Jazz News

Neue Rezension: John Beasley - MONK'estra Plays John Beasley

Die so vertraute wie markante Melodielinie des Standards spielen Bariton, Flöte und Bass unisono im schnellen Tempo und sorgen für einen fetzigen Auftakt. Die geschliffenen Bläsereinsätze verstärken diese Linien mit der vollen Wucht der Big Band. Stets gibt es kleine Wechsel und augenzwinkernde Überraschungen mit bestechenden Soli. Ein sonores Baritonsax-Solo verstärkt den Drive. Nach einem Übergang zu ruhigen Passagen, legen die Bläser erneut richtig los, bevor es heißt: Brass Off.

Floriano Inacio Jr. - Novas Raízes

"Novas Raízes" ("Neue Wurzeln") heißt das neueste Album, das der Pianist Floriano Inacio Junior produziert hat. Die "Raízes" (Wurzeln) stehen für die Verbindung, in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verwoben sind. Jetzt sind diese Verbindungen "Novas" (neu) - denn von dieser Reise bis hierher sind fruchtbare Partnerschaften hinzugekommen.

Neue Rezension: John Beasley - Monk'estra Vol. 2

Zuerst angehaucht, dann scharf angerissen platzt die tönende Luft aus den geblasenen Instrumenten. Die Drums überbrücken die Pausen zwischen den einzelnen Bläser-Überfällen. Dann folgen wilde Phasen, die mitunter sehr frei interpretiert werden. Der nächste Wechsel folgt, knappe Riffs bilden Brücken fürs nächste Solo. Die Posaune nimmt dankbar an; dazu swingt die Band so lässig wie souverän.

Ein Leben für die Trompete - Paolo Fresu feiert seinen 60. Geburtstag mit einem exklusiven Album auf Qobuz

Berlin, 05. Februar 2021 – Zur Feier des 60. Geburtstages von Paolo Fresu am 10. Februar erscheinen zwei neue Alben des sardinischen Jazz-Trompeters, eines davon exklusiv nur bei Qobuz. Der französische Hi-Res Musikstreaming- und Downloadanbieter präsentiert ein 12 Titel umfassendes Werk, das erst kürzlich in Italien live aufgezeichnet wurde.

Roberto Cipelli with Paolo Fresu - L'equilibrio Di Nash

"L'Equilibrio di Nash" (Nash-Gleichgewicht) ist eine Reihe von Strategien in der Spieltheorie, bei der in einer Gleichgewichtssituation ein Spieler einen plötzlichen und mutigen Zug macht, auf den der andere Spieler mit einem ebenso mutigen Zug antwortet, um das Gleichgewicht aufrechtzuerhalten: dies ist eine genaue Metapher für das Zusammenspiel zwischen Musikern, die auf der Bühne improvisieren.

Joe Lovano Trio Tapestry - Garden Of Expression

Das Debütalbum von Joe Lovanos Trio Tapestry war eine der meistdiskutierten Veröffentlichungen des Jahres 2019. Das musikalische Konzept des Trios - der ‘Boston Globe’ sprach von "flüsternd geäußerte Sicherheit, Lyrik und Spannung" - wird auf seinem zweiten Album Garden of Expression, einer Aufnahme, die sich durch ihren intensiven Fokus auszeichnet, auf die nächste Ebene gehoben.

Jean-Marie Machado - Majakka

Jean-Marie Machados Musik kennt keine Grenzen und hybridisiert, um Kulturen und Sprachen ineinanderfließen zu lassen. In diesem Album versammelt der Pianist unter dem hübschen Namen Majakka (das finnische Wort für Leuchtturm) verschiedene Musikstücke, die seiner musikalischen Reise eine besondere Farbe verliehen haben, inspiriert von seinem kulturellen Erbe, seinen Begegnungen und seiner produktiven Karriere als Komponist.

Michael Villmow - Da Pacem

Der europäische Spitzenchor Cappella Amsterdam, geleitet von Daniel Reuss. Instrumentalisten von Weltruf, darunter der norwegische Saxofonist Bendik Hofseth und Schlagzeuger Hans-Kristian Kjos Sørensen. Und Michael Villmow, ein deutscher Komponist mit norwegischen Wurzeln. Sie alle kommen zusammen, um eine einzigartige und grenzenlose Musik zu schaffen – farbenreich, besinnlich und ausdrucksstark.

