Ernte - Ernte

Ernte - Ernte - Albumcover
Ernte - Ernte

Ernte
Ernte

Erscheinungstermin: enja, 2024
Label: 21.06.2024

Ernte - Ernte - bei JPC kaufen Ernte - Ernte - bei Amazon kaufen

jazz-fun`s recap:

Ein Album, das von Anfang an überrascht. Die Zeichnung auf dem Cover, Tittel, die Farben und schließlich die Musik, die unsere Gedanken in alle möglichen Richtungen treibt. Kein Platz für Langeweile oder sich wiederholende Stimmungen. Hinter jeder Note verbergen sich neue Eindrücke, Geschichten und Entdeckungen. Die Musik wird von großartigen Instrumentalisten gespielt und so ist es nicht verwunderlich, dass es eine Vielzahl von außergewöhnlichen Ideen, halsbrecherischen, fast undefinierbaren Melodielinien und faszinierenden Improvisationen im Duett gibt. Ein großartiges Album, wir sind begeistert! (Jacek Brun, 22.06.2024)

Benjamin Weidekamp - alto saxophone, clarinet
Uli Kempendorff - tenor saxophone, clarinet
Evi Filippou - vibraphone
Kaspar von Grünigen - double bass
David Meier - drums

ERNTE spielt Lieder der antifaschistischen, antirassistischen und antiimperialistischen Widerstandsbewegungen des 20. Jahrhunderts aus aller Welt: Widerstandslieder, Arbeiterlieder, Partisanenlieder und Kampflieder gegen den Faschismus. (Fast) ohne Texte, dafür mit großer Spielfreude und allem, was der Jazz dafür zu bieten hat: Improvisation, Unberechenbarkeit, Energie, Transzendenz und einen Hauch von Melancholie.

Mit Benjamin Weidekamp (Altsaxophon, Klarinette), Uli Kempendorff (Tenorsaxophon, Klarinette), der Schweizer Rhythmussektion Kaspar von Grünigen (Kontrabass) und David Meier (Schlagzeug) sowie der Griechin Evi Filippou (Vibraphon) vereint die Gruppe fünf Musiker*innen aus Deutschland, der Schweiz und Griechenland - drei Länder, die sich seit der Krise von 2008 an eher entgegengesetzten Enden des finanzpolitischen Spektrums in Europa befinden. Hier verhandeln sie die Zeichen der Zeit auf musikalischer und poetischer Ebene.

"Deshalb: Die Ernte ist eingebracht! Höchste Zeit, wieder ins Horn zu stoßen. Wir widmen uns einem Repertoire des 20. Jahrhunderts, das in vielen Fällen die Ernte seiner (Krisen-)Zeit war: Die Saat unserer Zeit, antidemokratische Keime und die herrschende Weltpolitik werden uns wohl eine Ernte bescheren, die kaum verdaulich sein wird. Deshalb spielt ERNTE getreu dem Motto „Wer Wind sät, wird Sturm ernten“ Musik mit und im Protest."
ERNTE, Frühjahr 2024

Die Auswahl der Stücke ist international. So beginnt das Album mit José Zeca Afonsos „Venham mais cinco”. Es ist eines der bekanntesten Stücke des in Portugal als Ikone verehrten Liedermachers, der in seinen Liedern die Musiktraditionen des ländlichen Portugals mit denen Mosambiks verband. Kaspar von Grünigen fand es während einer ERNTE-Residenz in Portugal auf der Suche nach Widerstandsliedern gegen die vierzigjährige Salazar-Diktatur. Hier als Instrumental gespielt, ist der Text des Stücks aufgrund der Zensur ein verklausulierter Aufruf, sich zu versammeln und auf der Straße gegen die Ungerechtigkeit zu protestieren.

Es folgt das „Französische Partisanenlied“, das auf dem populärsten Lied der Forces françaises libres und der Résistance im Zweiten Weltkrieg basiert. Hier handelt es sich um eine Hommage in Moll an das Coltrane Quintett der frühen 1960er Jahre, insbesondere an das Stück „India“ von The Complete 1961 Village Vanguard Recordings.

