Johannes Enders Tour 2023

13.02.2023–22.02.2023

  • 13.02.2023 Freiburg, Jazzkongress
  • 15.02.2023 München, Unterfahrt
  • 16.02.2023 Mannheim, Ella & Louis
  • 17.02.2023 Berlin, Zigzag
  • 18.02.2023 Leipzig, Horns Erben
  • 20.02.2023 Eberfing, Alte Molkerei
  • 21.02.2023 Wien, Porgy & Bess
  • 22.02.2023 Frankfurt, ono2
Johannes Enders Tour 2023
Johannes Enders Tour 2023

Ashley Kahn beobachtete, „dass Rollins musikalische Texturen einer klar artikulierten Melodie vorzog“ und erhob ihn mit John Coltrane zu den „beiden Säulen des modernen Tenorsaxophons“. Joachim-Ernst Berendt fasste zusammen: „Rollins ist der herausragende Vertreter der motivischen Improvisation – seine Soli sind meisterliche Verarbeitungen und Fortführungen von Kernmotiven des Themas.“ Martin Kunzler fand dafür die treffende Beschreibung vom „Spiegelkabinett von Rollins‘ Improvisation“ und zitiert Joe Henderson: „the genius nucleus“. Da verwundert es, wenn Tribute-Alben für einen der letzten der großen Saxophonisten des modernen Jazz eher Mangelware sind. Es gibt zwar John Irabagons Foxy Trio mit Bassist Peter Brendler und Schlagzeuger Barry Altschul, das sich im Jahr 2010 eine ganze CD lang am Klassiker „Doxy“ auf verblüffende Weise verausgabte. Aber ansonsten sind programmatische Verneigungen vorm Tenorgiganten rar.

Ein guter Ausgangspunkt für Johannes Enders, einen der führenden europäischen Tenorsaxophonisten aus dem bayerischen Musikstädtchen Weilheim und Professor an der Leipziger Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“, sich in seinem neuen Trio mit Sonny Rollins auseinanderzusetzen. „Ich bin schon immer ein großer Sonny Rollins-Fan gewesen wie die meisten Tenorsaxophonisten“, bekennt er, „wenn man ihn verehrt, ist nach vorne viel Spielraum für Interpretation.“ Doch wollte er nicht schlicht seine Stücke spielen, sondern hat sie ein bisschen verändert und sich anverwandelt. Dann betont er den Humor in dessen Spiel, der ihn stets besonders angezogen hat. Auch rhythmisch findet er den Ahnen total inspirierend. „A Night at the Village Vanguard“ nennt er dann als eine seiner zehn wichtigsten Platten überhaupt, da hört er eine unbändige Lebensfreude.

Einen Kommentar schreiben

Bitte addieren Sie 2 und 8.

Zurück