Ein Interview mit André Nendza über sein neues Album „5/5/9“

Ein Foto von André Nendza
André Nendza, Foto: Thomas Kruesselmann

Der Bassist und Komponist André Nendza gehört durch seine kontinuierliche Arbeit sowohl mit einer Vielzahl eigener Projekte (A.tronic, Duo mit Inga Lühning, Tria Lingvo, Canvas) als auch als gefragter Sideman (u.a. Philipp van Endert Trio, Christian Pabst Trio, Mathias Haus) zu den profiliertesten Musikern der deutschen Musikszene.

Sein neues Album „5/5/9“ bietet 16 Titel in drei unterschiedlichen Besetzungen auf einer 3-fach CD. Die 12 Stücke stellten für André Nendza ein spannendes Forschungsfeld dar, denn die meisten Titel gehörten nicht zu den häufig gespielten im persönlichen Realbook des Bassisten. Wir haben den Ausnahmekünstler zu einem Gespräch über dieses Projekt eingeladen.

jazz-fun.de:
André, Du bist einer der gefragtesten Bassisten. Erzähl uns, wie alles angefangen hat. Wann hast Du zum ersten Mal einen Bass in die Hand genommen?

André Nendza:
Das war 1982 in Hilden. Mit ein paar Freunden hatten wir beschlossen eine Band zu gründen. Aufgrund der Größe meiner Hände schien der Bass für mich passend.
Der gerade verstorbene Schriftsteller Paul Auster arbeitete oft mit dem Motiv des „Zufalls“ als Impulsgeber für lebensverändernde Entwicklungen.

Spannende Frage: Was wäre aus mir geworden, wenn ich nicht Thomas Plötzer, den Torwart meiner Mannschaft SV Hilden-Nord und zugleich ein ambitionierter Klavierspieler, kennengelernt hätte. Mit seinen zwei älteren Brüdern, die wiederum beide in der lokalen Musikszene Größen waren, im Gepäck. Über diese Verbindung traf ich auf den fantastischen Bassisten Volker Koch und nahm bei ihm Unterricht. Für 10 Mark die Stunde. Volker war über sein Spiel und als Typ ein Vorbild und hat mir viele richtige Dinge direkt zu Anfang beigebracht.

Zugleich startete an meiner Schule ein neuer Lehrer, Heinz Danyel, eine intensive Jazz-AG. Was damals noch sehr ungewöhnlich war. Zusätzlich existierte an der Schule das fast semi-professionelles Schultheater „traumakel“, bei dem ich als Musiker mitwirken durfte. Außerdem gab es in der Stadt ein Haus mit Proberäumen. Das war unser Basis Lager. In diesem Umfeld konnten wir uns kreativ und eher autodidaktisch ausprobieren.

Zudem nahm ich etwas später an der städtischen Musikschule klassischen Kontrabassunterricht.

jazz-fun.de:
Wer und wo hat Deine Ausbildung und musikalische Entwicklung am meisten geprägt?

André Nendza:
In der zuvor beschriebenen ersten Phase wurde der Traum, irgendwie etwas mit Musik beruflich zu machen, immer konkreter. Die Nachricht, dass man Jazz studieren kann, drang dann auch bis in unsere Szene vor. Auch, dass das mit Aufnahmeprüfungen zu tun hat. Ich ging auf Workshops und nahm Privatunterricht bei verschiedenen Lehrern, begann intensiver zu üben und versuchte, Musik tiefer zu erfassen. Es entstanden erste Fusion-Bands, die auch mal überregional Konzerte spielten. Zu diesem Zeitpunkt lernte ich übrigens auch meinen guten Freund und Kollegen Philipp van Endert kennen und wir spielen jetzt 37 Jahre zusammen.

Ich bestand dann 1991 die Aufnahmeprüfung an der - damals noch von Jiggs Whigham geleiteten - Jazzabteilung der Hochschule Köln. Das Studium war dann eine sehr intensive Zeit. Eine Menge spannende Lehrer und viele unglaublich inspirierende Kommilitonen. Alle enorm fokussiert. Zudem hatte ich während dieser Zeit weiter privaten Unterricht bei zwei wunderbaren Bassisten, Gunnar Plümer und Stefan Rademacher, die nicht nur für meine Bassspiel prägend wirkten. Unterschiedlichste bassistische und musikalische Fragestellungen wurden da sehr genau erforscht. Und beide waren zudem mitten im realen Leben stehende Musiker, die über ihre künstlerischen Ansätze und ihre Haltung vorbildhaft wirkten.

