Claudia Döffinger / Torso Ventuno - Nachtwache

Claudia Döffinger / Torso Ventuno - Nachtwache - Albumcover
Claudia Döffinger / Torso Ventuno - Nachtwache

Claudia Döffinger / Torso Ventuno
Nachtwache

Erscheinungstermin: 14.02.2025
Label: Owl Way Records, 2025

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jazz-fun`s recap:

Musik von großer melodischer, harmonischer und kompositorischer Raffinesse, die die Innovationen des zeitgenössischen Jazz aufgreift und weiterentwickelt. Claudia Döffinger ehrt nicht nur die Tradition der großen Meister, sondern prägt mit ihrem einzigartigen Stil eine ganz eigene Klangsprache. Ihre Kompositionen zeichnen sich durch raffinierte metrisch-rhythmische Strukturen aus, die subtil Anklänge an die Ästhetik des Mainstream-Jazz im weitesten Sinne enthalten. Nachtwache ist ein facettenreiches Album, das den Zuhörer fesselt – jede Note hat Bedeutung. Ein herausragendes Werk, das uns begeistert! (Jacek Brun, 14.02.2025)

Besetzung

Alex Bayer - Bass
Heidi Bayer -  Trumpet
Kristin Berardi - Vocals
Jonathan Böbel - Trombone
Claudia Döffinger - Director
Alex Eckert - Guitar
Nils Fischer - Saxophon
Matthew Halpin - Saxophon
Tobias Herzog - Tuba
Jonas Inglin - Trombone
Nik Jäger - Trumpet
Charlotte Lang - Saxophon
Joachim Lenhardt - Saxophon
Mischa Maurer - Piano
Christian Mehler - Trumpet
Alex Parzhuber - Drums
Julia Rüffert - Trombone
Julius Van Rhee - Saxophon
Suzan Veneman - Trumpet
Vincent Veneman - Trombone
Samuel Wootton - Percussion

Über das Album "Nachtwache" von Claudia Döffinger / Torso Ventuno

Torso Ventuno - der Name, der im Italienischen so elegant wie vielversprechend klingt, bedeutet schlicht und einfach Körper Einundzwanzig. Eine treffende Wahl für eine Big Band, die aus 21 Musikerinnen und Musikern besteht. In der italienischen Variante klingt der Name nicht nur weltoffener, sondern auch moderner und hipper, vielleicht sogar jugendlicher.

Doch viel beeindruckender als die Namenswahl ist die Entstehungsgeschichte dieser Formation, deren Herz und Seele die Menschen und ihre Musik sind. Die Gründerin und kreative Leiterin Claudia Döffinger hatte den Wunsch, eine eigene Big Band zu gründen, mit der sie ihre musikalischen Visionen frei umsetzen und die Besetzung ihrer Wahl zusammenstellen kann. Dass dies bei Döffingers beeindruckender Vita eine Herausforderung ist, liegt auf der Hand. Ihre Studienjahre verbrachte sie in Luzern und Graz, heute lebt sie in Köln, und ihre Bigband-Kompositionen haben inzwischen sogar den Weg nach Finnland gefunden. Auf Reisen lernt man viele tolle Menschen kennen, die man nur ungern zurücklässt. Genau solche Weggefährt*innen - vor allem aus Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden - haben sich nun bei Torso Ventuno zusammengefunden, um ein einzigartiges Album zu realisieren.

Döffingers Musik ist inspiriert von klassischen Big-Band-Legenden wie Thad Jones und Bob Brookmeyer. Im Stück Zlatorog wird Maria Schneider ausdrücklich als prägende Inspirationsquelle gewürdigt. Gleichzeitig hat Döffinger eine große Affinität zu Hip-Hop, elektronischer Musik und verwandten Musikstilen. So finden sich in ihren Kompositionen nicht nur druckvolle Beats, sondern auch typische Elemente und Effekte dieser Musikrichtungen - allerdings instrumental analog umgesetzt. Komplexität und Raffinesse sind dabei kein Selbstzweck, sondern Ausdruck einer zeitgemäßen musikalischen Sprache, die überrascht und begeistert. Humbug, ein von Petter Eldh inspiriertes Stück, steht exemplarisch für diesen Ansatz.

Die Anforderungen an die musikalische Vielseitigkeit in dieser Band sind enorm. Da reicht es nicht, den Stiefel einfach runterzuspielen, da sind Offenheit und Experimentierfreude gefragt. Warum also der Aufwand, Künstler*innen aus so vielen Ländern zusammenzubringen? Die Antwort ist einfach: Weil nur so etwas wirklich Einzigartiges entstehen kann.

Seit 2021 lebt die Komponistin, Pianistin und Bandleaderin Claudia Döffinger in Köln. Sie komponiert, arrangiert und arbeitet derzeit für und mit international renommierten Big Bands wie der Big Band des Hessischen Rundfunks, UMO Helsinki Jazz Orchestra (FI), Zürich Jazz Orchestra (CH), Cologne Contemporary Jazz Orchestra, Subway Jazz Orchestra, Spielvereinigung Süd (Leipzig), Jazzkombinat Hamburg, der Big Band der Hochschule Luzern (CH) oder der Big Band Zug (CH). Sie unterrichtete bereits als Dozentin für Jazz Composition & Arrangement an der Musikhochschule Luzern sowie an der HfMDK in Frankfurt.

Für ihre Kompositionen und Arrangements wurde Claudia mehrfach international ausgezeichnet: Metropole Arrangers Workshop mit Vince Mendoza und Lalah Hathaway (2015/NL), 3. International Composition Competition Katowice (PL/2016), Downbeat Student Music Award (2017&2018/USA). Sie ist Preisträgerin des Harald-Kaufmann-Preises und des Startstipendiums 2018 (AT). 2021 gewann sie den 1. Preis beim Helsinki International Big Band Composing Contest (FL) und war unter den Nominierten für den Deutschen Jazzpreis in der Kategorie „Arrangement des Jahres“.

Mit dem Graz Composers Orchestra veröffentlichte sie 2018 ihr erstes Big Band Album, sowie drei weitere Alben mit ihren kleineren Formationen „fourscape“ (experimenteller Groove; CH) und „ELiNOR“ (Jazz Quintett; AT).

Claudia hat einen Master in Jazzklavier/Pädagogik an der Musikhochschule Luzern (CH) und einen Master in Jazzkomposition und Arrangement an der Kunstuniversität Graz (AT).

Text: Owl Way Records

Titelliste

  1. Nachtwache
  2. Zlatorog
  3. What You Want
  4. Smoke
  5. Humbug
  6. Cover to Cover
  7. 2192 Days
  8. Asparagus

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