Jazz News

David Grabowski

Bereits zum fünften Mal kommen ehrgeizige und anspruchsvolle junge Jazzmusiker in den Genuss des Nachwuchsförderprogramms „Mixed Generations“ der Jazz Federation Hamburg (JFH). Bei diesem Projekt kann sich die nächste Generation einen renommierten Mentor ihrer Wahl zur gemeinsamen Erarbeitung eines musikalischen Projekts mit dem Ziel einer öffentlichen Aufführung auswählen. Am 11. Februar hat der junge Hamburger Gitarrist David Grabowski den in New York wirkenden Bassisten Matt Penman als Impulsgeber eingeladen (20 Uhr, Stage Club, Theater Neue Flora).

Iiro Rantala - Playing Gershwin

Die Zeiten, rigide voneinander abgegrenzter Musikgenres gehen zu Ende, ein Gewinn für jeden, der Musik als universelle, jeden Ausdruck ermöglichende Sprache liebt. So gibt es inzwischen kaum mehr einen jungen Jazzpianisten, der nicht über eine klassische Grundausbildung verfügt und sich neben verschiedenen Jazzstilen nicht auch bei anderen Genres bedienen würde. Trotzdem findet man immer noch kaum einen so „vollkommenen“ Pianisten wie den Finnen Iiro Rantala.

Joachim Kühn & Mateusz Smoczyński - Speaking Sound

Das Zusammentreffen der beiden gleicht einem Glücksfall. Ihre musikalischen Unterhaltungen entzünden sich an prägnanten Themen und Motiven, entfalten sich frei und erweisen sich zugleich hochkonzentriert. Joachim Kühn und Mateusz Smoczyński entdecken Wege ins Offene, finden zu einem gemeinsamen Puls und einem gemeinsamen Atmen.

Majid Bekkas - Magic Spirit Quartet

Trance, rituelle Mystik, psychedelische Magie – wie auch immer man die Wirkung der Gnawa-Musik beschreiben will, sie übt eine weltweite Faszination aus. Majid Bekkas ist einer der schillerndsten Meister des modernen Gnawa-Universums, und vielleicht der mit den vielfältigsten Aktivitäten in andere Genres hinein. Mit dem Magic Spirit Quartet schlägt er jetzt eine waghalsige Brücke von Nordafrika nach Skandinavien, von Archaik zu Ambient – und fängt damit den Geist des Jazz im 21. Jahrhundert ein.

Autor & Regisseur Stefan Warmuth im Gespräch mit Cosmo Scharmer von jazz-fun.de

"Der Grund, ein Musical über Frank Sinatra zu machen, ist vielleicht zwei, drei Tatsachen geschuldet. Er ist ein großartiger Künstler des 20. Jahrhunderts, stand über mehrere Generationen hinweg an der Spitze des Showbiz und war – nach meiner Ansicht - der erste Popstar. Generell verkörpert seine Musik, sein zeitloser Stil den Swing, der immer wieder von Rock- und Popstars, wie zum Beispiel von Rod Stewart über Robbie Williams bis Lady Gaga’s gemeinsames Album mit Tony Bennett, aufgegriffen und gepflegt wird und nach wie vor aktuell ist. " - Autor & Regisseur Stefan Warmuth im Gespräch mit Cosmo Scharmer von jazz-fun.de

Simon Oslender - About Time

Einst als „Wunderkind an der Hammond-Orgel“ in die Szene eingestiegen, gilt der nun 21-Jährige als einer der "Rising Stars" der Deutschen Musikszene an Klavier, Orgel und Keyboards. Der gebürtige Aachener war bereits seit dem Alter von 12 Jahren während seiner Schullaufbahn als professioneller Musiker unterwegs und spielte in den letzten Jahren Konzerte und Tourneen in ganz Europa, Japan, Südostasien oder Australien. Neuerdings ist er festes Mitglied der Wolfgang Haffner Band sowie der neuen Band des amerikanischen Saxofonisten Bill Evans - weitere musikalische Ritterschläge waren Auftritte mit u.a. der WDR Big Band, Nils Landgren, Max Mutzke oder Randy Brecker.

