Michael Schiefel

Michael Schiefel, Foto © Jörg Grosse Geldermann (next) / ACT
Michael Schiefel, Foto © Jörg Grosse Geldermann (next) / ACT

Biographie

„Michael Schiefel ist einer der wenigen deutschen Jazzmusiker mit einem wirklich originären Stil - ein begnadeter Soloperformer, der in seinen unbegleiteten Auftritten seine verspielte Stimme mit elektronischen Mitteln erweitert und verfremdet, der aber auch im Gruppenzusammenhang die in der Jazzwelt noch immer wirksamen ‚Machismen’ mit seinem gay-Gesang kreativ unterläuft.“ -(Joachim-Ernst Berendt: „Das Jazzbuch“, fortgeführt von Günther Huesmann, 2005)

Michael Schiefel wurde 1970 in Münster geboren.

Angezogen von der in Berlin neu entstehenden Jazzszene ging Michael Schiefel Anfang der neunziger Jahre nach Berlin und studierte dort an der Hochschule der Künste.

In Verbindung mit seiner markant virtuosen Stimme begann Michael Schiefel mit den Ausdrucksmöglichkeiten von Loop-Geräten und anderer Elektronik zu experimentieren.

Bereits 1997 erfuhr seine erste Soloplatte Invisible Loop viel Lob von Publikum und Presse. Seitdem begeistert er mit seinen verschiedenen Solo- und Bandprojekten Jazzfans im In- und Ausland. Ob Funk und Pop mit jazzIndeed, Modern Jazz mit David Friedman, Big Band mit Thärichens Tentett oder Balkan-Jazz mit dem deutsch-bulgarischen Quintett Batoru - immer wieder kann der Hörer Michael Schiefels vielseitige Stimme aufs Neue entdecken. Neben zahlreichen Auftritten in Deutschland ist Schiefel – unter anderem als Gastkünstler des Goethe-Instituts – in Europa, Amerika, Asien und Afrika unterwegs.

Seit 2001 ist Michael Schiefel als Professor für Jazzgesang an der „Hochschule für Musik Franz Liszt“ in Weimar tätig.

PRESSESTIMMEN

„Michael Schiefel, ein Sänger, wie ihn Deutschland noch nicht gehabt hat.“ (SÜDDEUTSCHE ZEITUNG 27.05.2005)

„Nachwuchskünstler der Jahres: Der umwerfende Berliner Jazzsänger Michael Schiefel.“ (FONOFORUM Dezember 05)

„Schiefel ist ein Ausnahmevokalist, seine ungeheuer wandlungsfähige Stimme schraubt sich vom Bauchnabel bis zum Kopf empor, sein Gesang ist ironisch, lakonisch und klingt wunderbar androgyn.“ (TAGESSPIEGEL 21.01.06)

„Michael Schiefel ist sein eigenes Genre unter den Jazzsängern ... Seine Musik beweist einen hoch entwickelten Sinn für die Statik der Klänge und die Lust daran, aus ihnen komplizierte Gebilde zu kneten.“ (WELT AM SONNTAG 13.11.05)

„Michael Schiefel ist eine erfreuliche Ausnahmeerscheinung in der deutschen Jazz-Szene.“ (JAZZTHETIK April 05)

„Das Besondere der Fassungen von JazzIndeed ist Schiefels Stimmakrobatik, Bühnenpräsenz und Spontaneität... Was ihn neben seiner originellen Bühnenshow so einmalig macht, ist seine Fähigkeit, Stimme und Maschine so zu kombinieren, dass er mit sich selbst im Chor singt... Da wo Bobby McFerrin und Al Jarreau aufhören, fängt Michael Schiefel an.“ (MUSIC MANUAL 03/2005)

„Eine unerhörte Stimme: hell, hoch, androgyn, im Ausdruck mal naiv, dann geheimnisvoll, plötzlich hysterisch. Mit traditionellen Klangvorstellungen von männlichen Jazzsängern bricht das radikal.“ (TAGESSPIEGEL 30.09.03)

„Michael Schiefel verfügt als Sänger über die Artikulationsfähigkeit einer hellen Frauenstimme und den rauchigen Farbgebungen der großen "Crooner" Frank Sinatra und Dean Martin. Einen solchen Jazzsänger hat Deutschland vielleicht noch nie gehabt.“ (FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG 06.11.03)

"Ein grandioser Tonmeister der Sangeskunst ... ebenso ergreifend und aufregend." (JAZZTHETIK September 03)

„Michael Schiefel ist ein Entertainer, auch wenn das, was er macht, eher der Avantgarde zugerechnet wird. Einer, der keine Angst, ernsthafte Kunst zu machen und dabei mit der leichten Muse zu flirten.“ (FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG 17.7.00)

„Diesen Mann einfach als Sänger zu bezeichnen wäre schlicht untertrieben. Der Mann ist ein Stimmwunder!“ (FACHBLATT 11/97)

Ausgewählte Diskographie

Links

Michael Schiefel Internetseite:
http://www.schiefel.de/

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