Jamie Cullum

Jamie Cullum
Jamie Cullum

Biographie

Den Bezug zur Musik fand Jamie Cullum schon sehr früh. Sein israelischer Vater (dessen Mutter – eine gebürtige Ostpreußin – vor der Judenverfolgung des Nationalsozialismus nach Palästina floh) und seine Mutter aus Burma, spielten in der Band „The Impacts“. Dort sammelte Cullum bereits als Kleinkind erste Erfahrungen am Klavier, später hatte er Gitarren- und Gesangs-Unterricht. Als Jugendlicher spielte Cullum zahlreiche Auftritte in Bars und Clubs. Dadurch finanzierte er sich sein Studium und 1999 auch schließlich die Produktion seines ersten Albums Heard It All Before. Diese, erschienen in einer Auflage von etwa 700 Stück, verkaufte Cullum auf seinen Konzerten. Durch das Album wurde Geoff Gascoyne auf das junge Talent aufmerksam und lud Cullum ein, an dessen Album Songs of the Summer mitzuwirken. Nachdem er an der University of Reading 2001 seinen Abschluss machte, veröffentlichte Jamie, der selbst größtenteils Autodidakt ist, sein Album Pointless Nostalgic, und im April 2003 unterschrieb er einen Vertrag mit Universal Jazz, einem Major-Label. Obschon er ursprünglich hauptsächlich Jazzmusiker ist, versteht er es, eine weite Bandbreite an Stilen anzuwenden und wird auch allgemein als ein „Crossover“-Künstler verstanden.
Seit Januar 2010 ist Cullum mit Sophie Dahl verheiratet.

Im Juli 2003 gewann Jamie Cullum in der Kategorie „Rising Star“ bei den British Jazz Awards. Sein drittes Album, Twentysomething, wurde im Oktober 2003 in Großbritannien bzw. Anfang 2004 in Deutschland, veröffentlicht und fand über 2,5 Millionen Käufer. Das Album umfasst einige Jazzstandards wie Singin’ in the Rain, What a Diff’rence a Day Made, I Get a Kick out of You sowie eine Coverversion des Rock-Klassikers The Wind Cries Mary von Jimi Hendrix, jedoch auch eine Vielzahl an eigenen Stücken, wie etwa das Titelstück oder All at Sea, die er zusammen mit seinem älteren Bruder Ben Cullum schrieb. Des Weiteren komponierte er mit ihm auch die Musik zum West-End-Bühnenstück When Harry Met Sally.

Bei den Brit Awards 2004 wurde Jamie Cullum als „British Breakthrough Act“ nominiert. Er spielte zusammen mit Katie Melua live bei der Zeremonie im Earl’s Court Exhibition Centre. Auch zum Geburtstag von Elisabeth II. trat er auf.

Im September 2005 veröffentlichte er sein Album Catching Tales. Dieses Album enthält bis auf vier Ausnahmen Eigenkompositionen, die Jamie Cullum unter anderem in Zusammenarbeit mit Guy Chambers, Stewart Levine oder Salaam Remi verfasst hat. Sowohl dieses Album wie auch sein Vorgänger von 2003 sind laut „Top 30 Jazzalben“ der deutschen Media Control Charts auch im Juli 2010 noch Verkaufserfolge in Deutschland.

Für den im Jahr 2008 erschienenen Film Gran Torino von Clint Eastwood spielte Cullum die Titelmelodie mit dem gleichnamigen Titel ein und erhielt dafür eine Golden Globe-Nominierung. Außerdem arbeitete er unter anderem mit Toots Thielemans, Camille und Pharell zusammen, war auf den Alben seines Bassisten Geoff Gascoyne zu hören und auf dem Album Swinging, Singing, Playing des Count Basie Orchestra, das ihn auf dem Album "The Pursuit" begleiten sollte.

Im November 2009 wurde das Album The Pursuit bei Decca Records veröffentlicht. Es besteht aus zwölf Songs, darunter die Single I’m All over It, sieben weiteren Eigenkompositionen, einer Version von Just One of Those Things (Cole Porter) und dem Rihanna-Cover Don't Stop the Music. Dieses Album wurde nicht von Stewart Levine, sondern (bis auf Don’t Stop the Music) von Greg Wells produziert, der auf vielen Tracks auch Schlagzeug, Gitarre, Bass und Orgel spielte. Sebastiaan de Krom und Geoff Gascoyne, die bisher Cullum auf seinen Alben begleitet hatten, wirkten an dieser Produktion nicht mehr mit, sind aber als Co-Komponisten von You and Me Are Gone vermerkt.

Zu einem seiner legendärsten Konzerten gehört, laut Kritikern sowie ihm selbst, sein Auftritt im Mai 2010 auf dem Wiener Jazz Fest.

Diskographie

Jamie Cullum - Alben

  • Heard It All Before, (1999)
  • Pointless Nostalgic, (2001)
  • Twentysomething, (2003)
  • Catching Tales, (2005)
  • The Pursuit, (2009)
  • Devil May Care, (2010)(Mix aus anderen Alben + zwei Bonus-Tracks)
  • Interlude, 2014

Jamie Cullum - Compilations

  • Kings of Swing, (2005)
  • Jamie Cullum: Influences, (2007)
  • In the Mind of Jamie Cullum, (2007)

Jamie Cullum - DVDs

  • Live at Blenheim Palace, (2004)

Jamie Cullum - Singles

  • Everlasting Love, (2004)
  • These Are The Days / Frontin', (2004)
  • All At Sea, (2004)
  • Get Your Way, (2005)
  • Mind Trick, (2005)
  • Photograph, (2005)
  • I'm All Over It, (2009)
  • Don't Stop The Music, (2009)
  • Wheels, (2010)
  • Love Ain't Gonne Let You Down, (2010)

Links

Jamie Cullum Internetseiten:
http://www.jamiecullum.com/
http://www.jamiecullum.de/

Diese Artikel über Jamie Cullum wurde veröffentlicht unter GNU Free Documentation License
Quelle: Wikipedia

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