Yusef Lateef

Yusef Lateef, Foto by Charles Andersen
Yusef Lateef, Foto by Charles Andersen

Biographie

Yusef Abdul Lateef (* 9. Oktober 1920 als William Emanuel Huddleston in Chattanooga, Tennessee; † 23. Dezember 2013 in Shutesbury, Massachusetts) war ein US-amerikanischer Jazzmusiker. Er war Multiinstrumentalist und spielte Tenorsaxophon, Altsaxophon, Flöte, Oboe sowie selbstgebaute Instrumente. Er gehörte zu den ersten Jazzmusikern, die den Jazzhorizont durch Elemente afrikanischer, orientalischer und fernöstlicher Musikkulturen erweiterten, und der so zur Entstehung des Ethno-Jazz beigetragen hat.

Der in Detroit aufgewachsene Yusef Lateef begann als Tenorsaxophonist bei Lucky Millinder (1946), Hot Lips Page, Roy Eldridge und Dizzy Gillespie (1949-50). 1950 begann er ein Kompositionsstudium an der Wayne State University in Detroit. Während dieser Zeit konvertierte er zur Glaubensrichtung Ahmadiyya Islam und nahm seinen muslimischen Namen an.

Zu Beginn der 1960er arbeitete Yusef Lateef mit Charles Mingus und mit Babatunde Olatunji. Eines seiner wichtigsten Musikalben war Eastern Sounds (1961), das unüberhörbar von östlichen Einflüssen geprägt ist. Er spielt auf diesem Album unter anderem eine chinesische Flöte aus Ton. Zwischen 1962 und 1964 arbeitete er im Sextett von Cannonball Adderley; danach arbeitete er wieder mit eigenem Quartett (u.a. mit Mike Nock).

Yusef Lateef experimentierte auch mit anderen Musikrichtungen wie New Age; Yusef Lateef's Little Symphony (1987) erhielt den Grammy für das beste New-Age-Album. Gleichwohl blieb sein Hauptaugenmerk immer auf den Jazz gerichtet.

Ab 1964 widmete sich Yusef Lateef neben seiner Band akademischen Studien. 1969 erlangte Lateef einen Bachelor-Abschluss in Musik und einen Master-Abschluss in Musikerziehung. 1975 schloss er seine Dissertation über westliche und islamische Erziehung ab und wurde Doctor of Philosophy. In den 1980er Jahren lehrte er einige Jahre in Nigeria, danach an der University of Massachusetts und am Amherst College.

1992 gründete Yusef Lateef sein eigenes Label "YAL Records", für das er auch heute noch arbeitet. Er verfasst auch zahlreiche Kurzgeschichten und legte unter dem Titel „The Gentle Giant“ seine Autobiographie vor.

2010 erhielt Lateef die NEA Jazz Masters Fellowship.

Yusef Lateef starb am Morgen des 23. Dezember 2013 zuhause an den Folgen von Prostatakrebs.

Ausgewählte Diskographie

  • Jazz Mood, (1957)
  • Prayer to the East, (1957)
  • Cry! - Tender, (1959)
  • The Three Faces of Yusef Lateef, (1960)
  • The Centaur and the Phoenix, (1960)
  • Lost in Sound, (1960)
  • Eastern Sounds, (1961)
  • Into Something, (1961)
  • Live at Pep's, (1964)
  • Psychicemotus, (1964)
  • The Golden Flute, (1966)
  • The Blue Lateef, (1968)
  • Yusef Lateef's Detroit, (1969)
  • The Diverse Yusef Lateef, (1969)
  • Hush 'N' Thunder, (1972)
  • The Doctor is In... And Out, (1974)
  • Ten Years Hence, (1975)
  • Autophysiopsychic, (1977)
  • Yusef Lateef's Little Symphony, (1987)

Links

Yusef Lateef Internetseite:
http://www.yuseflateef.com/

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Quelle: Wikipedia

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