Jazz News

Gretchen Parlato - Flor

Gretchen Parlato ist zurückgekehrt, nicht nur in die Tonträgerindustrie, sondern auch zu sich selbst, mit ihrem neuen brasilianisch inspirierten Projekt Flor. Flor, portugiesisch für "Blume", ist die künstlerische Verkörperung des tiefen Eintauchens der GRAMMY®-nominierten Sängerin in die Mutterschaft während der letzten sechs Jahre, ein metamorphes Raumintervall, das es Parlato ermöglichte, die Fülle ihres Wesens durch eine neue Perspektive zu entdecken.

jazzahead! Festival 2021

Den 10. Geburtstag des Festivals begeht mit einem Programm, das trotz Pandemie und Unwägbarkeiten, Musik und Kultur feiert. Das jazzahead! Festival war immer schon interdisziplinär angelegt und als Zusammenspiel mit lokalen Institutionen. Erstmalig kooperiert jazzahead! mit dem Filmfest Bremen zum Super-8-Abend am 17. April um 20 Uhr aus dem Theater Bremen. Jubiläumsabend wird am 23. April aus dem Sendesaal Bremen mit Gästen und dem Rebecca Trescher Tentett gefeiert.

Jazz Federation Hamburg: musikalischer Neustart mit spannenden Projekten

Mit zwei größeren Projekten startet die Jazz Federation Hamburg in die sich hoffentlich bald einstellende Normalität nach Corona: mit dem Videoprojekt „Jazz goes to School“, das Schülern den Zugang zum Jazz zeigen und öffnen will, sowie mit einer neuen Konzertreihe unter dem Titel „Mycelium“ im TONALi-Saal, die Verbindungen zwischen Jazz, anderen Kunstarten sowie unterschiedlichen gesellschaftlichen Teilbereichen aufdecken soll.

Edi Nulz - Meganan

Auf „El Perro Grande“ (2018) drangen sie in die unendlichen Weiten unseres Sonnensystems vor, nun sind Siegmar Brecher, Julian Adam Pajzs und Valentin Schuster doch wieder auf dem Heimatplaneten gelandet. Wo genau, das wollen sie uns nicht so einfach verraten. Einmal klingt es nach Indonesien, dann nach Mexiko, oder doch nach Indien? Sind wir da in Vietnam? Im Wilden Westen? Oder in einem idyllischen Alpental? Sind das nicht vielleicht die Straßenschluchten einer amerikanischen, chinesischen oder europäischen Großstadt?

Fried Dähn - Now & Then

Der tiefergelegte Bass des Cellos bahnt sich den Weg durch die Nacht, ein Digeridoo-Sound brummelt archaisch dazu, bevor sich einer dieser leichthändigen Melodiebögen Fried Dähns über einen kniffligen Groove legt undalles bündelt, was den Tübinger E Werker und dieses Album auszeichnet. Er will bei der musikalischen Linienführung gar nicht verhehlen, dass er in den Siebziger Jahren musikalisch im Spagat zwischen Klassik, dem guten alten Jazzrock oder sperrigen Giganten wie einem Frank Zappa sozialisiert wurde.

Connie Han - Iron Starlet

Mit der Veröffentlichung ihres Debüts der Mack Avenue Music Group im Jahr 2018, Crime Zone, erregte die Pianistin/Keyboarderin Connie Han die Aufmerksamkeit der Jazzwelt und etablierte sich fest als schnell aufsteigender Star in der Szene. Dieser Aufstieg in der Stratosphäre setzt sich in ihrem fesselnden Nachfolger Iron Starlet fort. Cosmo Scharmer hat sich diese Platte angehört und eine Rezension darüber geschrieben.

#jazzbrauchtdialog: Interessenverbände in Bund und Ländern rufen Jazz- und Politikschaffende zum Gespräch auf

Berlin, 7.4.2021 | #jazzbrauchtdialog – unter diesem Hashtag ruft die Deutsche Jazzunion gemeinsam mit den Interessenverbänden in den Bundesländern und Metropolregionen Jazzmusiker*innen und politische Mandats- und Entscheidungsträger* in ganz Deutschland zum Dialog auf.

David Helbock - The New Cool

„Ich habe mich nach musikalischer Entschleunigung gesehnt“, sagt David Helbock, als er über sein neues Trio mit Arne Jansen und Sebastian Studnitzky spricht. Was er meint, wird klar, wenn man auf sein vorheriges Projekt zurückschaut, Random Control: „Mit unzähligen Instrumenten haben wir hier hantiert, sie während der Stücke mehrfach gewechselt und viele Noten gespielt. Das war oft ziemlich wild.“ Und das neue Trio? „Da geht es darum, Stimmungen zu kreieren und um Emotionen. Emotionen sind das wichtigste in der Musik.“

Brotherly - Analects

Brotherly baute eine Brücke zwischen Jazz und experimenteller Tanzmusik und war eine der kreativsten Bands, die Mitte der 2000er Jahre aus Großbritannien hervorgingen. Die Sängerin und Pianistin Anna Stubbs und der Multiinstrumentalist Rob Mullarkey studierten Jazz am Leeds College of Music und an der Guildhall School of Music und tauchten dann in die Londoner Clubkultur ein, insbesondere in die Broken-Beat-Szene, die um Nächte wie Co-Op wuchs.

