Jazz News

Kinga Głyk - Feelings

Kinga Glyk ist ein Phänomen! Die junge Virtuosin macht auf „Feelings“ ihren Bass zum Ventil ihrer Emotionen. „Ich kann nicht so gut singen, deswegen spiele ich Bass“, sagt Kinga Glyk. Das klingt, gemessen an dem Rummel, der seit gut zwei Jahren um sie gemacht wird, beinahe verdächtig bescheiden. Und doch drückt die Bassistin aus Polen mit diesem knapp formulierten Satz exakt aus, worum es auf ihrem neuen Album „Feelings“ geht. Mit einzigartiger Kunstfertigkeit und Lässigkeit, lässt sie ihren Bass Geschichten erzählen.

Andreas Hellkvist - Becoming

Mit "Becoming" präsentiert Andreas Hellkvist mit seinem zweiten Soloalbum eine neue Sicht auf den Sound und den Stil des Orgeltrio-Formats. Eine Reise in den Jazz und benachbarte Genres mit eigenen Kompositionen. Im Mittelpunkt steht natürlich die Hammondorgel, aber seine Musikerkollegen Samuel Hällkvist an der Gitarre und Daniel Olsson am Schlagzeug, jeweils auf ihre Weise, spielen eine wichtige Rolle bei der Klanggestaltung des Trios.

Maciej Obara Quartet - Three Crowns

Das halb polnische, halb norwegische Quartett unter der Leitung des temperamentvollen Altsaxophonisten Maciej Obara gewinnt derzeit als eine der spannendsten Gruppen der zeitgenössischen Jazzszene stetig an Bedeutung. Sowohl die Band als auch ihr ECM-Debüt "Unloved" wurden 2018 in Polen mit dem Fryderyk-Preis ausgezeichnet, Anfang 2019 belegte das Obara Quartett auch den ersten Platz bei den BMW Jazz Awards in München.

e.s.t. - Esbjörn Svensson Trio - e.s.t. Live In Gothenburg

Am 10. Oktober 2001 spielte das Esbjörn Svensson Trio e.s.t. ein Konzert im Konzerthaus des schwedischen Göteborg. Im Nachgang wird Svensson dieses immer wieder als eines der besten bezeichnen, die das Trio je gespielt hat. Der Abend, dessen Mitschnitt nun auf „e.s.t live in Gothenburg“ erstmals als Album erscheint, war einer jener Glücksmomente, wie Svensson sie beschrieb.

4 Wheel Drive - Live

„Zu viert im Jazz-Olymp“, schrieb die Neue Zürcher Zeitung über das Studioalbum 4 Wheel Drive und das ZDF Heute Journal berichtete über „vier erste-Liga-Jazzer mit reiner Spielfreude und Lust an guter Popmusik“. Vier Monate in Folge thronte das Album auf dem Podium der offiziellen Deutschen Jazz-Charts, jetzt erscheint die Live-Version.

Nguyên Lê - Overseas

Der als Gitarrist Nguyên Lê ist nicht nur wegen seiner unverwechselbaren Technik ein großer des Jazz und Stilist von eigenem Rang. Er war von Anfang an auch ein Mittler zwischen den Kulturen. „Ich bin als Sohn vietnamesischer Eltern in Frankreich geboren. Als Künstler begann ich, meine eigene Identität aufzubauen, mit der Kultur meiner Eltern und der des Landes, in dem ich lebte. Und ich bin nicht allein. Diese Erfahrung haben viele und sie kann geteilt werden, überall auf der Welt, nicht nur von Vietnamesen“, sagt Lê.

Veronica Swift - Confessions

Mit gerade einmal 25 Jahren hat sich Veronica Swift einen Lebenslauf erarbeitet, um den selbst viele Spätkarriere-Jazz-Sänger sie beneiden würden: Tourneen als Sängerin mit Wynton Marsalis, dem Jazz at Lincoln Center Orchestra und Chris Botti; eine Gastzusammenarbeit mit Michael Feinstein; Engagements in A-List Clubs wie Birdland, Jazz Standard, Dizzy's Club und Jazz Showcase; Auftritte bei Top-Festivals wie Monterey, Montreal und Telluride, wo sie Schlagzeugerin war.

