Prozessabschluss „Jazz & Diskurs“: Strategische Weichenstellung im Jubiläumsjahr der Deutschen Jazzunion

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Berlin, 06.04.2023 | Wie soll die Jazzszene der Zukunft aussehen, und welche Rolle spielen Berufs- und Interessenvertretungen auf dem Weg dorthin? Passend zum 50. Jubiläum setzte sich die Deutsche Jazzunion von August 2022 bis März 2023 im vom Fonds Soziokultur geförderten Strategieprozess "Jazz & Diskurs" mit grundsätzlichen Fragen und Weichenstellungen auseinander.

Urs Johnen
Urs Johnen, Geschäftsführer der Deutschen Jazzunion (© Stefanie Marcus)

In einer Reihe von sogenannten „Zukunftswerkstätten“ erarbeiteten haupt- und ehrenamtliche Vertreter*innen des „Sprachrohrs der Jazzmusiker*innen in Deutschland“ gemeinsam mit Kolleg*innen aus benachbarten Kulturverbänden und -institutionen neue Ansätze zur Bewältigung aktueller und künftiger Herausforderungen für die Jazzszene in Deutschland. Mit Fachleuten aus Institutionen wie Diversity Arts Culture, Initiative Musik, Goethe-Institut, Green Touring Network oder Netzwerk Junge Ohren und Referent*innen aus Kommunikation, Unternehmensberatung, IT und anderen Bereichen wurden Themenkomplexe wie digitale Diskursräume und Fundraising, zeitgemäße Exportförderung und ökologische Nachhaltigkeit oder Herausforderungen für den Jazzjournalismus und die Repräsentanz von Jazz im öffentlich-rechtlichen Rundfunk diskutiert.

Urs Johnen, Geschäftsführer der Deutschen Jazzunion: „Der Prozess ‚Jazz & Diskurs‘ hat uns die Möglichkeit eröffnet, verschiedene Aspekte unserer Verbandsarbeit und unserer strategischen Ausrichtung auf den Prüfstand zu stellen und zukunftsfähig zu machen. Gemeinsam haben wir nachhaltige Aktionspläne entwickelt und erste Schritte bereits umgesetzt.“

Zu den Ergebnissen des Prozesses zählen unter anderem neue Ansätze zur Finanzierung kultur-und berufspolitischer Arbeit, Konzepte für eine digitale Plattform für barrierearmen berufsfachlichen Austausch sowie Pflichtenhefte und Positionspapiere in den Bereichen Jazzförderung, Diversität und Nachhaltigkeit. Der Prozess wurde in Kooperation mit dem Förderkreis Jazz und der Landesarbeitsgemeinschaft Jazz in Niedersachen gestaltet und vom Fonds Soziokultur im NEUSTART KULTUR-Programm „Profil:Soziokultur“ gefördert.

Die Deutsche Jazzunion wurde 1973 gegründet und ist als Sprachrohr der Jazzmusiker*innen in Deutschland wichtige Ansprechpartnerin für die Politik auf Bundesebene. Zu den Kernzielen des Verbands gehören Verbesserungen bei der Vergütung und der sozialen Absicherung von Jazzmusiker*innen, der Ausbau der spezifischen Förderung für Jazz und Improvisierte Musik sowie die Stärkung der Spielstätten. Weitere Informationen: www.deutsche-jazzunion.de

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