XJAZZ! Festival gibt Line-Up für 2023 bekannt

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XJAZZ! Festival
XJAZZ! Festival

Nach seiner Auszeichnung als „Festival des Jahres“ beim Deutschen Jazzpreis 2022 kehrt das XJAZZ! mit seinem bisher innovativsten Line-Up zurück. Aufstrebende lokale Acts treffen auf Berlins bekanntestem Jazzfestival auf internationale Größen - zudem wartet das XJAZZ! In diesem Jahr mit einem neuen Gemeinschaftsbereich, Überraschungs-Jam-Sessions, Podiums-Diskussionen und mehr...

Schon seit seiner Gründung im Jahre 2014, die die deutsche Jazzszene auf den Kopf stellte, ist das XJAZZ! dafür bekannt, für ordentlich Wirbel zu sorgen. Geboren aus einem unabhängigen und grundlegenden Verlangen, mit den Konventionen zu brechen, bietet das Festival etablierten und weniger bekannten Künstler:innen eine Plattform, um sich ohne Einschränkungen auszudrücken, Stile miteinander zu verweben und die Definition von „Jazz“ auf eine weitere und aufregendere Ebene auszudehnen als es traditionell erlaubt ist - von moderner Klassik bis hin zur Elektronik und allem, was dazwischen liegt. „Von Anfang an ging es beim XJAZZ! darum, offen und über Genres und exklusive Szenen hinaus zu denken“, erklärt das Team. Mit diesem rebellischen Manifest, das die Messlatte für ein wirklich vielfältiges Kuratorium und die Verbindung von Genres und Generationen hoch gehängt hat, ist das XJAZZ! zu Europas berühmtesten Jazzfestival gewachsen, das rund 20.000 Menschen aus der ganzen Welt nach Berlin zieht.

Eine Woche im Jahr wird Kreuzberg im Sturm erobert - mit seinen Kirchen, Nachtclubs und kleinen und großen Venues, die alle zu Bühnen für die Avantgarde avancieren und in diesem Prozess ein vielfältiges, urbanes Publikum bezaubern. In diesem Jahr wird das XJAZZ! zudem für das Festivalwochenende den Festsaal Kreuzberg in Beschlag nehmen, um einen neuen Gemeinschaftsbereich zur Verfügung zu stellen, in dem Publikum und Künstler:innen aufeinander treffen können. Abgesehen von der gebotenen Chance, Jazzlegenden hautnah in intimen Umgebungen zu sehen, wird das XJAZZ! seinen Fokus auch auf die jungen Labels und Kollektive richten, die es zu kennen gilt, sowie die wellenschlagenden Zusammenarbeiten und die Künstler:innen, die aufgrund von Krisen in ihrer Heimat von der Welt abgeschnitten sind. Mit seinem speziellen „Music in Exile“-Programm stellt XJAZZ! eine Plattform in Sinne von Konzerten, Podiumsdiskussionen und Netzwerkmöglichkeiten zur Verfügung - für Künstler:innen, die aus der Ukraine, Belarus, Syrien und dem Iran grüßen, um ihre Arbeit und Erfahrungen zu teilen. „Hier handelt es sich um Länder, in denen es aktuell keine Programme gibt, um den Musik-Export und Auftritte nationaler Künstler:innen zu fördern. Ziel ist es, Räume und Netzwerke zu schaffen, die konkrete Lösungen für das Problem bieten“, sagt das XJAZZ!-Team.

Mit mehr als 60 Acts bringt das Line-Up große internationale Namen wie Alfa Mist, Kokoroko und Louis Cole mit aufstrebenden Berliner Acts wie Dumama, Aka Kelzz, Sera Kalos „eXante“, Move78 oder Moses Yoofee Trio in einem sorgfältig kuratierten Programm zusammen. Der Mix aus Acts verschiedener Größen hat das XJAZZ! in den vergangenen neun Jahren zu einer wichtigen Gründer-Plattform für Künstler:innen in Deutschland gemacht und jeder Abend beinhaltet eine durchdachte Kombination von Künstler:innen und Genres, die das Publikum zugleich provozieren und inspirieren sollen. „Jede Festivalbesucherin und jeder Festivalbesucher hat die Möglichkeit, mindestens zwei Konzerte pro Abend zu besuchen, die entweder in einem ergänzenden Dialog oder im direkten Gegensatz zueinander stehen“, so das Team. Dieser Vorsatz wird am allerersten Festivaltag deutlich (8. Mai), an dem der legendäre Jazzmusiker Roy Ayers beim XJAZZ! Im Rahmen seiner Abschiedstour auftritt, gefolgt von einem Konzert Roni Kaspis, einer jungen Schlagzeugerin, die antritt, um die strahlende Zukunft des Genres zu repräsentieren.

Jeder Abend verspricht zu überraschen, sei es durch eine exklusive Übernahme des Berliner Vorreiter-Labels Energy Exchange Records, der Chance, die vielversprechende Londoner Rapperin Nadia Rose zu sehen oder einen Eindruck des nigerianischen Grammy-Gewinners Bombino und seinem neuen Album zu erhaschen. Ebenso mit einem Grammy ausgezeichnet wurde die pakistanische Sängerin und Komponistin Arooj Aftab, die ihr brandneues Musikprojekt „Love in Exile“ mit zwei Mitmusikern erstmals aufführt. „Der Booking-Prozess beim XJAZZ! basiert nicht auf dem Geschmack oder der Mission eines einzelnen Kurators oder einer Kuratorin, sondern der Arbeit eines sehr vielfältigen Teams. Wir ermutigen unser Publikum, sich ebenso seine eigene Erfahrung zusammenzustellen und das reichhaltige Line-Up durch seine eigene Auswahl und einzigartige Perspektive zu erkunden“, sagt das Team. Und fügt hinzu, dass der einzige Anspruch an die Besucherinnen und Besucher darin besteht, mit einem offenen Geist zu kommen. Die diesjährige Ausgabe des Festivals wird den Besuchern weiterhin die Autonomie zugestehen, mit Hilfe von Tages- und Mehrtageskarten ihr eigenes Festivalerlebnis zu designen.

Alle Infos unter:
https://www.xjazz.net/

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