Kirk Whalum - Humanité

Humanité ist anders als jedes Album, das der Grammy-Gewinner Kirk Whalum jemals gemacht hat - das synergetische Ergebnis von Begegnungen und Beziehungen, die auf und neben der Bühne mit einigen der besten Plattenkünstlern aus der ganzen Welt geknüpft wurden.

Nicole Johänntgen im Interview mit Cosmo Scharmer von Jazz-Fun.de

Nicole Johänntgen im Interview mit Cosmo Scharmer von Jazz-Fun.de
Aufgenommen am 23.09.2019 vor dem Solo-Konzert in der Berliner Petruskirche

Maria Mendes - Close To Me

Maria Mendes ist Jazz-Sängerin - mit Leib und Seele. Für ihr aktuelles Album erkundet sie jedoch ein ganz anderes Genre, den Fado aus ihrer Heimat Portugal. Die Ergebnisse dieser einzigartigen Umsetzung sind überraschend und erfrischend und durch und durch eindrucksvoll. „Ein symphonischer Jazz-Ansatz zum Fado“, so beschreibt die Sängerin und Songwriterin Maria Mendes die Musik auf ihrem neuen Album Close To Me. „Es ist kein Fado“, betont sie sofort. „Ich habe nur die Musik und Poesie aus diesem Genre verwendet, aber eine ganz persönliche Interpretation vorgenommen, mit neuen Arrangements.“

Marek Napiórkowski - Hipokamp

Eine völlig neue Darstellung von Marek Napiórkowskis künstlerischer Entwicklung zum 30-jährigen Jubiläum seiner musikalischen Arbeit! Marek Napiórkowski - führender polnischer Gitarrist und Komponist. Seit Jahren versteht er sich als vielseitiger Künstler. Jedes musikalische Projekt, das er unternimmt, führt die Zuhörer in neue, faszinierende musikalische Welten.

Florian Hoefner Trio - First Spring

Einfachheit und Komplexität, Raues und Feines, Tradition und Moderne, all das bringt das neugegründete Florian Hoefner Trio auf seinem aktuellen Album "First Spring" zusammen. Der Pianist und Komponist Florian Hoefner, Jahrgang 1982, ist weltweit in der Jazzszene präsent, mit der 2005 gegründeten Band "Subtone" und mit seiner "Florian Hoefner Group". Aus dem fränkischen Höchstadt an der Aisch stammend, lebt Hoefner nach langjährigen Aufenthalten in Berlin und New York seit 2014 in St. John's.

Brot & Sterne - Tales Of Wanderlust

Vor gut zwei Jahren erschien das Debütalbum dieser österreichischen All Star-Band, deren Sound mindestens so individuell ist, wie es die ungewöhnliche Instrumentenliste verspricht. Mit Tales Of Herbst hinterließen die musikalischen Geschichtenerzähler 2017 tiefe Eindrücke bei Publikum und internationalen Medien. Das Jazzpodium erkannte „...eine genreübergreifende Musik der zarten Töne und feinsinnigen Entwicklungen. Jazzidiom, Improvisation, Folklore und Ethno verknüpfen diese drei Könner zu einer ganz eigenen World Music.“

Lukas Mantel Sextet - Vardah

Vardah, das Urdu-Wort für Rose und der Name eines Zyklons, den Lukas Mantel in Chennai erlebte, ist das, worum es in dieser Band geht. Obwohl die Kraft der Musik kontrollierter und nicht so ungehemmt ist wie der tropische Wirbelsturm, ist sie definitiv immer noch wild und unberechenbar!

Ullmann, Lüdemann, Schaefer, Potratz - microPULS

Das Entdecken neuer Ufer und die Sehnsucht nach den Wurzeln afro-amerikanischer Musik – zwischen diesen Extremen bewegt sich die Musik von mikroPULS: Dieses Experiment mit Mikrotonalität ist die ideale Verbindung zwischen intellektuel­ler Herausforderung und all jener afro-amerikanischer Erfahrung, aus dem der Jazz sich entwickelt hat und in der auch alle vier Musiker dieses Albums stehen: dem Blues.

