Deutscher Jazzpreis 2026: Hauptjury entscheidet nach 1.200 Einreichungen
Preisverleihung im Rahmen der jazzahead! in Bremen
Der Deutscher Jazzpreis geht in seine sechste Ausgabe – und setzt 2026 ein weiteres deutliches Zeichen für die Bedeutung des Jazz als globale Kunstform. Rund 1.200 Einreichungen wurden für den diesjährigen Preis verzeichnet. In einem mehrstufigen Verfahren sichteten insgesamt 36 Jurymitglieder die Bewerbungen und bewerteten nicht nur künstlerische Leistungen, sondern auch Festivals, journalistische Beiträge sowie Projekte der Musikvermittlung.
Die Hauptjury hat inzwischen über die Preisträger:innen in 21 Kategorien entschieden. Die Kategorie „Komposition/Arrangement“ liegt traditionell in der Verantwortung einer Sonderjury. Die Bekanntgabe der Gewinner:innen erfolgt im Rahmen der feierlichen Preisverleihung.
Eine Jury mit breitem Blick auf die Jazzlandschaft
Die Hauptjury des Deutschen Jazzpreises vereint Perspektiven aus künstlerischer Praxis, Journalismus, Kulturmanagement und internationaler Festivalarbeit. Sie setzt sich aus Mitgliedern der Fach- und Sonderjurys sowie aus Persönlichkeiten der Musik- und Kulturszene zusammen und wird jedes Jahr neu berufen.
Zu den Jurymitgliedern 2026 zählen unter anderem die Journalistin Maxi Broecking, die Vibraphonistin Patricia Brennan, die britische Sängerin Norma Winstone sowie die Komponistin und Klarinettistin Rebecca Trescher.
Auch internationale Stimmen wie Matana Roberts oder Kulturmanager:innen und Kurator:innen aus unterschiedlichen Bereichen bringen ihre Perspektiven ein.
Internationale Ausstrahlung und kulturelle Verantwortung
Für Karen Kennedy, Sprecherin der Hauptjury, ist der Deutsche Jazzpreis weit mehr als eine nationale Auszeichnung:
„Die Etablierung des Deutschen Jazzpreises ist ein starkes Zeichen für das anhaltende Erbe und die globale Bedeutung des Jazz – einer Kunstform, die von Schwarzen Afro-Amerikaner:innen geschaffen wurde.“
Der Preis würdigt nicht nur die Ursprünge dieser Musik, sondern unterstützt auch aktiv ihre Weiterentwicklung. Dabei richtet sich der Blick bewusst sowohl auf etablierte Persönlichkeiten als auch auf neue Stimmen der Szene.
Besonders hervorgehoben wird die internationale Wirkung des Preises. Gerade in den USA gilt der Deutsche Jazzpreis inzwischen als wichtige Auszeichnung, die die globale Sichtbarkeit von Künstler:innen stärkt und den Zugang zu internationalen Acts erleichtert.
Darüber hinaus fördert der Preis gezielt jene Akteur:innen, die Jazz in die Zukunft tragen – darunter Komponist:innen, Interpret:innen sowie Vermittler:innen in den Bereichen Festivalarbeit, Medien und kulturelle Bildung.
Hauptjury des Deutschen Jazzpreises 2026
Vincent Bababoutilabo – Musiker und Autor (Berlin)
Henrietta Bauer – Labelinhaberin (Bretford Records), Musikmanagerin, Konzertveranstalterin und Bookerin
Maxi Broecking – Journalistin und Autorin (ZEIT, Tagesspiegel, taz, Jazzthing), Dozentin (Columbia University, HCA), Kuratorin und Publizistin
Patricia Brennan – Vibraphonistin, Marimbistin, Improvisatorin und Komponistin
Ella O’Brien-Coker – Musikerin, Musikwissenschaftlerin und Managerin
Musina Ebobissé – Saxophonist und Komponist
Natalie Greffel – Musikerin und Kuratorin des XJAZZ! Festivals
Sebastian Hecht – Kulturmanager und Kurator
Demian Kappenstein – Schlagzeuger, Komponist und Podcaster bei MDR Kultur
Karen Kennedy – Artist Managerin, Präsidentin und Gründerin von 24 Seven Artist Development
Matana Roberts – Bildende:r Künstler:in, Komponist:in und Musiker:in
Isumi Rögner – Kultur- und Tourmanagerin, Dramaturgin sowie Produktionsleiterin und Co-Kuratorin des mu/niq jazz Festival (niq kollektiv)
Rebecca Trescher – Komponistin, Klarinettistin und Bandleaderin
Marie von der Heydt – Geschäftsführerin des Musicboard Berlin und des Festivals Pop-Kultur
Norma Ann Winstone – Sängerin und Songtexterin
Jordan White – Gitarrist, Komponist, Kurator und Dozent
Dennis Wiesch – Dramaturgie und Projektentwicklung bei den Monheimer Kulturwerken GmbH
Preisverleihung bei der jazzahead! in Bremen
Die Preisverleihung findet am 25. April 2026 im Congress Centrum Bremen statt – eingebettet in das 20-jährige Jubiläum der jazzahead!.
Damit wird die enge Verbindung zwischen dem Deutschen Jazzpreis und der internationalen Jazzplattform der jazzahead! erneut sichtbar. Die Veranstaltung bringt Musiker:innen, Journalist:innen, Kurator:innen und Branchenvertreter:innen aus aller Welt zusammen.
Durch den Abend führen die Moderator:innen Thelma Buabeng und Götz Bühler. Als erster Live-Act wurde bereits das Moses Yoofee Trio bestätigt. Weitere musikalische Beiträge sollen in den kommenden Wochen bekannt gegeben werden.
Mit seiner sechsten Ausgabe bestätigt der Deutsche Jazzpreis einmal mehr seinen Anspruch, die Vielfalt und Innovationskraft der internationalen Jazzszene sichtbar zu machen – und zugleich die Bedeutung von Netzwerken, Austausch und kultureller Förderung zu stärken.
Weitere Infos und Tickets
Tickets sind über den offiziellen Ticketpartner rausgegangen.de erhältlich.
Weitere Informationen zu den Nominierten und zur Preisverleihung unter www.deutscher-jazzpreis.de
DEUTSCHER JAZZPREIS
Seit 2021 prämiert der Deutsche Jazzpreis herausragende künstlerische Leistungen der nationalen und internationalen Jazzszene. Hauptförderer des Preises ist der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Die sechste Preisverleihung findet am 25. April 2026 im Congress Centrum Bremen (CCB) stat
Über die Initiative Musik
Die Initiative Musik ist die zentrale Fördereinrichtung der Bundesregierung und der Musikbranche für die deutsche Musikwirtschaft. Sie stärkt die Präsentation und Verbreitung von Musik aus Deutschland im In- und Ausland. Hauptförderer ist der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), der damit einen zentralen Beitrag zur Stärkung der Musikwirtschaft in Deutschland leistet. Die Geschäftsstelle der Initiative Musik wird getragen von der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL), der GEMA und dem Deutschen Musikrat. Weitere Gelder kommen u.a vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE).
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