BAM meets Craig Handy - First Encounter

BAM meets Craig Handy - First Encounter - Album cover
BAM meets Craig Handy - First Encounter

BAM meets Craig Handy
First Encounter

Erscheinungstermin: 07.11.2025
Label: Rhythm ’n‘ Flow Records, 2025

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jazz-fun`s recap:

Dieses Album wurde ganz offensichtlich mit einer Mission aufgenommen: maximale Spielfreude und erstklassige Unterhaltung. Klassiker wie „The Chicken“ tauchen hier inmitten eigener Kompositionen des Quintetts auf und ziehen uns sofort in einen Strudel aus funkigen Grooves, souligen Farben und jazzigen Themen. Dazu kommen zahlreiche energiegeladene Soli, in denen man sich herrlich verlieren kann.

BAM ist ohnehin ein außergewöhnliches Ensemble, bestehend aus Maxi Nachtmann, Matthias Bublath, Freddy Andrej und Guido May – allesamt herausragende Instrumentalisten mit klarer musikalischer Vision. Mit Craig Handy am Saxofon wird die Band zu einer echten Supergroup: Die Musiker befeuern sich gegenseitig, inspirieren einander und erzeugen eine spürbare Dynamik, die sofort überspringt.

First Encounter sprüht vor Spielfreude, rhythmischer Raffinesse und warmer, positiver Energie. Ein Album, das sowohl zum Tanzen als auch zum genüsslichen Lauschen bei einem Glas Wein einlädt – und vor allem eines liefert: richtig gute Musik.

(Jacek Brun, 28.11.2025)

Besetzung

Craig Handy – Saxophone
Maxi Nachtmann – Guitar
Matthias Bublath – Hammond Organ
Freddy Andrej – Tuba/Sousaphone
Guido May – Drums

First Encounter – Wenn Funk und Jazz auf höchstem Niveau verschmelzen

BAM ist in mehrfacher Hinsicht der Hit. Schon lautmalerisch markiert das Wort den perfekten Schlag, wie ihn etwa Bat- oder Spiderman landen. Als Abkürzung kann es „Black American Music“ markieren – hitverdächtig. In diesem speziellen Fall stehen hinter den drei Buchstaben, mit denen hier dem Featured Guest Craig Handy Ehrerbietung und Stolz gezollt wird, die Initialen des Organisten Matthias Bublath, des Tuba- und Sousaphonisten Freddy Andrej und des Drummers Guido May. Gemeinsam mit ihrem amerikanischen Freund, der durch Auftritte und Aufnahmen mit Legenden wie Betty Carter, Art Blakeys Jazz Messengers, John Scofield oder der Allstar-Band The Cookers bekannt wurde, lassen sie bei diesem First Encounter die schöne Tradition des Orgeltrios der 1960er-Jahre aufleben – und renovieren sie gleichzeitig. Hammond-Helden wie Jimmy Smith oder Lonnie Smith – mit dem Craig Handy übrigens auch gespielt hat – trieben ihrem Blue-Collar-Publikum in den Clubs und Juke Joints des Chitlin' Circuit eher mit Schlagzeug und Gitarre (wahlweise plus Bläser oder Sänger) den Blues aus. Hier kommt zum flinken Fußbass des Organisten noch der von Kirk Joseph und seiner Dirty Dozen Brass Band bekannte Tuba-Bruder Sousaphone ins Spiel. Gemeinsam mit Craig Handy begeben sie sich ins Studio, um die funky Seite des Jazz mit eigenen Kompositionen und Klassikern wie „Chicken Soup” aus der Feder ihres alten Freundes Pee Wee Ellis zu feiern.

Die Musiker des Orgeltrios BAM kommen passenderweise aus dem Süden der Republik, aus Bayern. Gegründet wurde die Band von Schlagzeuger Guido May, der bereits mit Pee Wee Ellis, Fred Wesley, Benny Golson, Larry Coryell, Joey DeFrancesco und dem Lionel Hampton Celebration Jazz Orchestra zusammengearbeitet hat. Laut Adrian Kreye ist er maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Münchner Szene wieder „zurück im Ring“ ist, wie er kürzlich in der SZ schrieb. Mit Stephan Meyner, einem der Köpfe hinter dem noch recht frischen Label Rhythm’n’Flow, verbindet ihn auch über dessen Label Minor Music eine lange Geschichte. „Nach mehreren Trio-Tourneen wollte der Saxophonist Pee Wee Ellis 1995 ein neues Quartett mit deutschen Musikern zusammenstellen”, erinnert sich Meyner in den Liner Notes zu diesem Album. „Der Keyboarder Roberto Di Gioia empfahl uns den jungen Schlagzeuger Guido May. In der Unterfahrt konnte ich ihn mir im Begleittrio des amerikanischen Sängers Mark Murphy anhören und mit gutem Gewissen an Pee Wee weiterempfehlen. (...) Nach einer erfolgreichen Tournee wurde im Folgejahr mit hochkarätigen Gästen das Album New Shift für Minor Music aufgenommen, das mit der Zeit zu Pee Wees persönlichem Lieblingswerk avancierte. Für Guido war das der Beginn einer musikalischen Partnerschaft, die bis zum Lebensende von Pee Wee im Jahr 2021 andauern sollte – mit vielen Tourneen und Plattenproduktionen.“

Es schloss sich also ein Kreis, als Meyner im Oktober 2024 in der ausverkauften Unterfahrt ein Konzert von BAM featuring Craig Handy erlebte. „Ein Höhepunkt jagte den nächsten“ und es herrschte eine „euphorische Stimmung, die mich an die ersten Maceo-Parker-Konzerte mit Pee Wee Ellis und Fred Wesley erinnerte“. Schon bald darauf entstand dieses Album, eine fantastische Zeitreise in Richtung „Ancient to the Future“, wie es früher in Chicago hieß. Der Albumtitel First Encounter ist dabei vielversprechend. Einerseits beschwört er die Magie der ersten Begegnung, andererseits lässt er auf weitere Zusammentreffen dieser vier Ausnahmemusiker hoffen. Tatsächlich gehen BAM mit Craig Handy im Herbst 2025 und im Frühjahr 2026 auch bei uns auf ausgedehnte Tourneen, um ihre Musik dem rhythmusfreudigen Jazzpublikum zu präsentieren. Ain’t it funky? BAM!

Text: Rhythm ’n‘ Flow Records

Titelliste

  1. Ain't It Funky Now
  2. Chicken Soup
  3. Faatuchine
  4. N.Y. 2nd Hip
  5. Too Much
  6. Ready 'n' Able
  7. PW's
  8. Funky Side Up

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