Massoud Godemann Trio am 24.01.2020 in St. Marien Altona, Hamburg

"Jazz ist Leben und Leben ist Freude. Meine Musik ist eine Hommage an das Leben", sagt Massoud Godemann, der 2010 mit Open Letter "eines der schönsten, poetischsten, bewegendsten, überzeugendsten Jazzgitarre‐Alben überhaupt" (Jazzpodium Nov/Dez 2010) eingespielt hat. Zusammen mit Gerd Bauder (b) und Michael Pahlich (dr) bildet er das Trio MG3, das eine Klangwelt von eindrucksvoller Vielseitigkeit schafft und das Publikum damit immer wieder zu verzaubern vermag. Ein Fotobericht von Jacek Brun

Jeremy Pelt

Jeremy Pelt ist ein viel gefragter und beschäftigter Musiker. Zwischen einem Auftritt im französischen Marseille und einem Konzert in Rheinfelden schaute der Trompeter am Montag mit seinem Quintet bei Tobias Festl im Reutlinger Pappelgarten vorbei. Immerhin gut 80 Besucher wollten das Konzert des 43-jährigen Ausnahmemusikers aus New York miterleben  Reportage von Rainer Ortag - jazzreportagen.com

Randy Brecker

Die Gewinner der 62. Grammy Awards 2020 stehen fest. Wir haben die Liste in Kategorie Jazz für Sie zusammengestellt.

Der Weise Panda - Der weise Panda

„Ich stehe auf Bandgefüge“, sagt Maika Küster nachdrücklich, „ein Name wie 'Maika Küster Quartett' kam von Anfang an überhaupt nicht in Frage.“ Als Sängerin, Haupt-Komponistin und -Songtexterin sowie als Produzentin des aktuellen Albums steht sie zwar seit Gründung der Gruppe im Zentrum, versteht sich aber nicht als alleinige Anführerin. Obwohl sie häufig fertige Kompositionen einbringt, werden auch die Arrangements ihrer Stücke meist gemeinsam entwickelt.

Bai Kamara Jr. & The Voodoo Sniffers - Salone

Eine warme, leicht funky angehauchte Stimme, trotzdem so nah und intim, mit so viel Seele und Charisma. Bai Kamara Jr.'s Musik ist eine Mischung aus Soul, Blues, Roots, Swamp, Voodoo und Jazz. Bai, Sohn des ehemaligen Botschafters Sierra Leones in Brüssel, der in Großbritannien aufgewachsen ist, aber bereits seit über 25 Jahren in Brüssel lebt, ist ein engagierter Singer-Songwriter, der seine afrikanischen Wurzeln in seiner Musik auslebt.

Yelena Eckemoff - Nocturnal Animals

In einer ungewöhnlichen Quartettbesetzung (Yelena Eckemoff: piano, composer, Arild Andersen: bass, Jon Christensen, Thomas Strønen: drums) entwickelt die Pianistin und Komponistin Yelena Eckemoff Gedanken über Charakteristika von 14 wilden, in der Finsternis lebenden Kreaturen... Yelena Eckemoff fügt mit Nocturnal Animals ein weiteres Element in ihre Reihe von durchdachten Konzeptalben ein. Getreu seinem Titel enthält das Doppelalbum 14 musikalische Eindrücke von den Geschöpfen, die die Nacht beherrschen. Die Stücke werden von einem Quartett zum Leben erweckt, das Eckemoff neben dem Bassisten Arild Andersen und den Schlagzeugern Jon Christensen und Thomas Strønen platziert.

Deutsche Jazzunion - Logo

Berlin 21.01.202 | Vertreter*innen der deutschen Jazzszene begrüßen die Ankündigung des Berliner Senats, in der Alten Münze Berlin ein einzigartiges Zentrum für Jazz und improvisierte Musik mit bundesweiter und internationaler Strahlkraft entstehen zu lassen. Grundlage war ein gemeinsames Konzept, das die Deutsche Jazzunion, die IG Jazz Berlin und Till Brönner unter Beteiligung der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) nach einem intensiven mehrjährigen partizipativen Diskurs entwickelt hatten.

John McLaughlin, Shankar Mahadevan, Zakir Hussain - Is That So?

Sechs Jahre der Entstehung "IS THAT SO?" ist eine der engsten und tiefgreifendsten musikalischen Zusammenarbeit von John McLaughlin mit dem erfolgreichen indischen Komponisten und Vokalisten Shankar Mahadevan. Zu dem Duo gehört ihr lebenslanger Freund und musikalischer Bruder Ustad Zakir Hussain an der Tabla, der mit John McLaughlin seit der Gründung von Shakti in den frühen 70er Jahren zusammenarbeitet die als erste wegweisende Crossover-Ost-West-Musikgruppe gilt.

Band in the BIX Special

Obi Jenne hat dazu, wie immer, den Bassisten Mini Schulz, der hier keiner Vorstellung bedarf, geladen und dieses Mal den international begehrten Pianisten Martin Sasse aus Köln. Als Bläser waren der Trompeter Axel Schlosser und am Saxophon und Klarinette Oliver Leicht eingeladen, beide Mitglieder der HR Big Band.  Reportage von Rainer Ortag - jazzreportagen.com

SOFIA - Support Of Female Improvising Artists

Music Business Workshops 11. bis 17. März 2020 an Zürcher Hochschule der Künste. SOFIA (Support Of Female Improvising Artists) greift eine Idee des amerikanischen Förderprogramms Sisters in Jazz auf, das zur musikalischen Weiterbildung von Jazzmusikerinnen eingerichtet wurde, ergänzt es aber um eine wichtige Komponente: Neben der künstlerischen Profilierung junger Musikerinnen geht es um die Förderung ihrer Vernetzung und Selbstvermarktung.

