Sebastian Gille

Sebastian Gille
Sebastian Gille

Biographie

Sebastian Gille, geboren am 1. Februar 1983 in Quedlinburg und aufgewachsen in Hoym (beides Sachsen-Anhalt), stammt aus einer musikalischen Familie. Der Vater spielte Akkordeon, die Mutter Gitarre, der ältere Bruder Klavier. „Zu besonderen Anlässen, wenn Familie und Freunde zusammen kamen, was das gemeinsame Singen und Tanzen ein sehr wichtiges Ritual“, erinnert er sich an seine Kindheit. Mit 14 begann Sebastian Gille, Saxophon zu spielen und entdeckte die Musik von Miles Davis und Wayne Shorter.

Bereits mit 19 gewann Sebastian Gille den „Yamaha Sax Contest“ und wurde Schüler von Phil Woods. Wenig später nahm er im Bundesjazzorchester (BuJazzO) unter der Leitung von Peter Herbolzheimer Platz. 2004 ging er als 21-Jähriger nach Hamburg an die Hochschule für Musik und Theater und erhielt unter anderem von Branford Marsalis, Christoph Lauer und John Ruocco Unterricht. Weitere Erfolge stellten sich bald darauf ein und brachten ihm eine Reihe von Auszeichnungen und Stipendien wie den Solopreis der Oskar Vera Ritter Stiftung (2005), ein Vollstipendium der Studienstiftung des Deutschen Volkes (2007 bis 2009), den Dr. E. A. Langner Jazzpreis (2007) sowie den Jazzförderpreis des Kulturforums Schleswig-Holstein (2007). 2009 gründete Sebastian Gille gemeinsam mit Pablo Held (p), Robert Landfermann (b) und Jonas Burgwinkel (dr) sein eigenes Quartett, dessen Debüt Anthem 2011 bei Pirouet Records erschienen ist.

Sebastian Gille zu den besonderen Vorzeichen seines Quartetts: „Die Atmosphäre in einer Band ist enorm wichtig. Dazu ist auch zu sagen, dass die Freundschaft eine sehr wichtige Rolle in meinem Leben einnimmt, und somit ist sie auch ein wesentlicher Teil meiner Musik. Der Begriff Freundschaft beinhaltet Werte wie Offenheit, Vertrauen und Ehrlichkeit. All diese Werte sind auch bedeutsam für die Weiterentwicklung der Musik innerhalb einer Band. Die freundschaftliche Verbundenheit ist eine Besonderheit in der Musik, wonach es sich lohnt zu suchen.“

2010 startete Sebastian Gille zudem in Hamburg seine eigene Konzertreihe und traf dort bislang Kollegen wie Claus Stötter, Daniel Schröteler, Frank Delle, Jonas Burgwinkel, Matthias Pichler, Niels Klein, Pablo Held, Rainer Böhm, Robert Landfermann und Ziv Ravitz. In seiner noch jungen Karriere arbeitet(e) Sebastian Gille mit internationalen und nationalen Kollegen wie Abdullah Ibrahim, Al Jarreau, Bob Brookmeyer, Henning Sieverts, Hubert Nuss, Jim Black, Maria Schneider, Nils Landgren, Nils Wogram, Norma Winstone, Rainer Winterschladen, Steve Gray und Steve Swallow. Zudem ist er immer wieder als Gastsolist der NDR Bigband tätig, unter anderem bei Projekten von Colin Tons (John Lennon – In My Own Write), Hans Koller (Scenic Routes), João Bosco (Senhoras Do Amazonas) und Joe Sample (Children of the Sun).

Sebastian Gille:
"Ich liebe Jazz in erster Linie wegen seiner Improvisationen. Die Improvisation ist für mich so etwas wie ein Zeugnis, das ein Musiker ablegt, über die Gefühle, die er mit dem jeweiligen musikalischen Thema verbindet. Dies ist sehr persönlich. Kein anderer Musikstil bietet das. Zudem ermöglicht mir der Jazz, in eine Art Paralleluniversum abzutauchen, in dem alles um mich herum vergessen scheint. Eine Welt, in der nichts ist, wie es vorher einmal war – und in der man nicht wissen kann, was uns erwartet."

Diskografie

Links

Sebastian Gille Internetseite:
http://www.sebastiangille.com/
Weitere Links:
http://www.myspace.com/sebastiangille

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