Muellermichalke - Insight

Die beiden Musiker erzählen mit Einflüssen aus Jazz, Pop und Weltmusik von Ihren ganz persönlichen Erkenntnissen auf der Reise des Lebens. Stefan Michalke, bekannt für seine malerische Spielweise, schafft es verschiedene Klangfarben zu einer spannenden Gesamtkomposition zu vereinen. Er bedient sich der Klänge von Flügel, Akkordeon, Rhodes sowie Synthesizer.

Susanna Aleksandra - The Siren

"The Siren" ist ein frischer Hauch von Jazz-Pop-Songs der estnischen Sängerin Susanna Aleksandra. Elegante Songs, die die Stärke und den Charme von Frauen zelebrieren, die grenzenlose Kraft der Liebe, die heilen kann, und die Akzeptanz vergangener Fehler, alles durchdrungen von Susannas natürlich warmer Stimme und der ihr innewohnenden Positivität. "The Siren" enthält eine breite Palette an Eigenkompositionen, einen Jazz-Standard und ein finnisches Volkslied.

Neue Rezension: John Beasley - Monk'estra Vol. 1

Die stilistische Spannweite reicht von Swing in eher traditionellen Nuancen bis zu aktuellen Spielweisen des Swings und Big Band Sounds. Dazwischen finden sich Balladen, die mit harmonisch melodischen Themen locken. Rhythmisch akzentuierte Titel, die stark mit Funk, Fusion und Elektro-Sound flirten, sind ebenso zu finden. Und dann gibt es noch die Themen, die eine ganz eigene Kategorie darstellen: Monk´eske Themen, die sich humorvoll, witzig und ironisch präsentieren. Diese Titel überwiegen.

Post-Sun-Vision - Once a Honey

Post-Sun-Vision ist ein schwedisches Modern-Jazz-Trio mit einem einzigartigen Sound, den man als leicht zugängliche Avantgarde beschreiben kann. Nachdem sie den begehrten Preis der Nordic Jazz Comets gewonnen haben, gelten sie als neue vielversprechende Band mit großem Potenzial, das Genre voranzutreiben. Die Kompositionen sind oft gründlich verarbeitet in einer modernen klassischen Tradition und dennoch frei und einladend für Spontaneität und Improvisation.

Karin Hammar Fab 4 - Strings Attached

Nach den beiden von der Kritik gefeierten Alben „Imprints“ (2016) und „Circles“ (2018) steht den Fab4, dem Ensemble um die schwedische Posaunistin Karin Hammar, nun eine deutlich Klangraumerweiterung ins Haus. Die Stammbesetzung mit Andreas Hourdakis an der Gitarre, dem Kontrabassisten Niklas Fernqvist und Fredrik Rundqvist an den Drums wird gewissermaßen durch ein klassisches Streichquartett gedoppelt und erhält mit der chromatischen Harmonika von Olivier Ker Ourio eine Art stylisches Sahnehäubchen.

Diego Pinera - Odd Wisdom

Diego Pinera ist ein Meister der Rhythmik. Die Leidenschaft und das Gefühl für diese wurden ihm bereits in die Wiege gelegt. In Montevideo, Uruguay, geboren und aufgewachsen hat der Schlagzeuger die lateinamerikanischen Musik verinnerlicht, ist dann aber einen entscheidenden Schritt weitergegangen: Pinera wollte erforschen, wie die Latin-Rhythmik den amerikanischen und europäischen Jazz beeinflusst hat. So zog es ihn an das Berklee College of Music nach Boston sowie an die Hochschule für Musik und Theater Leipzig, wo er bei Größen wie Danilo Pérez, Changuito oder Bob Moses studierte.

Phillip Dornbuschs Projektor - Reflex

Die Corona-Krise geht zurzeit nicht gerade pfleglich mit der Kultur um. Zum zweiten Mal eine Vollbremsung, was nicht wenige der Betroffenen sogar an ihrer Daseinsberechtigung zweifeln lassen. Die ewige Relevanzdiskussion beschäftigt gerade solche, die sich in der Schublade „Jazz“ eingeordnet haben. Phillip Dornbuschs Rezept dagegen ist so simpel wie naheliegend: die Welt einfach ein kleines Stückchen besser zu machen. „Ich möchte mit meiner Musik bestimmte Probleme ins Bewusstsein rufen“, erklärt der 26-jährige Tenorsaxofonist seinen eingeschlagenen Weg.