Viel, viel später – in meinen Vierziger - nahm ich dann noch einzelne hochgradig inspirierende Stunden zu spezifischen Themen bei Dieter Manderscheid, der über sein Wirken an der Hochschule in Köln zum Mentor der Kölner Bass-Szene wurde. Hier schließt sich ein Kreis, denn im Alter von 17 Jahren bekam ich über Umwege Dieters Nummer zwecks möglichen Unterrichts. Doch damals sagte mir in meiner Unbedarftheit der Name Manderscheid nichts und der Unterrichtsort Köln schien wie ein weit entfernter Planet.

jazz-fun.de:
Welche Künstler und Musiker haben Dich besonders inspiriert?

André Nendza:
Die Liste wäre immer unvollständig. Zumal ich nicht wenige Platten besitze. Manche sagen sogar zu viele. Unzählige Aufnahmen und Konzerte wirken bis heute nach. Ein paar Flashbacks: Level 42 in der Düsseldorfer Phillips Halle, das Scofield-Lovano Quartett im Bahnhof Langendreher, Miles bei den Leverkusener Jazztagen, immer wieder Dave Holland und immer wieder Hermann van Veen. Auch ein Interview mit Thomas Heberer 1990 im Jazzpodium oder ein Workshop mit Kenny Werner. Wie gesagt, die Liste würde endlos.

Große Inspiration erfahre ich aber durch die Arbeit meiner Kollegen und Kolleginnen. Wenn beispielsweise Philipp van Endert ein neues Stück zur Probe mitbringt, ist es immer ein großes Fest, diese Musik mitzugestalten. Auch freue ich mich immer über Herausforderungen. So übe ich im Moment einen ziemlich anspruchsvollen Basspart zu einem Werk von Mathias Haus. Wenn man die wunderschöne Unendlichkeit der Musik akzeptiert, winkt das Glück des Tuns.

jazz-fun.de:
Du spielst und komponierst nicht nur, sondern bist auch Pädagoge, Journalist und betreibst zusammen mit Philipp van Endert das Label Jazzsick Records. Wie bringst Du das alles unter einen Hut?

André Nendza:
Ich schätze die Vielfältigkeit meines Berufes. Mir war es im Kern immer wichtig, möglichst selbstbestimmt meine Dinge zu tun. Und davon okay zu leben. Dabei hilft ein gewisser Realismus über die eigene Stellung in der Szene und auch Pragmatismus in der Umsetzung von Ideen. Das Jammertal des „unverstandenen Künstlers“ war nie das meine.
Zugleich muss man mit großem Idealismus aktiv seine Träume gestalten.

Aus diesen Gründen macht es Sinn, die eigene Musik auf dem eigenen Label zu halten. Wie sich das in den nächsten Jahren vor dem Hintergrund der Änderungen auf dem Tonträgermarkt entwickelt wird man sehen. Das Thema „Booking“ läuft bei mir zumeist auch am besten, wenn ich es selber mache.

Die Arbeit als Dozent wiederum, erlebe ich als kreative und vielfältige Bereicherung und glaube, dass ich hier ein natürliches Talent habe. Und mittlerweile auch einen großen Erfahrungsschatz. Aber auch hier möchte ich die Rahmenbedingungen selbst gestalten und ich bin sehr froh, dass die „Offene Jazzhaus Schule“ in Köln mich hier weitestgehend frei wirken lässt. Der Erfolg des „Vorstudium Jazz“ seit über 25 Jahren ist ein Resultat dieser Zusammenarbeit. Journalistisch bin ich nicht tätig, aber ich hatte das Vergnügen, für „Jazzthing“ einige Jahre Blogtexte schreiben zu dürfen. So etwas würde ich gerne mal wieder machen. Dieser Beruf führt manchmal auch in überraschende Seitengassen.  

