Dado Moroni Trio - Morges 2009

Dado Moroni Trio - Morges 2009 - Albumcover
Dado Moroni Trio - Morges 2009

Dado Moroni Trio
Morges 2009

Erscheinungstermin: 06.12.2024
Label: TCB Music, 2024

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jazz-fun`s recap:

Authentische, unverfälschte Musik, durchpulst von der kraftvollen Energie brillanter Improvisationen. Man spürt die Freude am gemeinsamen Spiel. Die Begegnung mit dieser Musik erfordert Konzentration, um die faszinierenden Nuancen und Wendungen der Handlung herauszuhören, um der Erzählung der ausgedehnten Improvisationen zu folgen und gleichzeitig zu genießen, was zwischen den Künstlern geschieht, ihre gegenseitigen Inspirationen und Reaktionen. (Jacek Brun, 07.01.2025)

Besetzung

Dado Moroni - piano
Peter Schmidlin - drums
Reggie Johnson - bass

Über das Album "Morges 2009" von Dado Moroni Trio

Zusammen haben sie schon Großes geleistet, manchmal als Trio, aber auch als dynamische, kreative, unerschütterliche und vor allem swingende Unterstützung für eine Reihe hochkarätiger Solisten! Denn das Schlüsselwort, um die Musik dieses Trios und die des unwiderstehlichen Pianisten Dado Moroni aus Genua zu beschreiben, ist zweifellos „Swing“. Aber nicht im Sinne einer Fixierung auf ein etwas altmodisches Klavier oder auf unangenehm enge Patterns. Ganz und gar nicht! Wir sprechen hier von einem musikalischen Gemütszustand, dem man sich mit hedonistischem Appetit nähert, mit der lebendigen Absicht, ihm einen Swing einzuhauchen, der die Sinne erfreut und einen von innen heraus unwiderstehlich tanzen lässt...

Dado Moroni entstammt einer stolzen Tradition italienischer Pianisten, die zu den besten der Welt gehören, von Franco d'Andrea bis Enrico Pieranunzi, und er hat das Glück, aus einem Land zu kommen, das wirklich weiß, was es heißt zu singen". Dieser berühmte Geist der „Canzonetta“ beflügelt auch die kleinsten seiner Interpretationen und verleiht ihnen ein natürliches Gewicht und eine Lyrik, der ein positives Gefühl innewohnt.

Im Juli 2009 stand das Dado Moroni Trio auf dem Programm eines kleinen Festivals im Hôtel de la Longeraie in Morges bei Lausanne in der Schweiz. Der Direktor des Hotels, Franz Gilliéron, war ein besonders engagierter Jazzliebhaber. Das Wetter war perfekt und die Musik auch! Dado hatte ein unbestreitbares Programm ausgewählt, gespickt mit „Oldies but Goldies“, die seit jeher zu seinem Repertoire gehören und allesamt Vehikel für transzendentale Improvisationen sind. Was sofort auffällt, ist die außergewöhnliche Lebendigkeit und der unendliche melodische und harmonische Reichtum an Erfindungen, die dem Kopf und den Fingern des Pianisten in einem ununterbrochenen Strom von Ideen in jedem Winkel jedes Stücks zu entspringen scheinen. Das Fundament von Kontrabassist Reggie Johnson und Schlagzeuger Peter Schmidlin verleiht dem Ensemble einen unverwechselbaren Klangteppich, der dem Pianisten virtuose Höhenflüge ermöglicht. Nichts liebt Dado Moroni mehr, als sich in ein instrumentales Feuerwerk zu stürzen und gemeinsam die Intensität zu steigern.

Seit diesem aussergewöhnlichen Abend im Juli 2009 sind Reggie Johnson und Peter Schmidlin auf traurige Weise von uns gegangen. Dieses Album soll eine leuchtende Erinnerung und eine dankbare Hommage an die beiden Musiker sein. Gleichzeitig ist das Album die 50. Ausgabe der Swiss Radio Days Jazz Series, die Peter Schmidlin 1994 mit ins Leben gerufen hat. Als Peter Schmidlin an diesem schönen Juliabend von der Bühne ging, mit einem Lächeln, das von Ohr zu Ohr ging, und einem Auge, das so sehr funkelte wie jeder seiner 4/4-Takte, fasste er den Abend mit den Worten zusammen: "Now, that's Jazz!

Egardo „Dado“ Moroni ist ein besonderer Fall. Er gehört zu den Menschen, denen es gelungen ist, eine Schwäche in der Kindheit in eine große Stärke in der Jugend und dann in eine beeindruckende Kraft im Erwachsenenalter zu verwandeln. In einer sehr unruhigen und einsamen Kindheit (bedingt durch die Wanderschaft der Familie) war der junge Dado oft sich selbst überlassen. Während er darum kämpfte, dauerhafte Bindungen zu seinen allzu oft wechselnden Freunden aufzubauen, entschied er sich früh für eine Art freiwillige Isolation und den Dialog mit seinem beständigsten Freund: dem Klavier der Familie! Ihm vertraute er seine Sorgen, Wünsche und Hoffnungen an und machte dabei immer wieder erstaunliche musikalische Entdeckungen. Denn der kleine Dado hatte offensichtlich eine Begabung, die sich schnell entwickelte und entfaltete. Er drehte die Klaviatur in alle Richtungen, um das nachzuspielen, was er im Radio oder aus der Plattensammlung der Familie hörte, und versuchte mit autistischer Beharrlichkeit, die Interpretationen und Soli seiner ersten Vorbilder mit jedem Ton zu reproduzieren: Fats Waller, Earl Hines, Teddy Wilson, Erroll Garner oder... Art Tatum!

Text: TCB Music

Titelliste

  1. You'd Be So Nice To Come Home To
  2. Stablemates
  3. Up Jumped Spring
  4. Darn That Dream
  5. You And The Night And The Music
  6. It Could Happen To You
  7. If You Go
  8. Just One Of Those Things

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