Jazz News

Viktor Lundin - Innan jag somnar

Mit seinem Debüt "Innan jag somnar" (was auf Schwedisch "Bevor ich einschlafe" bedeutet) versucht der Kontrabassist und Komponist Viktor Lundin, die Gefühle von Wahn und Erwachsenwerden - Themen, die in der Popmusik häufig vorkommen - in der zeitgenössischen Jazzmusik einzufangen.

Maria Baptist & Jan von Klewitz - Facing Duality

Der Titel der CD verrät die musikalische Absicht des Projektes. Die Dualität von sich gegenseitig beeinflussenden Kräften einer musikalischen Welt kreativ zu machen. Zwei Instrumente, zwei Persönlichkeiten sollen genügen: Der Flügel von Maria Baptist und das Altsaxofon von Jan von Klewitz. Der Rest ist Zauber, Inspiration und ein wenig Geheimnis. Nun, funktioniert solch ein hoher künstlerischer Anspruch? Der Berliner an sich würde beim Hören der CD sagen: Da kann man nicht meckern! Das wäre dann das höchste Lob, das nicht zu übertreffen wäre. Für Nicht-Berliner sind weitere Ausführungen sinnvoll.

Jazz À La Flute - Essenza

Zwei Richtungen oder gar Genres sind auf der CD zu finden: Latin Music und Jazz-Standards. Die latin inspirierten Themen beziehen sich auf die vielseitige Gitarrentradition Iberiens und Lateinamerikas – das mediterrane Italien einbezogen. Das sind eingängige, unkomplizierte und bekannte Titel für Liebhaber*innen der akustischen Gitarre, für Freunde rhythmisch akzentuierter Musik mit charmanten, folkloristisch inspirierten Melodien. Die andere Seite der CD spiegelt die Welt von Jazz-Standards wieder. Diese Welt wird mit den Klangfarben der Flöte bereichert, was bisweilen zu ungewöhnlichen, unerhörten Klängen führt. Die gilt es zu entdecken, besonders auf Essenza, dem Titelstück der CD.

Worldwide Sax Alliance (WSA) & JazzDayGermany stellt Ian Alihuen Elizondo vor

Ian Alihuen Elizondo, geboren in der Stadt Necochea (Provinz Buenos Aires, Argentinien), ist Bassist, Komponist und Improvisationskünstler der in Maldonado, Uruguay lebt. Er studierte Bild- und Sounddesign an der UBA (Universität von Buenos Aires). Gleichzeitig entwickelte Ian Elizondo seine Karriere als freischaffender Musiker, indem er Gitarre und Komposition bei Sergio Crotti und Instrumentalentwicklung und Improvisation bei Santiago Beis studierte. Im Jahr 2015 gründete er in Montevideo, Uruguay, mit renommierten lokalen Jazzmusikern das unabhängige Plattenlabel "Domus jazz" und ein Künstlerkollektiv.

Rembrandt Frerichs Trio - Graffiti Jazz

In seiner Jugend übten Graffiti eine intensive Anziehungskraft auf Rembrandt Frerichs aus. Er praktizierte es mit ganzem Herzen und es entzündete seine künstlerische Entwicklung. Obwohl sein Schwerpunkt in den letzten zwanzig Jahren auf dem Jazz lag, hat die Aufregung um Graffiti sicherlich in seinen Erinnerungen geschlummert.

JazzDayGermany

Soltau, 01.09.2020 | Am Sonntag, den 23.08.2020, trafen sich die Gründungsmitglieder von JazzDayGermany in Kassel. Als Resultat ist in Deutschland ein einzigartiger Verein entstanden, der nicht nur kulturelle Aktivitäten unterstützt, sondern auch Musiker aus aller Welt miteinander verbindet. Die Arbeit von JazzDayGermany e.V. basiert auf der Förderung aktiver Musikerinnen und Bands, die Jazz und zeitgenössische Musik darbieten.

Jazz Federation Hamburg

Die Jazz Federation Hamburg und die Fabrik kooperieren im September und Oktober 2020 für eine neue Konzertreihe unter dem Titel “Fabrik Sessions”. Damit findet eine lange Tradition von Jazzkonzerten in dieser legendären Halle ihre Forstsetzung.

Les Brünettes - 4

Juliette Brousset, Stephanie Neigel, Julia Pellegrini und Lisa Herbolzheimer haben das a-cappella Genre definitiv von Ballast und Regeln befreit. Vier musikalische Identitäten und Temperamente treffen immer wieder aufeinander. Vier gleichberechtigte Künstlerinnen, Sängerinnen, Songwriterinnen und Macherinnen: The female way of a cappella. Was entsteht ist unterhaltsam, anziehend und magisch wie das Leben selbst.