„Die Moorsoldaten“ wurde 1933 von Häftlingen des Konzentrationslagers Börgermoor bei Papenburg im Emsland geschrieben und aufgeführt. In diesem Lager waren vor allem politische Gegner des NS-Regimes inhaftiert. Mit dem Spaten mussten sie das Moor kultivieren. Zwei Tage nach der Uraufführung wurde das Lied von der Lagerleitung verboten. Durch entlassene oder in andere Lager verlegte Häftlinge wurde das Lied über Börgermoor hinaus bekannt und verbreitete sich in ganz Europa. ERNTE legt hier einen schleppenden Marschrhythmus vor, so wie sich die erschöpften Häftlinge im Gleichschritt durch jeden Tag der Gefangenschaft retten mussten.

„Dem Morgenrot entgegen“ ist ein Kampflied der Arbeiterbewegung. Der Text wurde 1907 von dem Bremer Lehrer und Sozialdemokraten Heinrich Eildermann unter dem Pseudonym Heinrich Arnulf als „Lied der Jugend“ verfasst. Die Melodie stammt vom Andreas-Hofer-Lied, das seit 1948 die offizielle Tiroler Landeshymne ist. In der ERNTE-Version wird das fröhlich-dynamische Thema von der Realität eingeholt und verzerrt, bis es sich am Ende wieder befreit.

Das folgende Stück „Marsch“ stammt aus Mauricio Kagels antimilitaristischen Blasmusikstücken 10 Märsche um den Sieg zu verfehlen. Seine komplizierte Rhythmik bringt eine in Reih und Glied marschierende Truppe buchstäblich ins Stolpern, und in der ERNTE-Behandlung geschieht dies im Eilschritt. Zur Auswahl des Stückes sagt Uli Kempendorff: „Gerade jetzt, wo der Antimilitarismus in Deutschland und Europa aus der Mode gekommen ist und man sich wieder daran gewöhnt, Projekte wie die Kindergrundsicherung aus Rüstungsausgaben zu finanzieren, erscheint es mir umso wichtiger, diese Musik zum Klingen zu bringen. Vor allem, wenn die Urmelodie des ‚Marsches‘ mit so viel subtil-ironischem und subversivem Witz komponiert wurde, wie es Kagel zu eigen war“.

Die Melodie des „Friedensliedes” stammt von Paul Dessau. Der Text ist eine Brecht’sche Adaption eines Gedichts von Pablo Neruda, das seine Friedenswünsche in alle Himmelsrichtungen, an alle Klassen, Länder und Geschlechter sendet. Das getragene Arrangement erinnert stark an Carla Bley.

„Black and White“ wurde von Ernst Busch aus dem Englischen übersetzt, das ursprüngliche Lied ist nicht mehr auffindbar. Die fröhlich hüpfende Melodie weist starke amerikanische Einflüsse auf. Das Lied beschreibt die Verbrüderung von schwarzen und weißen Proletariern im Sozialismus im Gegensatz zum amerikanischen Raubtierkapitalismus und greift damit die damals aktuelle Bürgerrechtsbewegung unter Martin Luther King auf. Auch für dieses Stück stand ein Stück aus der Jazztradition Pate. Groove und Reharmonisierung sind dem Stück „St. Thomas“ von Sonny Rollins entnommen.

Über das abschließende Stück „Junge Pioniere (lieben die Natur)“ sagt Uli Kempendorff: „Meine Beziehungen dazu sind vielfältig - zum einen habe ich es wie jedes Kind selbst oft in der Schule gesungen. Jens Naumilkat, den Sohn des Komponisten Hans Naumilkat, kenne ich aus einer Band, die er mit meiner Mutter in den 80er Jahren hatte. Außerdem bin ich im Gründungsjahr des Friedenskreises Pankow geboren und meine Eltern hatten einige Verbindungen dorthin. Umweltschutz war in der DDR immer ein Thema der Systemkritik. Und so steht die heile Welt des Textes und der schönen Melodie auch in krassem Widerspruch zur Zerstörung ganzer Landstriche, von den Braunkohlegruben in der Lausitz bis zur apokalyptischen Luft in Bitterfeld und Wolfen, die mir nachhaltig in Erinnerung geblieben sind. Diese eigentümliche Gleichzeitigkeit findet sich auch in unserer Interpretation wieder.

