Fare - Ant Mills I + II
Fare
Ant Mills I + II
Erscheinungstermin: 05.07.2024
Label: enja, 2024
Die Musiker von Fare schöpfen aus den Traditionen des Jazz, der Improvisation und der zeitgenössischen Avantgarde, insbesondere der minimalistischen Musik. Es ist eine anspruchsvolle, reife, zeitgenössische Musik voller versteckter Töne und Nuancen. Das Spiel der Musiker hat viel Raum, sie bauen die Spannung langsam auf, schätzen das Maßvolle und schaffen eine Musik von überwiegend kontemplativer Stimmung. (Jacek Brun, 05.08.2024)
Valentin Gerhardus - Piano
Felix Henkelhausen - Bass
Marius Wankel - Drums
„Fare“ ist ein Klaviertrio aus Berlin. Mit ihrem Debütalbum „Ant Mills“ präsentiert die Gruppe eine Auswahl freier Improvisationen, in denen man den Musikern auf dem Weg des gerade Entstehenden folgen kann, in denen sich Form und Richtung ständig verändern und entwickeln und doch ein größerer Bogen in ihnen liegt. Als Doppelalbum (Ant Mills I + II) veröffentlicht, funktionieren die beiden Sammlungen als zwei unterschiedliche Ansätze, durch eine fließende Erzählweise von Stück zu Stück einen größeren Spannungsbogen zu erzeugen, der mit einer Vielzahl kleiner Geschichten gefüllt ist.
Der Pianist Valentin Gerhardus, der Bassist Felix Henkelhausen und der Schlagzeuger Marius Wankel sind langjährige musikalische Weggefährten, die über die Jahre eine eigene Sprache musikalischer Gesten und Texturen entwickelt haben. Gemeinsam versuchen sie, sich von den Rollen ihrer Instrumente zu lösen und einen gemeinsamen Klangkörper zu bilden, in dem die Grenzen zwischen den Musikern verschwimmen und ein gleichberechtigtes Zusammenspiel frei von Konventionen entsteht.
In Anlehnung an das Phänomen der "Ant Mills", bei dem Ameisen bis zur Erschöpfung in einem Strudel laufen, entsteht aus diesem düsteren Naturphänomen, das an die moderne Menschheit erinnert, eine Erzählung, die den Zerfall und das daraus Entstehende thematisiert und ein harmonisches, zirkulierendes Bild von Werden und Vergehen zeichnet. Die Musik von Fare, begleitet von einem Text von Sophia Koh, verleiht diesem Bild eine friedvolle, nachdenkliche und zugleich befreiend leichte Dimension. Eine Musik, in der man sich verlieren kann und die gleichzeitig einen Weg eröffnet - immer im Sinne der Kreisbewegung als Sinnbild eines natürlichen Fortschritts.
Ant Mills I
Hier breitet sich die Saat des Nichts aus. Hier bedeutet Stillstand, dass etwas anderes beginnt, oder in einer Sprache zu sprechen, die niemand versteht. Eine Million Ameisen laufen von einer Seite zur anderen, schnell und klein, und manchmal werden sie langsamer. Wenn das Licht hereinkommt, um das Haus zu säubern, machen sie sich in völliger Dunkelheit auf den Weg.
Die Zeit seufzt, Heuhaufen bilden sich, der einsame Hirte schlägt mit seinem Stab gegen den Heuhaufen und sagt: "Halt, schlaf jetzt und schlaf weiter.
Ant-Mills II
Den ganzen Nachmittag dreht sich der Kreis. Während eines heftigen Regens gibt es eine Stunde, in der die Kolonne schwächer wird und fast verschwindet, aber als die Sonne zurückkehrt, verbinden sich die Linien wieder und der blinde Griff des Instinkts hält sie fest. Lang ist ihr Weg, so lange müssen sie wandern, ohne das Versprechen einer Zuflucht oder eines Ziels. Anfangen heißt aufhören, durch Sonne und Wolken, Tag und Nacht, Stunde um Stunde, bis zum Staub - nichts ist heilig. Nichts ist neu, ohne dass etwas anderes endet. Ding.
Ant Mills I:
- Seeds (Part I)
- Side to side (Part II)
- Life elsewhere (Part III)
- Break form
- When light sweeps in
- Take off / in total darkness
- Lines rejoin
- Sleep
Ant Mills II:
- Cyrill
- A language no one understands
- Befreiung
- Grip of instinct
- Dust
- Starting means stopping
- Dding
jazz-fun`s recap:
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