Bob Brookmeyer

Clark Terry & Bob Brookmeyer at the Clearwater Jazz Festival in the 1980s by Laura Kolb @ Lochaven
meyer at the Clearwater Jazz Festival in the 1980s by Laura Kolb @ Lochaven

Biographie

Robert "Bob" Brookmeyer (* 19. Dezember 1929 in Kansas City, Missouri, † 15. Dezember 2011) war ein US-amerikanischer Jazz-Musiker (Posaune).

Bob Brookmeyer studierte am Konservatorium in Kansas City und begann seine Karriere als Pianist in verschiedenen Tanzbands. Im Jahr 1952 griff er zur Ventilposaune und wurde sofort eine wichtige Figur des West Coast Jazz, erst bei Stan Getz (1953), dann insbesondere durch das Ersetzen Chet Bakers in Gerry Mulligans klavierlosem Quartett (1954-57). Die Formation trat 1954 im Salle Pleyel in Paris auf, zu hören auf dem Vogue-Album Pleyel Concert. Auch war Bob Brookmeyer Teil der ungewöhnlichen Jimmy Giuffre Three (1957/58) mit Giuffres Saxophon, Brookmeyers Ventilposaune und Jim Halls Gitarre. Zur selben Zeit arbeitete Brookmeyer weiter als Pianist und nahm 1959 mit einem Quartett mit Bill Evans eine Platte auf. Von 1961-66 leitete er mit Clark Terry ein relativ erfolgreiches Quintett; 1965 war er eines der Gründungsmitglieder des Thad Jones/Mel Lewis Orchestra, dem er zahlreiche Arrangements beisteuerte. Von 1968 an arbeitete er als Studiomusiker an der US-amerikanischen Westküste und spielte häufig an der Seite sehr bekannter Mainstream-Jazzer. Bis 1980 war er musikalischer Direktor der reorganisierten Lewis Big Band, für die er sowohl solistisch auftrat als auch weiterhin sehr anspruchsvolle Arrangements verfasste.

Inzwischen ist Bob Brookmeyer nach Europa gezogen, wo er weiterhin schreibt und gelegentlich auf der Ventilposaune bei Aufnahmen mitwirkt.

Bob Brookmeyer gilt als erster erwähnenswerter Jazzmusiker auf der Ventilposaune seit Juan Tizol: Seine exzellenten, mit langen Melodiebögen ausgestatteten Soli sind von durchaus humorvollen Stil, der ab und an durchsetzt ist mit bluesigen und swingenden Einsprengseln.

Als Pianist entwickelte Bob Brookmeyer eine perkussive und dissonante Spielweise vollends außerhalb der bisherigen Jazztradition.

2006 erhielt er die NEA Jazz Masters Fellowship.

Ausgewählte Diskographie

  • The Dual Role of Bob Brookmeyer, (Prestige/OJC) mit Jimmy Raney, Mel Lewis, Teddy Charles, 1954
  • Quintets, (Vogue), 1954
  • Brookmeyer, (RCA Victor), 1956
  • Traditionalism Revisited, (Blue Note) mit Jimmy Giuffre, Jim Hall, Joe Benjamin, Ralph Pena, 1957
  • The Bob Brookmeyer Small Band, (DCC Jazz, ersch. 1999), 1978
  • Oslo, (Concord), 1986
  • Back Again, (Dragon), 1988
  • Electricity, (ACT), 1991
  • Paris Suite, (Challenge), 1993
  • Old Friends, (Storyville) mit Thomas Clausen, Mads Vinding, 1994
  • New Works / Celebration, (Challenge), 1997
  • Out Of This World, (Koch), 1998
  • Together, (Challenge), 1998
  • Madly Loving You, (Challenge), 1999
  • Holiday, (Challenge), 2000
  • Island, (Artists House), 2004
  • Trombone Jazz Samba (+ Samba Para Dos) (verve), 2012

Links

Bob Brookmeyer Internetseite:
http://www.bobbrookmeyer.com/

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Quelle: Wikipedia

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