Franco Ambrosetti & Strings - Sweet Caress

Franco Ambrosetti & Strings - Sweet Caress - Albumcover
Franco Ambrosetti & Strings - Sweet Caress

Franco Ambrosetti & Strings
Sweet Caress

Erscheinungstermin: 09.08.2024
Label: enja, 2024

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jazz-fun`s recap:

Die Essenz dieser Musik liegt in den schönen, fast zuckersüßen Kompositionen und wunderbaren Arrangements. Der Meister des Flügelhorns Franco Ambrosetti verzaubert hier mit dem Klang seines Instruments und gibt jeder Komposition Form und Charakter. Dieses Album ist eine spannende Reise durch eine Welt faszinierender Musik, die nicht nur in der Jazztradition verwurzelt ist. (Jacek Brun, 10.08.2024)

Franco Ambrosetti - flugelhorn
John Scofield - guitar
Alan Broadbent - piano, arranger, conductor
Scott Colley - bass
Peter Erskine - drums
Sara Caswell - violin, concertmaster

Zu seinem 80. Geburtstag vor zwei Jahren schenkte der Altmeister des europäischen Jazz sich und den Seinen mit Nora ein aufwendig produziertes Balladenalbum mit Streichern und Flügelhorn. Im Line-Up treue Freunde und Weggefährten, die Streicher arrangiert und dirigiert vom zweifachen Grammy-Preisträger Alan Broadbent. Eine offenbar dauerhafte Zusammenarbeit, die so gut funktioniert hat, dass Ambrosetti nun mit Sweet Caress nachlegt.

Aus dem Streicherensemble ist ein 29-köpfiges Orchester mit Bläsern geworden, wieder arrangiert und dirigiert von Broadbent, der hier auch die Klavierparts übernimmt. Die Rhythmusgruppe liegt in den bewährten Händen von Bassist Scott Colley und Peter Erskine am Schlagzeug. Auch John Scofield tut auf zwei Tracks das, was er im Grunde immer tut: mit drei Schlägen ebenso charakteristische wie bleibende Spuren hinterlassen. Und über allem schwebt, wabert der samtweiche, leidenschaftliche Crooner-Ton des Flügelhorns. Kein Wunder, dass dieser Klang berührt.

Wieder ist es ein reines Balladenalbum geworden - mit Kompositionen, die ausschließlich von Jazzern stammen: Mal Waldrons „Soul Eyes“ aus den späten 50er Jahren, Russell Robinsons „Portrait of Jennie“, berühmt geworden durch Nat King Cole, oder Charlie Hadens „Nightfall“. Die Eigenkomposition „Habanera“, eine leicht verhangene Latin-Nummer mit einem tiefenentspannten Call-and-Respond zwischen Ambrosetti und Scofield. „Old Friends“, eine Komposition von Broadbent, zeigt ihn auch als versierten Solisten am Klavier. Nur das Titelstück fällt aus dem Rahmen, weil sich die Männer bezeichnenderweise zurückhalten: „Sweet Caress“ ist eine Art rhapsodisches Concertino nur für die erste Violine der Konzertmeisterin Sara Caswell.

Die Arrangements bewegen sich souverän zwischen Gil Evans, Burt Bacharach und Hollywood: großes Kino in jedem Fall. Aufgenommen wurde bei Sear Sound in New York, der finale Surround-Mix entstand im exklusiven Skywalker Sound in Kalifornien. Süffige, satte Tableaus, völlig aus der Zeit gefallen und schon deshalb zeitlos schön.

Text: enja

  1. Soul Eyes
  2. Portrait Of Jennie
  3. Sweet Caress
  4. Habanera
  5. Nightfall
  6. Old Friends
  7. Colors Of The Wind
  8. When The Sun Never Sets

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