Vincent Peirani & Emile Parisien - Abrazo

Abrazo. Umarmung. Mal Engtanz, mal Nahkampf. Gibt es ein besseres Bild für das Duo von Akkordeonist Vincent Peirani und Sopransaxofonist Emile Parisien? „Es ist wie eine Ehe.“ sagt Peirani. „Am Anfang ist alles großartig, wunderbar, ein Paradies. Doch dann gibt es auch immer wieder Krisen, das ist ganz normal. Und jetzt gerade haben wir einfach eine riesen-Lust, zusammen zu spielen.“ Es dürfte nur wenige Musiker geben, die einander so gut kennen, wie Peirani und Parisien. Mehr als 1000 Konzerte haben die Beiden in den letzten knapp zehn Jahren zusammen gespielt, über 600 davon im Duo. Kennengelernt haben sie einander 2012 im Quartett des Schlagzeugers Daniel Humair.

Erdig-lichte Naturschönheit

Im Rahmen von Tanks Giving, dem Panzerhallen-Festival im Französischen Viertel, veranstalteten Jazz im Prinz Karl und der Jazzclub Tübingen am 27. August 2020 ein Konzert mit dem Jakob Manz Project. „Natural Energy“ – so heißt nicht nur der Titel der Debut-CD des Jakob Manz Projects, im Frühjahr 2020 beim Label ACT erschienen, sondern damit kamen die Nachwuchskünstler Jakob Manz (as), Hannes Stollsteimer (p), Frieder Klein (b) und Paul Albrecht (dr) auch in der Tübinger Panzerhalle auf die Bühne.

Harold López-Nussa - Te Lo Dije

Wenn Sie an einem normalen Tag durch die Straßen Havannas schlendern, werden Sie die Seele Kubas hören: Musik aus Privathäusern und lebhaften Restaurants, ratternde Fenster mit den darin stattfindenden Partys, pulsierende Nachtclubs mit tanzenden Menschenmassen. Auf seiner lebhaften und temperamentvollen dritten Aufnahme für Mack Avenue Records macht sich der in Havanna lebende Pianist und Komponist Harold LópezNussa daran, dieses mitreißende Gefühl mit einer berauschenden Verbindung von Jazz und kubanischer Popmusik einzufangen und den Zweiflern, die seine radikale Vision nicht teilten, trotzig Widerstand zu leisten.

Ulf Wakenius - Taste of Honey

Noch ein Beatles-Album? Als der schwedische Gitarrist Ulf Wakenius mit dem Vorschlag kam, eine Hommage an Paul McCartney einzuspielen, war Produzent Siggi Loch zunächst skeptisch.Gibt es doch bereits allzu viele Interpretationen der unsterblichen Beatles-Melodien. Doch die Leidenschaft, mit der Wakenius für eine Hommage an eines seiner Idole brannte, vor allem aber das Dreamteam und Allstar-Trio, das er mit Lars Danielsson und Magnus Öström dafür an den Start brachte, überzeugten Loch schließlich. Aber bei der Titelauswahl sollten Facetten McCartneys gezeigt werden, die nicht allzu bekannt sind.

Tigran Hamasyan - The Call Within

Eine Reise in die traumähnliche Innenwelt von Tigran Hamasyan: das neue Album "The Call Within" enthält zehn neue Kompositionen des facettenreichen, armenischen Pianisten. Von Hamasyan selbst produziert, ist "The Call Within" eine Reise in die traumähnliche Innenwelt des Künstlers, die in seinen Augen so real ist wie seine Physis. Hamasyan, der findet, dass "der Moment der unbewussten Kreation den Weg zum Bewusstsein ebnet", sagt: "Unaussprechliche Sekunden der Sehnsucht, unterschwellige Erkenntnisse und überwiegende Glücksgefühle, lassen den Körper zu einem Kunstwerk werden. Ein Gedicht oder eine Melodie wird ohne vordergründig-ersichtlichen Grund in die Welt gesetzt - damit die Menschheit entdecken kann, was unsichtbar ist: Das göttliche Mysterium."

Gregory Porter - All Rise

Beinahe vier Jahre sind verstrichen, seit Gregory Porter mit “Take Me To The Alley” sein letztes Album mit frischem Eigenmaterial herausgebracht hat. Vier Jahre, in denen der Sänger natürlich nicht untätig war. Denn in diesem Zeitraum nahm er für Decca den wunderbaren Nat-King-Cole-Tribut “Nat King Cole & Me” (2017) auf und veröffentlichte zudem zwei europäische Konzertmitschnitte: “Live In Berlin” (2016) und “One Night Only: Live At The Royal Albert Hall” (2018). Außerdem gab er sich als Gast die Ehre auf Einspielungen von Schlagzeug-Legende Louis Hayes (“Serenade For Horace”) und Jeff Goldblum (“I Shouldn’t Be Telling You This”).

