Christoph Titz – Zwischen Jazz, Groove und stilistischer Offenheit

Foto von Christoph Titz
Christoph Titz, Foto: Natalia Kepesz

Biographie

Der Trompeter und Komponist Christoph Titz gehört zu den vielseitigen Stimmen des deutschen Jazz, die sich bewusst zwischen unterschiedlichen musikalischen Welten bewegen. Seine Musik verbindet Elemente aus Jazz, Latin, Pop und elektronischen Klangästhetiken – getragen von einem klaren melodischen Zugang und einer ausgeprägten rhythmischen Sensibilität.

Geboren 1967 in Eschweiler und in Aachen aufgewachsen, fand Titz früh zum Jazz. Nach Studien an den Musikhochschulen in Maastricht und Hilversum entwickelte er sich in den 1990er Jahren zu einem gefragten Musiker in unterschiedlichsten Kontexten. Erste Aufmerksamkeit erhielt er mit der Band „Scetches“, bevor sich sein Tätigkeitsfeld rasch erweiterte.

In den folgenden Jahren arbeitete Titz sowohl als Studio- als auch als Live-Musiker mit einer Vielzahl von Künstlerinnen und Künstlern. Dazu zählen unter anderem Marla Glen, Reinhard Mey, Sarah Connor, das Frank Popp Ensemble sowie verschiedene Jazz- und Pop-Formationen. Auch im Ensemble der Deutschen Oper Berlin war er tätig – ein Hinweis auf seine stilistische Flexibilität und seine Fähigkeit, sich in unterschiedlichsten musikalischen Umgebungen zu bewegen.

Ein wichtiger Schritt hin zur eigenen künstlerischen Handschrift war die Veröffentlichung seines Debütalbums Magic im Jahr 2004. In den darauffolgenden Jahren entwickelte er seine Musik kontinuierlich weiter – mit Alben wie When I Love (2007), Here & Now (2010) oder Live @ A-Trane/Berlin (2012), die seinen Ansatz zwischen melodischem Jazz, Groove-orientierten Strukturen und modernen Klangfarben widerspiegeln. Mit Frobeat (2020) erweiterte er sein Spektrum um verstärkte Einflüsse afrikanischer Rhythmik und globaler Grooves.

Neben seiner Tätigkeit als Bandleader ist Christoph Titz regelmäßig international auf Tour. Auf Einladung des Goethe-Instituts führten ihn Konzertreisen unter anderem nach Kuba, Indien, in den Nahen Osten und nach Marokko. Auch in Polen ist er seit vielen Jahren präsent und tritt dort regelmäßig bei Festivals und in Clubs auf.

Seine aktuelle Arbeit zeigt ihn als Musiker, der Jazz nicht als festgelegte Stilrichtung versteht, sondern als offenes System. In seinen Projekten verbindet er improvisatorische Freiheit mit eingängigen Melodien und rhythmischer Energie – eine Mischung, die seine Musik sowohl für Jazzpublikum als auch für genreübergreifend interessierte Hörer zugänglich macht.

Diskographie

Links

Christoph Titz Internetseite:
https://www.christophtitz.de

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