Bobo Stenson

Bobo Stenson, Foto: Richard Kaby
Bobo Stenson, Foto: Richard Kaby

Biographie

Bo Gustav Stenson (Aussprache: [ˌbuː ˈsteːnsɔn], * 4. August 1944 in Västerås, Schweden), genannt Bobo (Aussprache: [ˈbʊbːʊ]), ist ein schwedischer Jazzpianist, bekannt für zahlreiche ECM-Aufnahmen.

Ab dem Alter von sieben Jahren erhielt Bobo Stenson eine klassische Piano-Ausbildung, interessierte sich aber früh für Jazz und spielte noch als Schüler in einer Gruppe mit Lars Färnlöf, Sven Åke Johansson und Staffan Abeleen sowie im Quartett des Saxophonisten Börje Fredriksson (1937–1968) mit dem Bassisten Palle Danielsson. Nach Abschluss des Gymnasiums arbeitete er kurz in Paris, wo er im Blue Note Club u. a. mit Manfred Schoof und Gunter Hampel spielte. Ein begonnenes Studium der Musikwissenschaften brach er ab, um professioneller Jazzmusiker zu werden. Mit Danielsson und dem Schlagzeuger Rune Carlsson tourte er in Deutschland, spielte mit dem Tenorsaxophonisten Bernt Rosengren, begleitete in Stockholm, wohin er 1963 zog, Gastsolisten wie Benny Bailey, Sonny Rollins, Gary Burton, Stan Getz und Dexter Gordon und arbeitete eng mit dem damals in Skandinavien wohnenden Don Cherry zusammen. Ab den 1970er Jahren spielte er im Trio mit Arild Anderson und Jon Christensen, später zum Quartett ergänzt durch Jan Garbarek, sowie mit George Russels Nordic Orchestra. 1970 gründete er mit Danielssson und Bengt Berger die Weltmusik-inspirierte Gruppe Rena Rama. Außerdem spielte er mit dem türkischen Schlagzeuger Okay Temiz in dessen Band Oriental Wind.

Seit 1988 spielte Bobo Stenson in Charles Lloyds europäischem Quartett. 1996 trat er auch mit dem Sextett/Septett von Tomasz Stanko auf. Zur Zeit spielt er im Trio mit Jon Christensen und dem Bassisten Anders Jormin.

2001 wurde er mit dem Prix Bobby Jaspar der französischen Académie de Jazz als „bester europäischer Musiker“ anerkannt. 2006 wurde ihm die schwedische Medaille „Litteris et Artibus“ verliehen. Er erhielt 2007 den schwedischen Django d’Or als Master of Jazz. Für seine Produktionen Reflections 1996 und Goodbye 2005 wurde Bobo Stenson mit der Goldenen Scheibe (Gyllene Skivan) des schwedischen Orkesterjournal ausgezeichnet.

Ausgewählte Diskographie

Bobo Stenson - unter eigenem Namen im Trio

  • Underwear, ECM 1971
  • The Sounds Around The House, Caprice, 1983
  • Very Early, Dragon, 1986
  • Reflections, ECM, 1996
  • War Orphans, ECM, 1998
  • Serenity, ECM, 1999
  • Goodbye, ECM, 2005
  • Cantando, ECM, 2008
  • Indicum, ECM, 2012
  • Contra La Indecisión, ECM 2018

Bobo Stenson - als Begleitmusiker

  • Jan Garbarek: Witchi-Tai-To, (ECM 1973) (Bobo Stenson Quartett mit Garbarek)
  • Jan Garbarek: Dansere, (ECM 1975)
  • Charles Lloyd: The Call, (ECM)
  • Charles Lloyd: Fish Out Of Water, (ECM, 1989)
  • Charles Lloyd: Notes From Big Sure, (ECM, 1992)
  • Charles Lloyd: Canto, (ECM)
  • Charles Lloyd: All my relations, (ECM)
  • Bjørn Alterhaug: Constellations, (Odin Records 1991)
  • Tomasz Stanko: Bosonossa, (GOWI 1993)
  • Tomasz Stanko: Matka Joanna From The Angels, (ECM 1995)
  • Tomasz Stanko: Leosia, (ECM 1997)
  • Tomasz Stanko: Litania, (ECM 1997)
  • Joakim Milder: Epilouge; The Music of Börje Fredriksson, (Mirrors, 1998)
  • Theo Jörgensmann/Albrecht Maurer: European Echoes, (1998)

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Quelle: Wikipedia

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