Martin Wind, Philip Catherine & Ack Van Rooyen - White Noise

Wenn Lärm oder andere unangenehme Geräusche mit weißem Rauschen überlagert werden, empfindet sie das menschliche Ohr als weniger laut und störend. Dieses heilende Prinzip aus der Psychoakustik lässt sich wunderbar auf Musik übertragen - wie der Bassist Martin Wind eindrucksvoll beweist. Der gebürtige Flensburger zählt zu den deutschen Aushängeschildern in der New Yorker Jazz-Szene.

Alan Wakeman Octet - Broadcasts 1969 And 1979

"The next young generation of British Jazz" wurde schon oft auf die Jazzszene Londons angewandt, aber diese Schlagzeile von Melody Maker wurde schon 1970 verwendet, um Alan Wakeman und seine Band zu beschreiben. Und wenn ein Prototyp für Binker und Moses' eindringlich energetischen Sound gesucht wird, wird man kaum einen näheren Verwandten finden als den zweiten Teil des Höhepunktes von Disc 1 "Dreams".

INNtöne 2020

Weder die Corona noch das gewaltige Wetter haben geschafft den Organisator Paul Zauner aufzuhalten. Unter anderen Jason Rebello, Elina Duni oder Zhenya Strigalev aus UK, Hildegun Oiseth Quartet aus Norwegien oder Beate Wiesinger aus Österreich kamen auf die, zum ersten Mal, unter dem freien Himmel gestellte Bühne.

Nubya Garcia - Source

Die preisgekrönte Saxophonistin und Komponistin Nubya Garcia kündigt ihr Debütalbum Source an. Das von Garcia selbst in Zusammenarbeit mit dem gefeierten Produzenten Kwes (Bobby Womack, Solange, Nerija) produzierte Album wird nach der Veröffentlichung der Lead-Single "Pace" und einem mitreißenden Live-Auftritt bei BBC's 2020 Glastonbury Experience angekündigt. Source erforscht einen mehrdimensionalen Jazz-Sound, der mit Soul, afro-diasporischen Klängen und Andeutungen von Dub-Step überlagert ist.

Christian Elsässer & WDR Big Band - Spurensuche

Die Struktur der Titel der CD springt in Ohr und Auge. Die hervorragenden Kompositionen und Arrangements von Christian Elsässer sind den Solisten auf den Leib geschrieben, maßgeschneidert. Jeder Titel hat seinen Solisten oder seine Solistin mit den zugehörigen Instrumenten. Alle Solisten haben die Chance, die Titel mit ihren Improvisationen zu perfektionieren: Fokus auf … oder Featuring ... Mehr dazu später. Die ausgezeichneten Bläsersätze charakterisieren die gesamte CD. Die Scheu, das Adjektiv perfekt zu verwenden, ist berechtigt, da oft inflationär verwendet. Anders gesagt: es ist schwierig sich vorzustellen, wie die Bläsersätze der WDR Big Band besser gespielt werden könnten. Anders sicherlich, aber nicht besser.

Tim Thornton - Little One

Der in London geborene Bassist Tim Thornton (*1988) gewann 2013 den British Jazz Award in der Kategorie "Rising Star", nachdem er sein Debütalbum "New Kid" veröffentlicht und auf Tournee gebracht hatte. 2016 erschien sein zweites Album "The Feel Good Place". Little One ist die dritte Veröffentlichung und sein Debütalbum bei AMP Music & Records. Es enthält eine Reihe von Originalkompositionen, die seine Reise in die Vaterschaft zum ersten Mal erkunden.

Victor Gelling's T.P.C.M. - Everything I Glue Together Falls Apart

Zwischen Verspielheit und Forschertum: Ein Debüt, das abseits von Tradition und Zwang in seinen Bann zieht. Der Jazz zeichnet sich seit jeher durch seine immense Formbarkeit aus. Oft beeinflussten allerlei andere Stile diesen nachhaltig. Das Spektrum der Stile, Kombinationen und Gestaltungsebenen erweitert sich von Tag zu Tag, sodass die Möglichkeiten annährend grenzenlos erscheinen. Die Freiheit, mit dem Vorhandenen bis zur entgültigen Zersetzung herumzuspielen, wirkte nie einladener als heute. Das Debütalbum „Everything I Glue Together Falls Apart“ der Formation T.P.C.M. unter der Leitung des Bassisten Victor Gelling greift dieses Prinzip als radikale Spielhaltung auf.

Antonino Restuccia

Im Rahmen des Projekts der Synergie zwischen lateinamerikanischen und europäischen Musikern stellt heute Worldwide Sax Alliance (WSA) & JazzDayGermany Antonino Restuccia vor. Antonino Restuccia ist ein uruguayischer Jazzmusiker. Er ist Kontrabassist, Bassist und Komponist, geboren in Montevideo, Uruguay. Er veröffentlichte "La Búsqueda de la Escencia" (2012), "Océano" (2016), "Otro Camino" (2020) als Leader und Komponist und hat als Mitwirkender an mehr als 30 Alben gearbeitet.