Dr. Lonnie Smith - Breathe

Der legendäre Hammond-B-3-Organist Dr. Lonnie Smith hat über dreißig Alben als Leader aufgenommen, aber seine Lieblingsumgebung, um seine Kreativität zu dokumentieren, ist live. "Es ist so schwer, im Studio einzufangen, was ich in dem Moment fühle", sagt er. "Mich live zu hören, bedeutet, mich im Moment spielen zu sehen. Es ist ein guter Vibe. Es ist eine liebevolle Situation."

Online-Jazzserie Old Fashioned Sleepless Nights startet CROWD auf Satrtnext

Jazzkonzert trifft auf Reality: Sängerin Anna Margolina und Pianist Kenneth Berkel entwickeln ein digitales Konzertformat, das mit der Zeit gegangen ist. Ehrliche Gespräche, Live-Musik und viel Raum für Spontanität - die Videos werden nicht geschnitten, die Crew redet mit. Ihr seht, wie Songs entstehen, wie gearbeitet und zusammen gelacht wird! Unterstützt uns bei einer neuen Staffel der "Old Fashioned Sleepless Nights".

Uassyn - Zacharya

Alles andere als gewöhnlich - das könnte das Motto des jungen Schweizer Trios UASSYN sein. Obwohl die Band mit Saxophon, Bass und Schlagzeug eine Besetzung hat, die in der Jazzgeschichte eine lange Tradition hat, klingt sie alles andere als traditionell. Das liegt an den ungewöhnlichen Patterns, die Schlagzeuger Vincent Glanzmann trommelt, an dem ruhigen Bass, den Silvan Jeger zupft, und an dem einzigartigen Sound, den Tapiwa Svosve aus seinem Altsaxophon herausholt.

Kali Trio - Loom

Die drei Schweizer Musiker Nicolas Stocker (Drums), Urs Müller (E-Gitarre) und Raphael Loher (Piano) weben auf ihrem musikalischen Webstuhl lustvoll, frisch und gekonnt die verschiedenen Fäden ihres Stil-Backgrounds zusammen. Die gemeinsam als Organismus geschaffene Musik lädt sich in den vier Tracks und in der Gesamtdramaturgie des Albums kontinuierlich auf und entfaltet subtil und unaufhaltsam ihren rhythmischen Sog und ihre geheimnisvolle Atmosphäre.

Christoph Neuhaus - Ramblin Bird

Der vielseitige Stuttgarter Gitarrist & Songwriter Christoph Neuhaus präsentiert mit seiner 5. Studioproduktion RAMBLIN BIRD eine aussergewöhnliche Collage aus Groove, Jazz, Blues & Folkmusic. Ein persönliches wie authentisches Album, bei dem der Protagonist nicht nur die Musik sondern erstmals auch alle Songtexte und das Artwork geschaffen hat.

Adrien Brandeis Quintet bei der jazzopen Stuttgart 2019

2018 erhielt Brandeis den von Mikhail Fridman gestifteten und sehr begehrten „LetterOne RISING STARS Jazz Award“, mit dem jährlich junge Jazztalente aus Europa ausgezeichnet werden. Im selben Jahr, noch während seines Studiums, begann er die Arbeit an seinem Debüt-Album „Euforia“, das hier im Alten Schloß vorgestellt wurde.

GRAMMY 2021 - John Beasley gewinnt Bestes Arrangement, Instrumental oder A Cappella

Kein Jazzkünstler hatte bei dieser Grammy-Verleihung mehr Nominierungen als John Beasley, der in den Kategorien Bestes Album für ein großes Jazz-Ensemble (für MONK'estra Plays John Beasley), Bestes Jazz-Vokal-Album (für Somi's Holy Room, das von ihm arrangiert und dirigiert wurde), Bestes Arrangement, Instrumente und Gesang (für seine Arbeit mit Maria Mendes) und Bestes Arrangement, Instrumental oder A Cappella, vertreten war. Den letzten Preis gewann er für eine Latin-angehauchte Version von Charlie Parkers "Donna Lee".