Benjamin Weidekamps Vater Paul lernte das DDR-Liederbuch Frisch auf singt ihr Musici Anfang der 2000er Jahre während seines jährlichen Aufenthaltes als Heilpädagoge in einem Landschulheim von der Heimleiterin kennen. Diese liebte die Hausmusik, und Paul wurde mit Tapas und Tortillas für eine morgendliche Dosis davon am Klavier belohnt. Irgendwann gab die Heimleiterin ihren Beruf auf und schenkte ihm zum Abschied das Liederbuch, das nach einigen Jahren in einem Keller in Münster verschwand und erst bei den Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser im Münsterland wieder auftauchte. Es fiel Sohn Benjamin in die Hände und schon bald entstand Weidenkamps Hausmusik mit Klavier, Saxophon, Gesang und Cajon. Gespielt wurden die „Moorsoldaten“.

Gleichzeitig hatten Benjamin Weidekamp und Uli Kempendorff nach der probenintensiven Zeit im stark konzeptionell geprägten Benjamin Weidekamp Quartett das Bedürfnis nach einer Musik, die eine andere Form der Freiheit im Umgang mit dem Material zulässt. Gleichzeitig waren sie Teil einer Gruppe, in der diskutiert wurde, wie und in welcher Form man den gesellschaftlichen Fragen und Herausforderungen unserer Zeit künstlerisch begegnen könnte. Aus diesen Diskussionen entstanden unter anderem die Gruppen Brigade Futur III, Filter Bubble und das Bottom Orchester, in denen auch Benjamin Weidekamp, Uli Kempendorff und Kaspar von Grünigen in unterschiedlichen Konstellationen mitwirken.

Am Morgen nach der abendlichen Weidekamp-Hausmusik rief Benjamin Weidekamp Uli Kempendorff an und es entstand die Idee, eine Band auf der Basis von sozialistischen Kampf- und Arbeiterliedern sowie Liedern aus dem Widerstand gegen den Faschismus zu gründen. Diese Herangehensweise weist aus ihrer Sicht eine starke Parallele zur Jazztradition auf, insofern als das Liedmaterial, das sowohl dem Publikum als auch den Musikern aus einem anderen Kontext bekannt ist, durch die Persönlichkeiten der Bandmitglieder und die musikalische Ausrichtung der Band kanalisiert wird.

Uli Kempendorff, 1981 in Berlin geboren, studierte Saxophon und Improvisation an der HfM Hanns Eisler Berlin und am City College of New York. Kempendorffs Arbeit ist auf gut zwei Dutzend CDs, Schallplatten und Rundfunkmitschnitten bei Labels wie WhyPlayJazz, ECM, Enja/Yellowbird oder Four Music dokumentiert. Darunter sind fünf eigene Produktionen mit Field und Yellow Bird. Neben eigenen Projekten wie Field (seit 2018 mit Christopher Dell, Peter Bruun und Jonas Westergaard) ist und war Uli Kempendorff in Formationen u.a. mit Benjamin Weidekamp, Julia Hülsmann, Felix Henkelhausen, Tobias Delius, Kalle Kalima, Rudi Mahall, Wanja Slavin, Lina Allemano, Janning Trumann, Pablo Held, Mike Pride, Christian Weber aktiv; er spielte mit SEEED, Rolf Kühn, Jimi Tenor und ‚Little‘ Jimmy Scott. 2010 initiierte er die Konzertreihe "Serious Series", die er bis 2014 leitete. 2016 kuratierte er gemeinsam mit Marc Schmolling für die Stiftung Zukunft Berlin und MicaMoca das In Between Festival in Wroclaw, Polen im Rahmen der Kulturhauptstadt Europas. Bis 2018 programmierte er außerdem gemeinsam mit Gebhard Ullmann die Reihe "JAB 105" im Berliner Club A-Trane. Konzerte und Unterricht führten ihn in viele Länder Europas, nach Afrika, Mexiko, Kanada, USA und Südamerika.
http://ulikempendorff.de/