Julia Kadel, Foto: Lisa Wassmann

Essen. Zum Start der neuen „Jazz in Essen“-Saison kommt am 20. September eine Frau ins altehrwürdige Grillo-Theater, die es nach Jutta Hipp (1956) als erste und bis heute einzige deutsche Jazzmusikerin geschafft hat, vom legendären Blue-Note-Label veröffentlicht zu werden, und das schon mit ihrem Debütalbum: Julia Kadel. Damit nicht genug: Die ehemalige Psychologiestudentin ist nicht nur eine der bemerkenswertesten Newcomerinnen der letzten Jahre, mit ihrem Auftritt am 20. September in der Ruhr-Metropole ist sie dann auch die 23. Preisträgerin des Essener „Jazz Pott“.

Oscar Jerome - Breathe Deep

Jazz hören lernen – dafür wär' doch jetzt Zeit! Garantiert unanstrengend auch für Pop-Fans wird das Dank den Bemühungen einer neuen Generation der Londoner Jazz-Szene. Deren Platten werden mittlerweile nebst Coffee Table-Books vom Taschen-Verlag & Co. wie Statussymbole für den Kopf ausgelegt. Essentieller Teil und der Robin Hood dieser Szene, Oscar Jerome, hat am 14. August sein Debütalbum "Breathe Deep" veröffentlicht. Der selbsternannte Kontroll-Freak verbindet introvertiertes Songwriting, Schwarze Musiktraditionen und westafrikanische Einflüsse mit beneidenswerter Nonchalance.

Bill Frisell - Valentine

Bill Frisell ein stilistisches Chamäleon zu nennen wäre fast untertrieben. Von Avantgarde bis zu introvertierter Balladenkunst, von klassischem Gitarrenjazz à la Jim Hall bis hin zu Country-Klängen hat der Amerikaner bereits in diversen Stilen brilliert. Auf seinem letzten Album „Harmony“ präsentierte er ein neues, Genregrenzen überwindendes Quartett mit Sängerin und Geigerin Petra Haden (Tochter von Charlie Haden), Cellist und Vokalist Hank Robertson sowie Multiinstrumentalist und Sänger Luke Bergman, und mischte Jazz-, Pop- und Folk-Songs zu einer melancholischen Melange.

Nils Wogram, Foto: Corinne Haechler

Labels gibt’s wie Sand am Meer. Brauchen wir speziell im Jazzbereich noch mehr Plattenfirmen, deren Flut an Produkten kaum noch vermittelbar ist? Definitiv nicht. Was wir brauchen, sind andere Labels. Plattformen, die sich ebenso den Interessen der Musiker wie den Bedürfnissen des Publikums öffnen und nicht ausschließlich nach Maximen der Gewinnoptimierung arbeiten. Multiplikatoren, deren Katalog eng mit dem Standing einer Person verbunden ist, die für ihre Veröffentlichung auch Gesicht zeigt. Eines dieser Labels ist nWog, das in diesem Jahr tatsächlich schon sein zehntes Jubiläum feiert. Und wie das Logo bereits andeutet, wird es von einem der renommiertesten und glaubwürdigsten Jazzmusiker Europas geleitet, von Nils Wogram.

Kintopf / Fox - Cellz

Manche Klänge trägt man bereits ein Leben lang in sich, bis man erkennt, dass es genau jene sind, nach welchen man stets auf der Suche war. Eben diesen Klängen gehen die beiden Musiker Roger Kintopf und Victor Fox auf den Grund. Aus Texturen, Konzepten und Kompositionen formen sie eine Klangwelt, die sie über einen Zeitraum von nun mehr als 3 Jahren immer wieder zusammen entwickelt, umgewandelt, erweitert und aufgebrochen haben.

Kuba Płużek Quartet - Froots

Kuba Płużek ist eine rebellische Figur in der musikalischen Welt des polnischen Jazz und zugleich ein kühner Virtuose, der in fesselnden Kompositionen Phrasen bricht und zerreißt, auf einer dünnen Linie der Harmonie balanciert und dem Hörer die Welt des wahren Weltklasse-Jazz erschließt. Geboren 1988 in Krakau, studierte er an der Musikakademie in Kattowitz an der Fakultät für Jazz und Popularmusik. Er ist einer der talentiertesten und kreativsten Instrumentalisten in der polnischen Jazzmusikszene. Sein Werk zeichnet sich durch eine außerordentliche musikalische Phantasie, perfekte Beherrschung des Instruments und eine beeindruckende Ausdruckskraft aus.