Nils Wogram Nostalgia - Things We Like To Hear

Berühren oder beeindrucken – das ist hier die Frage. Und zwar die einzige Frage, die auf „Things We Like To Hear“, dem fünften Album von Nils Wograms Trio Nostalgia zählt. Posaunist Nils Wogram, Drummer Dejan Tersić und Organist Arno Krijger machen es dem Hörer leicht. Mit einer verbindlichen Dub-Melodie starten sie entspannt in ein Album, dessen eingeschlagene Leichtigkeit sie auch in den folgenden acht Songs aufrecht erhalten. Sie lassen alles weg, was weggelassen werden kann und konzentrieren sich aufs Wesentliche. Wogram hat oft genug gezeigt, dass er komplexe Ideen umzusetzen weiß, aber jetzt schlägt er einen neuen Weg ein.

Jazzfestival Esslingen - Wolfgang Muthspiel

Das Wolfgang Muthspiel "Large Ensemble" feat. Ambrose Akinmusire war im Rahmen des Jazzfestival Esslingen im SpardaWelt Eventcenter in Stuttgart zu Gast. Musikerinnen und Musiker aus neun Nationen wollten mit Muthspiels Worten "einer Art Kammermusik frönen, die sinnlich und hypnotisch die Tugenden des Jazz und der klassischen Musik vereint". Reportage von Rainer Ortag - jazzreportagen.com

Clemens Gutjahr Trio - Monster

Ungeheuer lebendig und mit der Verführung eines Muskatcookies vermischt das Trio modernen Jazz mit elektronischen Elementen. Dabei kann es leicht geschehen, dass sich ein Space Captain in Rauch und Rot verliert, um gemütlich einen Café Corretto mit einem Hauch Luftmus zu genießen.

Marc Böttcher und Patrick Römer im Gespräch mit Cosmo Scharmer von Jazz-Fun.de

Ein Gespräch über "Sing! Inge, Sing! Der zerbrochene Traum der Inge Brandenburg". Ein Film von Marc Boettcher, Deutschland 2011, 118 Minuten Deutschlandfunk, Der Dokumentarfilm „Sing! Inge, Sing!“ wurde im Herbst 2011 fertiggestellt und in den Kinos gezeigt.

Art Blakey and the Jazz Messengers - The Art Of Jazz

„Die Jazz Messengers" der amerikanischen Drum-Legende Art Blakey galten als so etwas wie eine Universität des Modern Jazz, lange bevor es derartige Bildungseinrichtungen überhaupt gab. Generationen von namhaften Musikern gingen durch die Schule des in Pittsburgh/Pennsylvania geborenen Bandleaders. Ein Messenger zu sein, kam einem Ritterschlag gleich.

Evgeny Sivtsov - Zoo

Mit der Veröffentlichung von Zoo stellt Rainy Days Records stolz die virtuose, eigenwillige Trio-Musik des in Moskau geborenen und in Moskau ansässigen Komponisten-Pianisten Evgeny Sivtsov vor. Aufgenommen im Jahr 2017, gegen Ende von Sivtsovs neunjährigem Aufenthalt in New York City, umfasst die selbstfinanzierte Produktion sechs Originalkompositionen, von denen jede eine individuelle Klangwelt präsentiert, die experimentell und doch fundiert, sardonisch und doch zart ist, durch das fließende Klavierspiel des Leaders geprägt.

Portico Quartet - Memory Streams

Portico Quartet haben ihr fünftes Studioalbum veröffentlicht: mit "Memory Streams" setzen die Briten damit jene musikalische Exkursion fort, die sie schon vor mehr als 10 Jahren mit dem für den Mercury Prize nominierten Debütalbum Knee Deep In The North Sea (2007) begonnen hatten.