Das Wichtigste bei der Bewältigung der unterschiedlichen Aufgaben ist eine gesunde Balance. Hier muss man immer wieder mal an Stellschrauben drehen. Und sich nicht zu ernst nehmen.

jazz-fun.de:
Dein neuestes Album 5/5/9 hat schon im Titel eine besondere Bedeutung. Was ist damit gemeint und wie bist Du auf diese Idee gekommen?

André Nendza:
Ausgangspunkt war die Idee, dass ich mich weiter mit dem Thema „Contrafacts“ beschäftigten wollte. „Contrafacts“ bedeutet in rudimentärer Form, dass man über ein vorhandenes Harmoniegerüst - zumeist eines Standards - eine neue Melodie schreibt. Mir ging es darum, dieses Kompositions-Konzept eher als Impuls für eine kompositorische Reise mit ungewissem Ausgang zu sehen.

Zudem wollte ich mir anhand einer Platte mit Standards einen impulsgebenden Rahmen geben und somit die Stückvorgaben nicht willkürlich festlegen. Ich fertigte eine Liste von möglichen Alben, auf der dann beispielsweise „Ella meets Louis“ oder „Coltrane & Hartman“ standen. Am Ende entschied ich mich für Nils Wograms Album „Wise man can‘t be wrong“. Hier fand ich besonders spannend, dass das Repertoire des Albums hier weitestgehend aus Standards besteht, die nicht zu meinem persönlichen „Real Book“ gehören. Somit begann der Prozess erst einmal damit, dass ich mir die Stücke erspielen und erhören musste. Pandemiebedingt geschah das allein an Bass und Klavier. Dieses Kompositionsprojekt wurde übrigens durch eines der Stipendien im Rahmen von „Neustart Kultur“ unterstützt.

jazz-fun.de:
Kann man von einem positiven Nebeneffekt der Covid 19 Ereignisse sprechen?

André Nendza:
Ich kann für mich sagen, dass ich ab dem Zeitpunkt der Etablierung der verschiedenen Stipendien-Programme finanziell akzeptabel durch die Pandemie gekommen bin. Hier bin ich dankbar, dass der Staat und damit die Gesellschaft, relevante Summen zur Verfügung gestellt hat. Für mich war diese Antragswelt im übrigen Neuland, weil ich zuvor alle meine Projekte - zur Belustigung meiner Kollegen - immer selbst finanziert hatte.

Nachdem die ersten Monate der kompletten Verunsicherung zu Beginn der Pandemie vorbei waren, habe ich für mich entschieden, die Situation positiv anzunehmen. In normalen Zeiten hatten viele von uns immer davon gesprochen, wie cool es wäre, sich mal Zeit für die Entwicklung bestimmter Projekte zu nehmen. Die Zeit war plötzlich ungewollt da und die Stipendien haben es finanziell abgefedert.

Allerdings hatte ich schon damals vermutet, dass die Rechnung irgendwann bezahlt werden muss. Die öffentlichen Gelder werden knapper und es werden in den nächsten Jahren vermutlich Einschränkungen auf uns zu kommen.

jazz-fun.de:
Wie hast Du die Musik komponiert? Sind es spontane Ideen oder durchdachte, ausgearbeitete und detaillierte Partituren für eine bestimmte Besetzung? Wie viel Raum lässt Du der Improvisation?

André Nendza:
Nachdem der zuvor gesetzte Rahmen feststand, entstanden im Flow viele erste Ideen, die sich nach und nach zu detaillierten Kompositionen weiterentwickelten.
Ich arbeitete dabei an mehreren Stücken gleichzeitig.

Der Prozess fand im Wechselspiel zwischen Klavier mit handgeschriebenen Skizzen und dem Notationsprogramm auf dem Rechner statt. Nie am Bass. Nur ab und an checken, ob eine Bassline wirklich spielbar ist. Die Impulse der „Contrafacts“ nahmen unterschiedliche Formen an. Einige Stücke basieren ziemlich genau auf der harmonischen Vorgabe, manche wurden mittels Reharmonisierung und Erweiterung abstrakter und andere greifen vielleicht nur kurze harmonische Wendungen als verfremdeten Ausgangspunkt auf. Am Ende hatte ich nach etwa drei Monaten je 5 Werke für zwei Quintette und weitere 5 für ein Nonett.