Christoph Beck - Still Tryin`

Es war die Assoziation mit seinem kleinen Sohn, die den Stuttgarter Saxophonisten und Komponisten Christoph Beck zum Titel seines zweiten Albums Still Tryin verhalf. Und wie ein Kind, das sich immer wieder neu versucht, Handgriffe ausprobiert, um sie zu erlernen, ist auch Christoph Beck ein Suchender, ein Klangforscher nach dem eigenen, einzigartigen Sound. Ob er ihn schon gefunden hat oder ihn noch finden wird, vermag er nicht zu beurteilen. Es ist jedoch das, was ihn immer wieder antreibt und motiviert.

Laurits Hyllested - Darling River

"Darling River" ist das Debütalbum des jungen dänischen Komponisten und Schlagzeugers Laurits Hyllested. Es ist das Ergebnis eines langwierigen Kompositionsprozesses, der mit der Improvisation als Gründungsideologie um die Verbindung von Elementen aus der rhythmischen, klassischen und elektronischen Musik in einem persönlichen kompositorischen Output kreist.

Kimura / Guy / Hemingway im Kulturzentrum Dieselstrasse Esslingen am 5.12.2019

Am 5.12.2019 im Esslinger Kulturzentrum ist das Izumi-Kumira-Trio gesetzt: Contemporary Music, improvisierte Musik, Free Jazz kann man lesen... der Einstieg dann ohne Umschweife, es entwickelt sich schnell eine nervöse und hochenergetische gewittrige Dichte. Barry Guy traktiert seinen Bass mit einer zwischen die Saiten geschobenen Mega-Stricknadel und klopft zupft streicht trommelt Flageoletts,Harmonien, Tieftöne, Knarzgeräusche, Kreischen und setzt Finger,Hand, Bogen, Schlagzeugbesen, Filzschlegel ein...  Reportage von Rainer Ortag - jazzreportagen.com

Frank Sinatra, Foto: Dominik Gruss

Musicals sind etwa gleich alt wie der Jazz. Beide haben sich auch von Beginn an stark beeinflusst, haben sich des Materials des anderen bedient. Die Jazz-Musiker entnahmen Titel aus den Musicals und machten sie zu ihren Stücken und dabei weltberühmt. So sei an My Favorite Things aus My Fair Lady erinnert, das John Coltrane zu einem Jazz-Klassiker machte. Oder die Stücke von Gershwin wie Porgy and Bess, die - neben vielen anderen Jazz-Größen - Miles Davis mit Summertime verewigte. Umgekehrt komponierten Persönlichkeiten wie Gershwin, Cole Porter und Bernstein mit zahlreichen Jazzelementen und schufen ein Material, das sich für Jazz-Interpretationen genial eignete. Ein Bericht von Cosmo Scharmer.

Claus Raible - Trio!

Der Münchener Claus Raible ist ein ungewöhnlicher Pianist. Er ist fest in der afroamerikanischen Tradition verankert, zu seinen Leitsternen gehören Bud Powell und Thelonious Monk, seine Musik ist Bop, pur und ungefiltert. Bop ist der Ausdruck seines swingenden Selbst. Raible lebt ihn, spricht ihn mit der Authentizität des Muttersprachlers, der Intensität eines Besessenen, der Souveränität des Insiders und der Originalität dessen, der längst mit stilistischen Elementen seiner Vorgänger seine eigene Ausdrucksform geschmiedet hat.

FLO - La Mentirosa

La Mentirosa erscheint am 13. Dezember 2019 und ist die neue und lang erwartete Platte von FLO. Es gilt als das dritte Kapitel eines außergewöhnlichen Abenteuers einer hochbegabten Sängerin, die zu einer der Besten ihrer Generation zählt. Zwei Jahre nach dem in Italien und Europa erfolgreichen Album “IL MESE DEL ROSARIO”, kommt hier eine fesselnde und erstaunliche Platte. Die Singer-Songwriterin mischt, kreiert und interpretiert verschiedene Genres mit ihrer Natürlichkeit und ihrem gewagten Look.

Andreas Schaerer & Hildegard lernt fliegen - The Waves Are Rising, Dear!

