Vitalii Kyianytsia - Night Music

Vitalii Kyianytsia - Night Music
Vitalii Kyianytsia - Night Music

Vitalii Kyianytsia
Night Music

Erscheinungstermin: 01.07.2023
Label: PASCHENrecords, 2023

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Das Leben in Grenzgebieten ist ebenso ereignisreich und inspirierend wie riskant – und nicht etwa nur in geopolitischer, sondern auch und vor allem in geistig-künstlerischer Hinsicht. Zwischen den etablierten Positionen zu operieren, Anregungen von den verschiedensten Seiten zu beziehen und diese durch die Kraft der eigenen imaginativen Fähigkeiten zu ungewöhnlichen Synthesen zu verdichten: Da fühlen sich gern die akademischen Leerstühle gefordert, die Resultate wieder in ihre Elemente zu zerlegen, bis am Ende vom Gegenstand ihrer Analysen nichts übrig bleibt...

Der 1991 in der ukrainischen Hauptstadt Kiew geborene Komponist und Pianist Vitalii Kyianytsia ist einer jener Grenzgänger, die sich mit viel Geschmack und Gespür auf ihre inneren Chorstimmen verlassen und sie mit viel Erfolg in einen faszinierenden Gesamtklang fügen. Der heute 31-Jährige lebt seit 2017 in Deutschland, studierte beim Ensemble Modern in Frankfurt am Main sowie bei dem britischen Pianisten Nicolas Hodges in Stuttgart und gewährte seiner Freude an der Improvisation im Laufe der Jahre einen immer größeren Raum, bis er zu einem begeisterten und begeisternden »Jazzer« mutierte – zu einem solchen allerdings, der weder seiner klassische Ausbildung noch sein inniges Verhältnis zu den großen Meistern der Klaviermusik verleugnet.

Nachdem er mit seinem 2021 gegründeten Jazz-Trio ein erstes Album Last Day of Spring veröffentlicht hat, erscheint jetzt bei PASCHEN Records die erste Soloproduktion des jungen Mannes: Night Music, ein Zyklus von zwölf Stücken, die nach den Aussagen ihres Schöpfers ein geschlossenes Ganzes darstellen und im Idealfall in einer geradezu meditativen Umgebung aufzuführen und zu hören sind – in einem kleinen, nahezu verdunkelten Saal, auf dessen Fußboden das rücklings ausgestreckte Publikum der Musik folgen sollte.

Die CD gestattet diese Erfahrung in jedem Fall und lässt auf diese Weise manche Stimme vernehmen, die womöglich im alltäglicheren Ambiente leicht überhört werden könnte. Anflüge von Alexander Skrjabin und Claude Debussy, leise Nachklänge von Frédéric Chopin, Robert Schumann und Sergej Rachmaninoff mischen sich mit virtuosen, brillant perlenden Figuren der Jazz-Zeit, lateinamerikanisch sinnliche Pulse wechseln mit den flüchtigen Aromen des Impressionismus ... und wenn sich der Kreis rundet, das Licht langsam wieder zunimmt, dann erwachen wir aus einem Traum, der uns binnen einer Stunde in ein zeitloses Grenzgebiet geführt und uns bereichert hat.

Text: PASCHENrecords

jazz-fun.de meint:
Im Spiel von Vitalii Kyianytsia scheint die Form nur ein Vorwand zu sein, Freiheit und Vision herrschen vor. Der Pianist spielt mit den Noten, zieht die Zuhörer in sein Spiel hinein, absorbiert ihre Aufmerksamkeit. Hier ist nichts Künstliches, hier ist die Kraft der Musik, die aus Emotion und Einzigartigkeit fließt. Wir sind begeistert!

  1. no.1
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  3. no.3
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  6. no.6
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