Hinsichtlich der Improvisation setze ich den formalen Rahmen. Ansonsten mische ich mich nie in die Gestaltung der Soli ein. Ich möchte ja gerade, dass die tollen Musiker und Musikerinnen ihre eigenen Geschichten in meinen Stücken erzählen. Ich habe da volles Vertrauen.

jazz-fun.de:
Welche Musiker hast Du zu Deinem neuen Album eingeladen? Seit wann spielt ihr zusammen?

André Nendza:
Der Ausgangspunkt für das Album war das bestehende Quintet „Canvas“, welches pünktlich zum Beginn der Pandemie gegründet wurde. Die Aufnahmen unseres Debut-Albums im Jahr 2020 entstanden beim ersten Kölner Streamingkonzert im Loft. Die Grundidee dieser Formation war und ist, dass möglichst unterschiedliche Solisten auf Basis einer swingenden Rhythmusgruppe friedlich miteinander Musik machen. Mit Angelika Niescier, Matthias Bergman, Martin Sasse und Niklas Walter ist das ohne Wenn und Aber mit großer Spielfreude und Power möglich.

Im Schreibprozess zeigte sich, dass nicht alle Titel stilistisch für das bestehende Quintett passen und das es zudem Kompositionen für eine größere Besetzung geben würde. So kam die Idee, ein neues, zweites Quintett zu formieren und diese beiden Gruppen dann zu einem Nonett zusammenzufügen.

Mit dieser Großformation im Hinterkopf wurde klar, dass ich gerne eine Gitarre dabei hätte und das der zweite Drummer auch Percussion-Instrumente spielen sollte. Hierfür ist mein alter Freund Christoph Hillmann, übrigens auch ein Gewächs der Hildener Szene, eine der ersten Adressen. Mit Mike Walker aus Großbritannien hatten Christoph und ich - gemeinsam mit unserem Tria-Lingvo-Freund Johannes Lemke am Saxophon - 2018/19 vier Tourblöcke in Deutschland und England gespielt. Diese vielen Konzerte waren durchweg ein großer Genuss und so war es folgerichtig, die entstandene Vertrautheit im Zusammenspiel als Basis des zweiten Quintetts, welches mittlerweile „Plains“ heißt, zu nehmen. Die beiden anderen Musiker*innen sind Christine Corvisier am Saxophon und Maik Krahl an der Trompete. Mit beiden hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht gespielt, sie wurden mir aber vehement empfohlen. Schon die erste Probe zeigte, dass das sehr gut funktionieren würde. Beide haben sich auf die etwas vertrackteren Kompositionen komplett eingelassen. Und spielen zudem wirklich intensive Soli.

jazz-fun.de:
Welche Musikstile finden sich in Deinen Kompositionen auf diesem Album wieder?

André Nendza:
Dieses Album spiegelt im Grunde meine vielfältigen stilistischen Vorlieben im Jazzkontext auf einem Album wider. Früher hatte ich immer verschiedene Projekte unter eigenem Namen mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Hier scheint jetzt alles ineinander zu fließen. Was ich sehr schön finde.

Nur meine Songwriting- und Pop-Geschichten bilden jetzt noch eine losgelöste Identität. Was auch Sinn macht.

jazz-fun.de:
Wie denkst Du über die Entwicklung der kreativen Musik im Allgemeinen?

André Nendza:
In Deutschland sehe ich, nicht nur auf den Jazz bezogen, eine ungemein vielfältige Musikszene. Diese findet aber zunehmend in Nischen statt. Grundsätzlich finde ich richtig, dass sich über Institutionen wie „Initiative Musik“ oder den „Musikfonds“ praktikable Förderstrukturen etablieren. Zugleich sehe ich manchmal die Gefahr, dass die Musikschaffenden nicht mehr genug in den Dialog mit dem Publikum treten. Das meine ich unabhängig von der stilistischen Ausrichtung. Ich habe Konzerte mit extrem abstrakter Musik erlebt, die sich unmittelbar in das Herz der Zuhörenden gespielt hat.

jazz-fun.de:
Welche Projekte neben Deiner Band beschäftigen Dich zur Zeit am meisten?

