner Petruskirche findet sich das, was beim Konzert von Nicole Johänntgen auf dem JazzBaltica-Festival fehlte und was in der Regel von Jazz-Gruppen weniger gewünscht wird: Hall, jede Menge Hall. Und diesen Hall benötigt die Altsaxofonisten für die Konzeption ihres Solo-Konzertes, für ihre Themen und Improvisationen. Ein Bericht von Cosmo Scharmer

von Cosmo Scharmer

CD-Release-Konzert im Jazzclub Schlot 20. Sep. 2019

Wer die CD „Here & Now“ des Maria Baptist Orchestra (MBO) kennt, der sah mit Interesse dem CD-Release-Konzert von „Here & Now 2“ entgegen. Zu erleben war zeitgenössischer Sound einer klanggewaltigen Big Band. Im Konzert des Orchesters war alles zu hören, was exzellenten Jazz auszeichnet: herrliche Kompositionen, ausgefeilte Arrangements, rhythmischer Drive und viel Raum für die individuelle Entfaltung der solistischen Stimmen. Das Konzert im Detail. Ein Bericht von Cosmo Scharmer

von Cosmo Scharmer

Manu Katché, Foto: Jacek Brun

Manu Katché im Quasimodo, Berlin am 31.05.2019. Ausverkauft, dies entspricht 350 Besuchern. Voller geht es nicht. Vielleicht noch ein halbes Dutzend in der dritten Reihe vor dem Tresen. Vermutlich hätte das Quasimodo erheblich mehr Tickets verkaufen können. Die Chefin des Clubs stellt mit Freude und sichtbarem Stolz ihren Gast vor, erzählt ein wenig aus seinem Leben und erklärt, warum er gleichermaßen Kraft mit Eleganz beim Spielen verbinden kann. Ein Konzertbericht von Cosmo Scharmer

von Cosmo Scharmer

SHALOSH, by ACT, Foto: Zohar Ron

Lyrische Anschläge des Pianos läuten den Konzertbeginn ein. Vorsichtig bahnt sich das Thema an, welches dann unisono mit dem Bass vorgetragen wird. Das Thema nimmt langsam Gestalt und Fahrt auf. Jetzt klirren die Becken. Matan Assayag, der Man an den Drums, spielt mit, greift zu den Besen. Markant melodische Basslinien von David Michaeli, die sich mit den Tonfolgen des Pianos verstärken und ergänzen, schaffen einen balladenhaften Sound. Ein Konzertbericht von Cosmo Scharmer

von Cosmo Scharmer

Anna Margolina Band, Foto: Tobias Nikolajew / David Beecroft / Michael Breyer

Das Songbook der Anna Margolina – Überraschungen, Tempations. Der Gesang von Anna Margolina schafft sich mehr durch zarte und differenzierende Intonation Gehör, als durch wuchtiges Volumen, Lautstärke oder artistische Technik. Wer ihren Interpretationen der Songs folgen will, ihre Phrasierungen entdecken möchte, der muss schon genau hinhören, um die Tonverfärbungen ihrer Stimme, die harmonisch-melodischen Schleifen und stilistischen Akzente zu entdecken. Ein Konzertbericht von Cosmo Scharmer

Jazz Konzerte in Berlin

08.12.2019 (Sonntag)

Florian Hoefner Trio - Berlin, Pianosalon Christophori

Der Pianist und Komponist Florian Hoefner, Jahrgang 1982, ist weltweit in der Jazzszene präsent, mit der 2005 gegründeten Band “Subtone” und mit seiner “Florian Hoefner Group”. Aus dem fränkischen Höchstadt an der Aisch stammend, lebt Hoefner nach langjährigen Aufenthalten in Berlin und New York seit 2014 in St. John’s. Das ist die Hauptstadt der kanadischen Provinz Neufundland und Labrador, und dort hat Hoefner eine Professur an der Memorial University.

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14.12.2019 (Samstag)

Theaterperformance: Die Wiedergutmachung – nach wahren Begebenheiten - Werkstatt der Kulturen, Berlin

19:00

Basierend auf Zeitzeugnissen wird zum einen der damalige Überlebenskampf in den Ghettos und zum anderen der heutige Kampf um die Anerkennung der Wahrheit vor den deutschen Sozialgerichten auf die Bühne gebracht. Der renommierte polnische Jazzgeiger Adam Bałdych verlieht diesen bewegenden Geschichten mit seinen live aufgeführten Kompositionen einen besonderen Nachdruck – Ulrich Olshausen zufolge ist Bałdych „der größte lebende Geigentechniker des Jazz.“

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30.04.2020 (Donnerstag)

Anna Margolina Band - Konzerthaus, Berlin

Die Berliner Band um Anna Margolina arrangiert, interpretiert und improvisiert Songs verschiedenster Genres und Kulturen und lässt sie überraschend neu erklingen. Die Band kam aus allen Himmelsrichtungen zusammen, um auf zahlreichen Bühnen einen gemeinsamen Ton anzustimmen. Jazz ist hier breit gefasst - unterhaltsam, bewegend und voll aus dem Leben! Im aktuellen Programm trifft das Great American Songbook auf verjazzte Arrangements von Jiddischen Liedern.

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