Benjamin Weidekamp (*1977) lebte von 1999 bis 2017 in Berlin, wo er Saxophon/Klarinette und Komposition studierte. Seit fast 25 Jahren widmet er sich mit zahlreichen eigenen Ensembles vom Trio bis zur erweiterten Big Band dem zeitgenössischen Jazz. Dabei bekennt er sich leidenschaftlich zum Eklektizismus und verarbeitet spielerisch zunächst gegensätzlich erscheinende Einflüsse - Jazz, serielle Musik, mikrotonale Musik, Hip-Hop, Indie-Pop, indigene Musik, improvisierte Musik. Sein Schaffen ist auf über zwanzig Tonträgern dokumentiert. Seit 2015 setzt sich Benjamin Weidekamp in seiner kompositorischen Arbeit intensiv mit aktuellen Fragen und Herausforderungen unserer Zeit auseinander und lässt dabei auch gesellschaftspolitische Positionen nicht außen vor. Die Projekte Filter Bubble, ERNTE, Brigade Futur III sowie das Bottom Orchestra legen davon Zeugnis ab. Die gemeinschaftliche Entwicklung und Umsetzung künstlerischer Ideen steht bei allen genannten Projekten im Mittelpunkt. Benjamin Weidekamp erhielt mehrere Kompositionsstipendien und verbrachte Atelieraufenthalte im Kleinen Markgräflerhof in Basel und im Künstlerhaus Lauenburg. Als Gastkomponist arbeitete er u.a. mit dem Berlin Art Orchestra, dem James Joyce Orchestra und der Spielvereinigung Süd zusammen. Er wirkte als Musiker und Komponist in zahlreichen Theaterproduktionen an renommierten deutschsprachigen Bühnen mit, schrieb Hörspielmusiken und realisierte ein Musiktheaterstück für Kinder für den Hessischen Rundfunk. Von 2007 bis 2020 spielt er die Holzbläser in der Dreigroschenoper am Berliner Ensemble in der legendären Inszenierung von Robert Wilson. Regelmäßige Tourneen, Konzerte und Gastspiele führten Weidekamp durch Europa, nach Asien, Australien und in die USA, u.a. zum Jazzfest Leipzig, Musik Triennale Köln, Deutsches Jazzfestival Frankfurt, akBank Jazzfest Istanbul, International Theatre Festival Tel Aviv - Yafo, Festspillene Nordiske Impulser i Bergen, Il Moro Jazzfest Sicilia, Hong-Kong Art Festival, Jazzfestival Willisau, Moers Festival, Internat. Arts Festival Perth, Next Wave Festival New York.

Kaspar Von Grünigen (*1982) lebt in Basel. KvG studierte Jazz-Kontrabass, Producing/Performance und Komposition an der Hochschule für Musik Basel und verbrachte einen halbjährigen Studienaufenthalt in Göteborg (SE). Im offenen Feld des Jazz und der improvisierten Musik interessiert er sich besonders für die Verbindung von Komposition in verschiedenen Komplexitätsgraden mit Improvisation und maximaler Kommunikation. Kaspar von Grünigen schreibt für eigene Ensembles und realisiert Stücke für Lesung, Hörspiel und Tonband. Als Kontrabassist ist er seit über zwanzig Jahren auf Konzertbühnen in der Schweiz und in Europa unterwegs und auf rund zwanzig Tonträgern zu hören. Sein eigenes künstlerisches Hauptprojekt ist das 14-köpfige BOTTOM ORCHESTRA. Aktuelle Formationen sind das D/CH-Quartett ERNTE (sozialistische Kampf- und Arbeiterlieder), das Trio BERG (future folk jazz) sowie das 20-köpfige genreübergreifende Improvisationsorchester UNORTHODOXJUKEBOX.O. Von 2011 bis 2018 war er Initiator und Mitorganisator von KLAPPFON, einer Konzertreihe für experimentelle Musik und kreativen Jazz in Basel. Seit Sommer 2016 leitet er die Jazzmusikschule der Musik-Akademie Basel und ist verantwortlich für die regionale Talentförderung im Bereich Jazz/Pop und das nationale Nachwuchsförderungsprojekt JUGENDJAZZORCHESTER.CH. Seit Herbst 2019 engagiert er sich zudem aktiv in der Basler Kulturpolitik in der IG für eine zeitgemässe Musikförderung Basel.
http://www.kasparvongruenigen.com