Bahnbrechende Komponistin und Orchesterleiterin Maria Schneider gewinnt zwei Grammy Awards

Die bahnbrechende Komponistin und Orchesterleiterin Maria Schneider hat zwei Grammy Awards gewonnen: Best Instrumental Composition für "Sputnik" und Best Large Jazz Ensemble Album für ihr aufschlussreiches Doppelalbum Data Lords. Inspiriert von den widersprüchlichen Beziehungen zwischen der digitalen und der natürlichen Welt, ist Data Lords (Juli 2020, ArtistShare) mit dem Weltklasse-Orchester Maria Schneider eingespielt.

Rick Simpson - Everything All Of The Time: Kid A Revisited

Rick Simpsons makellose Technik und unruhige Fantasie haben ihm einen Platz an der Spitze der zeitgenössischen britischen Musik eingebracht. Er ist gleichermaßen zu Hause, um die Tradition zu erkunden oder furchtlos gegen die Grenzen zu gehen, und jetzt steht seine einzigartige kreative Stimme wieder im Rampenlicht mit einem typisch eigenwilligen Projekt: einer Neuformulierung von Radioheads Kid A-Album mit zehn Originalarrangements des gespielten Quellmaterials von einer All-Star-Band gleichgesinnter musikalischer Außenseiter.

Bill Evans & The Spy Killers! bei der jazzopen Stuttgart 2019

Bill Evans ist immer für eine musikalische Überraschung gut. Sein neuester Streich ist die Band „The Spy Killers“. „Wir werden hartgesottenen Funk, Soul und Jazz-Rock spielen.“ versprach er vor dem Konzert. Anschließend Gehörtes gab ihm 100%ig Recht. Für seine „Spy Killer“ hat er sich auch eine gute Auswahl getroffen.

Orlando Le Fleming - Romantic Funk: The Unfamiliar

„Outstanding“ ist ein überstrapazierter Begriff, der jedoch auf den Bassisten Orlando le Fleming so konsequent angewendet wird, dass ihre Rechtfertigung nicht geleugnet werden kann. Seit seinem Umzug aus seiner Heimat Großbritannien nach New York City hat er sich in der härtesten Jazzumgebung der Welt gut behauptet und seine unnachahmliche Persönlichkeit in Projekten von Branford Marsalis, Joey Calderazzo, Kurt Rosenwinkel, Bill Charlap, Billy Cobham, Wayne Krantz, Ari Hoenig, Seamus Blake, Jeff Tain Watts und David Sanchez eingebracht.

Frank Wingold - To Be Frank

Nach seinem von der Kritik vielgelobten Trio-Album Entangled Music legt der Kölner Gitarrist und Komponist Frank Wingold mit einem Soloalbum nach. Auf To Be Frank führt er einige der Ideen fort, die er auf Entangled Music umgesetzt hatte. Allen voran seine Fähigkeit, als Solospieler einen mehrstimmigen Sound zu kreieren.

Charles Lloyd - Tone Poem

„8: Kindred Spirits“ hieß das im letzten Jahr erschienene Live-Album von Charles Lloyd, das sich 2020 in nicht wenigen Album-Bestenlisten wiederfand. Aufgenommen wurde es im März 2018 anlässlich Lloyds 80. Geburtstag in seiner Heimatstadt Santa Barbara, auf der Bühne des Lobero Theatre, mit einer Gruppe von engen Musikfreunden, darunter Gitarrist Julian Lage, Pianist Gerald Clayton, Bassist Reuben Rogers und Schlagzeuger Eric Harland. Als Gäste stießen Organist Booker T. Jones und Blue-Note-Präsident Don Was am Bass hinzu.

Forderungen an den Gesetzgeber zur wirksamen Unterstützung von KSK-Versicherten in der Corona-Krise

Berlin, 12.03.2021 | In Artikel 5 Absatz 3 des Grundgesetzes ist mit der Kunstfreiheit das verfassungsmäßige Bekenntnis zur besonderen Rolle der Künste in unserer Gesellschaft grundlegend formuliert. Mit dem Künstlersozialversicherungsgesetz und in der auf ihm basierenden Künstlersozialkasse (KSK) hat der Gesetzgeber ein konkretes Instrument geschaffen, welches der besonderen Schutzwürdigkeit der Kunst und der Künstler*innen Ausdruck verleiht. Seit ihrem Bestehen ist die KSK die unverzichtbare Grundsäule der sozialen Absicherung selbstständig arbeitender Künstler*innen.

Pérez Cohen Potter Quintet bei der jazzopen Stuttgart 2019

Eigentlich wären alle fünf Namen im Titel erwähnenswert: Neben Danilo Pérez am Piano, Avishai Cohen an der Trompete und Chris Potter am Saxophon waren Larry Grenadier am Bass und Johnathan Blake am Schlagzeug schließlich ebenfalls keine Unbekannten. Doch es waren Pérez, Cohen und Potter, die mit ihren Kompositionen zu Ehren besonderer Frauen, die den Abend gestalteten.