Hilde Louise Asbjørnsen - Red Lips,Knuckles and Bones

Hilde Louise Asbjørnsen - Red Lips,Knuckles and Bones

Hilde Louise Asbjørnsen
Red Lips,Knuckles and Bones

Erscheinungstermin: 03.05.2019
Label: Ozella Music, 2019

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Jens Fossum - Double Bass
Hermund Nygård - Drums and percussion
Hilde Louise Asbjørnsen - vocals
Anders Aarum - Keys
Svein Erik Martinsen - Guitars
Anders Aarum, Jens Fossum, Svein Erik Martinsen and Hermund Nygård - Additional vocals
Knut Riisnæs - Tenor Saxophone
Svein Erik Martinsen on "Red Lips" - vocals

Hilde Louise Asbjørnsen ist eine Team-Playerin: „Mein wichtigstes Instrument sind die Leute, mit denen ich zusammenarbeite“, sagt sie, halb-scherzhaft, dazu. Und doch mutet „Red Lips, Knuckles and Bones“ fast wie ein Solo-Projekt an. Hatte Asbjørnsen auf dem Vorgänger „Don't Stay for Breakfast“ noch viele Entscheidungen bewusst abgegeben, drückte sie diesmal jedem noch so kleinen Detail ihren Stempel auf, von den Texten und Arrangements bis hin zu den Grooves. Zehn Alben in 15 Jahren hat sie inzwischen aufgenommen - dies ist ihr persönlichstes.

Eingebettet ist „Red Lips, Knuckles and Bones“ immerhin in ein vertrautes Umfeld: Ihr vierköpfiges „Orchestra“ spielt gewohnt tight auf und bereichert viele Songs um packende Soli. Und wie immer stand ihr mit Anders Aarum ein langjähriger Songwriting-Partner zur Seite. Doch war sein Einfluss diesmal eher subtil. So reiste sie mit Aarum zwar nach Budapest, um sich eine Woche lang ausschließlich der Musik zu widmen. Doch arbeiteten die beiden dort vornehmlich an ihren eigenen Projekten: „Ich war in Budapest fast ausschließlich von fremden Leuten umgeben“, so Hilde Louise, „Die Einsamkeit hat mich beim Schreiben noch freier gemacht.“

Eben diese Freiheit war für sie schon immer ein zentrales Anliegen: „Zu Anfang wollte ich Songs schreiben wie Cole Porter und die Musiker der Tin Pan Alley. Aber ich hatte noch nie Jazz gesungen. Erst über die Auseinandersetzung mit den großen Vorbildern habe ich mich als Künstlerin gefunden.“ Und so spickt sie ihre Tracks immer wieder mit unkonventionellen Zutaten: Ska und Chansons, Rock und Americana sowie dezente Elektronik. Auf „Red Lips, Knuckles and Bones“ wagt sie sich sogar an den Klassiker „Lazy Afternoon“ und klingt dabei wie niemand sonst: Unwirklich und entrückt, doch zugleich verführerisch und sexy.

Ihre eigenen Songs bieten tiefe Einblicke in eine schmerzhafte Zeit. Viele der Geschichten auf dem Album sind geprägt von einem Jahr, in dem sie in wenigen Monaten drei wichtige Freunde verlor, darunter den politisch engagierten Grafiker Hariton Pushwagner. Ihr Tribut an Pushwagner ist das von Sozialkritik durchzogene „Pink Pushwagon“ mit Textzeilen wie „War pigs still draining childhood dreams / Short-trading heartbeats and sunbeams“.

Dem steht der selbstbewusste Opener „Red Lips“ gegenüber, eine kleine Hymne auf ihre unnachahmliche Ausstrahlung. Und überhaupt ist hier nicht alles Tragik und Trübsal. Don't be clever, just swing“, heißt es auf dem mitreißenden „A Swing of its Own“. Und genau das macht Hilde Louise hier immer so spontan und leidenschaftlich, als wäre dieses Album ihr erstes.

  1. Red Lips
  2. Never Know You Too Well
  3. A Swing Of It's Own Intro
  4. A Swing Of It's Own
  5. Water Wall
  6. Make Some Shine
  7. Don't Fight The Undertow
  8. The Man Had A Gun
  9. Pink Push Wagon
  10. Lazy Afternoon
  11. Return To Start
  12. Rich

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