Ron Carter - Foursight - Stockholm Vol.1

Behutsam vibrieren die Saiten. Punktgenauer Ton, bedingungslos klar. Und leise. Die längsten Finger des Jazz tanzen scheinbar schwerelos auf dem Holzsteg entlang; sehnig, filigran und elegant. So wie Ron Carter klingt kein anderer. Sein Kontrabass fabriziert häufig einen knackigen Groove wie ein E-Bass, und doch ist es immer klar definierbar der Sound eines klassischen Instruments.

Morgenthaler-Röllin-Ruben - Mister Z

Eigentlich ist es kein allzu großes Geheimnis. Hinter dem mystischen Projektnamen "Mister Z" verbirgt sich niemand Geringeres als Frank Zappa, der Großmeister der musikalischen Fusion, mit dem sich viele unmögliche Elemente zu einem erstaunlich stimmigen Ganzen verbinden ließen. Hat er nicht auch den legendären Satz geschrieben, den die Leute auch heute noch gerne verwenden, dass Jazz nicht tot ist, sondern nur ein wenig lustig riechen würde?

Gary Smulyan & Ralph Moore Encounter Quintet

Im Rahmen des Jazzfestival Esslingen veranstaltete der Jazzkeller Esslingen das Konzert mit dem Gary Smulyan & Ralph Moore Encounter Quintet. Ein energetisch-swingendes Klangerlebnis, das noch lange nachklingen wird. Reportage von Rainer Ortag - jazzreportagen.com

Zwitschermaschine - System For Us

Das Debütalbum von Mark Weschenfelders Zwitschermaschine hat einen vollkommen eigenständigen Charakter. Krautrock, Psychedelisches, Ambient, Groove und Post-M-Base schimmern durch. Doch es bleibt etwas unverwechselbar Eigenes im losgehenden Fluss der Ereignisse. Man hört etwas Fremdes, doch während man das tut, wird es immer vertrauter.

Das Noah Preminger Quartet aus New York jazzt erstmals im Pappelgarten

Spielerische Virtuosität und polyphone Strukturen sind Kennzeichen dieses klavierlosen Quartetts, das mit publikumswirksamer Eingängigkeit aufwartet: Das Noah Preminger Quartet negierte im Pappelgarten musikalische Grenzen und sorgte gleichzeitig für beste Stimmung. Nur wer den ganzen Kosmos der Töne und Harmonien beherrscht, kann es sich leisten, mit zwei Bläsern, aber ohne Harmonieinstrument aufzutreten. Nur wer sein Instrument bis in den letzten Oberton kennt, darf es so prusten, jaulen, schmieren und quietschen lassen wie Noah Preminger. Reportage von Rainer Ortag - jazzreportagen.com

ruben giannotti_jazz orchestra - fragment

Das hochkarätig besetzte Ensemble wurde 2019 von Ruben Giannotti ins Leben gerufen. Im Zentrum der Debut-Produktion steht die fragment Suite für Big Band, in der sich der Komponist intensiv mit Perspektivwechseln und der Beziehung zwischen der elektronischen und händischen instrumentalen Tonerzeugung beschäftigt hat. Das Resultat ist ein organisches Gemenge aus klassischen Big-Band-Topoi, Beats, Samples und generativen Automaten, die sich in jeder Schicht entfalten und nicht eineindeutig auf bestimmte Bereiche beschränkt werden.

Joshua Redman & Brooklyn Rider - Sun On Sand

Die Musik dieser Aufnahmen entstammt „Aspects Of Darkness And Light“, einer Suite für Tenor Saxofon, Streichquartett, Bass und Percussion, die vom Seattle Commissioning Club in Auftrag gegeben wurde und am 24. April 2014 in der Londoner Wigmore Hall uraufgeführt worden war

Bill Frisell - Harmony

Mit seinem Blue-Note-Debüt verspricht Bill Frisell ein wenig Harmonie in unsere unharmonischen Zeiten zu bringen. Auf „Harmony“ präsentiert der Gitarrist, der bereits auf Blue-Note-Alben von u.a. Norah Jones, John Scofield und Charles Lloyd mitspielte, ein Programm aus Eigenkompositionen, einer gemeinsamen Komposition mit Elvis Costello und vereinzelten Jazz- und Roots-Music-Klassikern.