André Nendza:
Das Duo mit Inga Lühning ist ein Dauerbrenner. Ansonsten gibt einige konstante Ensembles, bei denen ich als Sideman arbeite. Unser Sommer-Workshop „Jazzemble“ an der Akademie Remscheid feiert dieses Jahr zwanzigjähriges Jubiläum.

Dann hatte mich vor einiger Zeit Axel Fischbacher gefragt, ob ich in seiner legendären Hildener „Blue Monday“ Reihe vier Termine pro Jahr kuratieren möchte. Hier lade ich jeweils drei Musiker oder Musikerinnen ein, mit nur einer Anspielprobe vor Ort, einen konzertanten Abend zu gestalten. Ich setze dabei immer auf eigene Stücke der beteiligten Menschen.
Diese einmaligen Konzerte verfolgen dabei keine längerfristige Strategie im Sinne von Konzepten, Tourneen oder Aufnahmen, sondern feiern nur den unmittelbaren musikalischen Austausch.

jazz-fun.de:
Wann und wo kann man Dich live hören?

André Nendza:
Die Pandemie hat mich etwas aus meiner „Booking“-Routine geworfen und so bin ich froh, dass ich im Herbst ein paar Konzerte mit meinem „On Canvas Quintett“ organisieren konnte. Das ist ein vielversprechender Startpunkt und ich arbeite daran, auch das 5/5/9 Projekt auf Bühnen zu bekommen. Bei neun Menschen nicht leicht, aber ein schönes Ziel. Ansonsten kann man meine Termine mit verschiedenen Ensembles immer auf meiner Homepage finden.

jazz-fun.de:
Und hier noch ein paar ganz private Fragen:
Welche Musik hörst Du "privat"?

André Nendza:
Es gibt da keine Trennung zwischen beruflich und privat. Alles, was ich höre, wird in irgendeiner Form Einfluss auf mich haben. Ich höre also auch immer wieder gerne Jazz. Und entdecke neues und altes.

Zudem bin ich auch extrem an Pop interessiert.

Derzeit feiere ich die Musikerin MINE total. Sie kreiert ihre komplett eigene musikalische Welt und scheint mir als selbstbestimmte Macherin. Würde ich gerne mal einen track am Bass mitspielen. Ist aber nicht nötig, denn sie hat eine super Bassistin!

Dann bin ich totaler Fan von Flo Mega. Ich mag seinen Flow und seine Band, die „Ruffcats“, sind unverschämte Groove-Monster. Im letzten Jahr hatte ich das neue Peter Fox Album in Dauerschleife gehört.

jazz-fun.de:
Pizza oder Pasta? Vielleicht etwas ganz anderes?

André Nendza:
Tja, das liebe Essen… Fluch und Segen. Pizza mit Rucola und Schinken, Pasta in allen Formen und anderes von Burger bis asiatisch. Gerne auch mal fleischlos. Und immer wieder mal fast asketische Phasen.

jazz-fun.de:
Was ist für Dich der schönste Ausblick?

André Nendza:
Ich lebe in der Eifel und kann auf meinen sportlichen Fahrradtouren die wunderbare Landschaft genießen. Zwei Erkenntnisse: Berge sind schön, wenn man sie nicht rauffahren muss und eine steile Abfahrt wird immer mit dem nächsten Anstieg bestraft.

Ich liebe aber auch das Meer und erinnere ein Gewitter über dem karibischen Meer in Kuba entlang des Horizonts. Ein wildes Farbenspiel.

jazz-fun.de:
Was machst Du an einem Sonntag, wenn Du nicht musizierst?

André Nendza:
Ich freue mich immer, wenn ich Zeit mit meiner Familie verbringen kann.

Wir wurden vor drei Jahren von der Flut gebeutelt und sind nun froh, wieder in einem Haus mit Garten zu leben. Glück kann sehr einfach sein. Dota Kehr beschreibt das im Song „Sommer“ sehr schön mit Worten: „Ich will nie wieder glauben, Glück sei irgendwie anders und irgendwie mehr.“

jazz-fun.de:
Dein Lieblingsgetränk?

André Nendza:
Kaffee! Und anderthalb mal im Jahr Wodka.

Foto: Thomas Kruesselmann

André Nendza Internetseite
https://www.andre-nendza.de/

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