Evi Filippou (*1993) begann mit sieben Jahren Schlagzeug zu spielen. Mit einem Stipendium des Athener Konzerthauses absolvierte sie das Volos Konservatorium und zog 2011 nach Berlin, wo sie an der Hochschule für Musik Ηanns Eisler ihr Bachelor- und Masterstudium absolvierte (BA und MA mit Auszeichnung). Zu ihren beruflichen Erfahrungen gehören die Mitwirkung in Orchestern und Kammermusikensembles (u.a. Bolshoi Ballet Orchestra, Ensemble United Berlin) sowie Soloauftritte mit klassischer und improvisierter Musik und Duo-Kooperationen (ff duet mit Katerina Fotinaki, blowslap Duo mit dem Saxophonisten Hayden Chisholm). Filippou ist auch in der Jazzszene aktiv und spielte u.a. mit Stefan Schultzes’ Large Ensemble und Chris Dahlgrens’ DHALGREN. Zusammen mit der Harfenistin Andrea Voets arbeitet sie an Live-Filmmusik-Projekten (Musikjournalismus, u.a. Xenitia - ein dokumentarisches Konzert über Migration). Ihre eigene Musik und Arrangements spielt Evi mit ihrem Quintett inEvitable.Musiktheater ist auch ein wichtiger Teil ihres künstlerischen Lebens (Gründungsmitglied des Opera Lab Berlin Ensemble). Sie wirkt in zahlreichen Musiktheaterproduktionen mit (u.a. Neue Werkstatt der Staatsoper Berlin, Hauen und Stechen Musiktheater Kollektiv). Seit 2016 unterrichtet Evi auch an Berliner Grundschulen, unterstützt von Vincentino e.V. - Kultur stärkt Kinder in Berlin. Ständig beschäftigt mit der Koexistenz von Komposition und Improvisation, Präzision und authentischem persönlichen Ausdruck, lebt und arbeitet Evi in Berlin.
https://evifilippou.com/

David Meier Der Schlagzeuger und Komponist David Meier (*1985 in Luzern, Schweiz) arbeitet seit 2006 mit der international agierenden Schweizer Band Schnellertollermeier, die kompromisslos zwischen moderner Komposition, Minimal Music, Improvisation und Rockmusik musiziert.
Im Duo mit dem Synthesizer- und Computermagier Ramon Landolt arbeitet er im Grenzbereich zwischen elektronischer und akustischer Musik. In den Trios Zimmerlin-Stoffner-Meier und Meier-Hanes Amberg sowie im Duo mit der Geigerin Anouck Genthon und verschiedenen anderen Ensembles lotet er die Möglichkeiten des Schlagzeugs im Kontext improvisierter Musik aus. Sein Septett Hunter-Gatherer dient als Vehikel für seine rhythmisch komplexen und melodisch eigenwilligen Kompositionen, die stets viel Improvisation und spezifische Interpretationsstrategien enthalten. In seinen Soloauftritten kreiert er eine persönliche Musik, die durch den improvisatorischen Ansatz und die gleichzeitige Beschränkung auf wenige Parameter gekennzeichnet ist.
David studierte an den Musikhochschulen Bern und Luzern bei den Schlagzeugern Gerry Hemingway, Pierre Favre, Billie Brooks, Fabian Kuratli und Norbert Pfammatter. Er absolvierte das Nordic Master Program und verbrachte je ein Semester in Helsinki, Stockholm, Arhus und Trondheim. Im Jahr 2018 erhielt er das Atelierstipendium der Stadt Zürich und verbrachte 6 Monate in New York. Er tourte durch ganz Europa, Kanada, die USA, Chile & Argentinien, Indien, Russland & Sibirien, China, Korea & Japan. David lebt in Zürich und hat in den letzten Jahren viel Zeit in Helsinki, Berlin und New York verbracht.
https://d-meier.ch/

Text: enja

  1. Venham mais cinco
  2. Französisches Partisanenlied
  3. Die Moorsoldaten
  4. Dem Morgenrot entgegen
  5. Marsch
  6. Friedenslied
  7. Black & White
  8. Junge Pioniere (Lieben die Natur)

Einen Kommentar schreiben

Bitte rechnen Sie 4 plus 5.