Der Berner Andreas Schaerer hat sich mit seinen jüngsten Projekten - von seinem ACT-Debüt, dem revolutionären Orchesterwerk “The Big Wig” für die Luzern Festspiele, über die Kooperationen mit Michael Wollny und Vincent Peirani bis zu seinem Quartett A Novel of Anomaly - als einer der herausragenden jungen Jazzer Europas etabliert. Als Komponist wie als Sänger, wobei Schaerer kein Jazzsänger im herkömmlichen Sinn mehr ist: Er ist ein Vokalartist, der mit seiner Stimme nahezu jedes Instrument und Geräusch imitieren, vom Crooner bis zum Heldentenor alle Gesangsparts einnehmen und dies auch auf völlig einmalige Art mehrstimmig übereinanderschichten kann. Das Bandprojekt, das ihn damit bekannt machte, das aber zugunsten der anderen Aktivitäten einige Zeit brach lag, ist jetzt wieder am Start: Hildegard Lernt Fliegen.

Es war Anfang der 70-ziger Jahre, ein Open Air Festival am Deutschen Eck in Koblenz. Die Band hieß Et Cetera. Der Mann an den Tasten war nicht zu übersehen, nicht zu überhören. Die Musik und seine Persönlichkeit überzeugten mich als jungen Mann ungemein. Er war einer der ersten Musiker, der mich mit der Faszination des Jazz bekanntmachte, mich spielerisch verführte. Nachruf von Cosmo Scharmer

Mariá Portugal, Foto: Filipe Franco

Mariá Portugal (São Paolo, Brasilien) 13. als improviser in residence des moers festival 2020. Als Schlagzeugerin, Komponistin, Produzentin und Sängerin ist Mariá Portugal in der brasilianischen Musikszene seit zwanzig Jahren aktiv und verstärkt stetig ihre Verbindungen zur europäischen Improvisierten Musik. Stark verwurzelt in der brasilianischen Gesangs-/Songwriting-Tradition und mit großem Interesse an elektronischer Musik konzentriert sie sich derzeit auf Improvisation und deren Einsatz in der Songkomposition und -performance.

Miles Davis - The Legendary Prestige Quintet Sessions

CA-Craft Recordings freut sich, die Veröffentlichung der Vinyl-Box-Set-Edition von The Legendary Prestige Quintet Sessions des Miles Davis Quintetts bekannt zu geben. Das Deluxe-Set mit sechs LPs präsentiert die Marathon-Sessions des Quintetts für das ikonische Jazz-Label, die zwischen 1955-56 aufgenommen wurden und aus denen klassische Alben wie "Cookin", "Relaxin", "Workin" und "Steamin" hervorgingen.

Nils Landgren & Jan Lundgren - Kristallen

Duo-Art – es ist die reduzierteste Form des miteinander Musizierens. Nicht minder reichhaltig und wenn's gelingt, die kleinste ›Bigband‹ der Welt – zwei auf sich allein gestellt, spontan und intensiv. Ein musikalischer Seiltanz ohne Netz und doppelten Boden. Mit „Kristallen“ stellen sich nun die beiden Schweden Nils Landgren und Jan Lundgren dieser Herausforderung.

Frank Sinatra, Foto © COFO Entertainment / Kary Lasch

Musicals sind etwa gleich alt wie der Jazz. Beide haben sich auch von Beginn an stark beeinflusst, haben sich des Materials des anderen bedient. Die Jazz-Musiker entnahmen Titel aus den Musicals und machten sie zu ihren Stücken und dabei weltberühmt. Umgekehrt komponierten Persönlichkeiten wie Gershwin, Cole Porter und Bernstein mit zahlreichen Jazzelementen und schufen ein Material, das sich für Jazz-Interpretationen genial eignete. Ein Bericht von Cosmo Scharmer.

Ben Williams Sound Effect: laut und gut

Bassisten mögen ja schon seit längerem der Rolle des reinen Rhythmusknechts entwachsen sein. Doch wirklich ins Rampenlicht schaffen es immer noch nur absolute Ausnahmetalente - und Ben Williams gehört dazu. Er hat sich sowohl als Sideman in der Band von Pat Metheny, als auch als Bandleader in die oberste Riege des internationalen Jazz katapultiert. Der aus Washington, D.C. stammende Musiker war übrigens auch Bassist der Begleitband beim Konzert "Sing The Truth", der Hommage an Nina Simone, auf den Jazz Open in Stuttgart diesen Sommer.  Reportage von Rainer Ortag - jazzreportagen.com

That´s Life - das Sinatra-Musical

Swing, Big Band und ganz viel Glamour: Das ist die Hommage an den legendären Entertainer. Frank Sinatra, einer der größten Entertainer der Welt, ist bis heute unvergessen: Seine Songs wie „My Way“, „Strangers In The Night“ oder „New York, New York“ bescherten ihm Weltruhm. Bis heute gilt er als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten im Musikgeschäft des 20. Jahrhunderts. Grund genug, um das Leben und Wirken Sinatras in einem einzigartigen Musical nachzuerzählen.