Dogon - Floater

Sich fortzubewegen funktioniert in mehreren Varianten. Brettern oder lockerlassen, schweben oder gehen, im Auto fahren oder beschwingt auf dem Fahrrad in die Pedale treten. So unterschiedlich diese Varianten auch sein mögen, mit jeder kommt man irgendwie ans Ziel. Insofern darf man DogOn, das Powertrio des umtriebigen Zürcher Gitarristen Eric Hunziker, durchaus als Sammelsurium an Fortbewegungsarten und -möglichkeiten verstehen. Oder besser: als Vehikel, um die vielfältigen musikalischen Fantasien der Besatzung auszuleben

Cristina Branco - Eva

Die Welt der portugiesischen Fadista Cristina Branco schien rosig, sie nahm Alben über Alben für Universal auf, die weltmusikalisch interessierte Gemeinde lag ihr zu Füßen – eine schillernde Figur mit glockenheller Stimme, die alle Erwartungen erfüllte. Aber in der Frau schlummerte mehr als Fadoromantik, Konzertroben und ein Divenimage. 2006 war das Geburtsjahr ihres Alter Ego „EVA“. Eva erblickte das Licht der Welt, weil Cristina sich mit der Frage aller Fragen herumplagte. „Was ist Freiheit?“

Anette von Eichel - Inner Tide

Nachdem Anette von Eichel 2001 mit ihrer Debut-CD „Welcome To My World“ ein kleines Fenster für das Publikum öffnete, um ein bis dato unbekanntes Vokaltalent entdecken zu können, erschien 2004 in der Anfangsphase der Jazz thing Next Generation mit „Get Out Now“ der spektakuläre und offizielle Startschuss ihrer Karriere.

German Jazz Trophy für Dee Dee Bridgewater

Das Jazzopen-Festival startete mit einem fulminanten Auftritt der US-Vokalistin Dee Dee Bridgewater, die im Eventcenter SpardaWelt die mit 20 000 Euro dotierte „German Jazz Trophy“ für ihr Lebenswerk überreicht bekam. Nach der Preisverleihung und einer Laudatio von Sängerin Fola Dada präsentierte die Geehrte ihr französisches Programm.

Gro-Marthe Dickson & D-Lovely - Fornemmelsen av Hjemland

"Fornemmelsen av hjemland" ist das zweite Album von Gro-Marthe Dickson und ihrem Cole Porter Projekt D-lovely. Nach ihrer ersten Veröffentlichung von amerikanischem Jazz mit "umgedichteten" norwegischen Texten, fand Sängerin Dickson heraus, dass es Zeit war, Texte aus ihrem eigenen Herzen zu schreiben, im Gegensatz zum Übersetzen der Originaltexte von Porter.

Judith Hill bei der jazzopen Stuttgart 2019

Der fulminante Auftakt zur Funky-Party im BIX, mit zwei hinreißenden Background-Power-Ladies Carmel Allison Echols und Sophia C. Whitehurst um die Soul-Queen Judith Hill, war ein explosiver Kontrast zum angestaubten Dylan-Konzert, kurz zuvor auf dem Schlossplatz.

Unity 5 - Live In Berlin

Mannigfaltigkeit ist ein Berliner Phänomen, wobei Alter, Nationalität, Kultur etc. keine Rolle mehr spielen. Daran beteiligt sich auf verschiedenste Art und Weise die international besetzte Band Unity5, in der Schlagzeuger Ernst Bier verschiedene Generationen höchst aktiver Jazzmusiker Berlins vereint.

„Sing The Truth“ bei der jazzopen Stuttgart 2019

Seit 15 Jahren gibt es nun „Sing The Truth“ – um die Musik der damals gestorbenen Nina Simone zu würdigen arrangierte die Schlagzeugerin und Komponistin Terri Lyne Carrington dieses Zusammenspiel dreier großer weiblicher Stimmen des Jazz. Angélique Kidjo, Cécile McLorin Salvant und Lizz Wright bei der jazzopen im Alten Schloß Stuttgart.