Sparks & Visions lädt vom 24.-26. Januar 2025 zum dritten Mal ins Theater Regensburg zur gemeinsamen musikalischen Entdeckungsreise ein
Das noch junge Jazzfestival Sparks & Visions überzeugte in den ersten beiden Ausgaben mit seinerm umfassenden Anspruch und zeigte im 200 Jahre alten klassizistischen Dreirangtheater von Regensburg, wie vielfältig Jazzmusik sein kann. Auch im dritten Jahr - und um eine Nominierung als Festival des Jahres beim Deutschen Jazzpreis 2024 reicher - präsentiert Veranstalterin und Kuratorin Anastasia Wolkenstein in Kooperation mit dem Theater Regensburg in acht Konzerten hochkarätige Musiker/innen aus 13 verschiedenen Ländern, die Jazz in vielen Facetten auf die Bühne bringen werden und auch Musik, die in spannender Art und Weise über ihn hinausgeht. BR-Klassik schneidet das gesamte Festival mit und wird die Aufnahmen zu späterem Zeitpunkt senden.
Eröffnet werden die drei Tage mit dem europaumspannenden Sextett inEvitable extended der Vibraphonistin und Komponistin Evi Filippou, welches sich Formen der griechischen Folklore widmet, die es mit Jazz und Improvisa- tionsmusik paart. Filippou schlägt damit den Bogen zum gefeierten Vorjahresfestival, wo sie im Duo mit dem deutsch-rumänischen Kontrabassisten Robert Lucaciu durch eine nur selten erfahrbare Mischung aus Musikalität und Menschlichkeit nachhaltig beeindruckt hat.
Danach wird der vielseitige Posaunist, Komponist und Arrangeur Robinson Khoury - ein aufgehender Stern am französischen Jazzhimmel - mit seinem Trio MŸA um Percussionistin Anissa Nehari und Pianist/Keyboarder Léo Jassef in seiner Deutschlandpremiere auf eine elektro-akustische und zwischenzeitlich hochenergetische Traumreise entführen, die nahöstliche Skalen mit modernem Jazzidiom auf spannende Art und Weise verbindet und mit retro-futuristischen Untertönen anreichert.
Den starken Abschluß des ersten Festivalabends macht Latent Info, das neue Projekt des in New York und Athen lebenden Bassisten Petros Klampanis. Er wird - auch dies eine Deutschlandpremiere - gemeinsam mit dem estnischen Pianisten Kristjan Randalu und dem israelischen Drummer Ziv Ravitz auf hochpoetische Art und Weise die Schönheit und Kraft auffächern, die in allen unbemerkten Dingen liegt, kurz bevor das zugehörige Album bei enja records erscheint.
Simin Tander, Sängerin mit afghanischen Wurzeln eröffnet mit ihren feinsinnigen Gefährt/innen Harpreet Bansal an der Violine, Björn Meyer am Bass und Samuel Rohrer am Schlagzeug den Samstag. Gemeinsam kreieren die vier einen hochgradig durchlässigen, dabei aber tiefgründigen Klang, der zu arabesk schillernder und teils hypnotischer Intensität findet.
Im Anschluß wird ein Schlaglicht auf die junge Jazzszene Polens geworfen. O.N.E., Polens erstes rein weiblich besetztes Jazz-Quartett, vertreibt mit seinem energiegeladenen, kompromisslosen Freejazz jeglichen Anflug von Melancholie ohne dabei auf lyrisch-liedhafte Momente zu verzichten.
Den zweiten Festivalabend bringt das Projekt corto.alto des aus Glasgow stammenden, preisgekrönten Multiinstrumentalisten, Komponisten und Produzenten Liam Shortall mit seinem Quintett um Tastengenie Fergus McCreadie nach Hause. Uns erwarten spätnächtlich-brizzlig-chillig-energetischer Jazz, mit Beats angereicherte Improvisationen und Bläsersätze, die man
sonst allenfalls von Shake Stew im Verbund mit Shabaka Hutchings kennt.
Zur Sonntags-Matinee des Festivals spielt anlassgerecht ein Streichquartett. Das noch junge, aber bereits renommierte, international besetzte und in Amsterdam beheimatete North Sea String Quartet nimmt sich die Freiheit, die Gattungsgrenzen und Möglichkeiten seiner Instrumente neu zu definieren und schafft es dabei immer wie ein einziger, organisch gewachsener Körper zu klingen.
Der Abschluss-Act unseres 2025er-Festivals führt einmal mehr ins benachbarte Polen. Das mehrfach ausgezeichnete Marcin Wasilewski Trio, welches seit 30 Jahren das Erbe der polnischen Jazztradition von Krzysztof Komeda bis Tomasz Stanko in die Welt hinausträgt, macht im Rahmen seiner Anniversary Tour in Regensburg Station. Der hohe Anspruch des Trios an die Soundqualität zeigt zum Festivalende noch einmal die herausragende Akustik des Theaters Regensburg, die vollendeten Hörgenuss garantiert.
Das Bühnenbild von Künstler Karl Iaro mit seinen großen gläsernen Mobiles ist mittlerweile zur optischen Signatur von Sparks & Visions geworden und unterstützt das Hauptanliegen des Festivals: Jazzfans in einer besonders ästhetischen und stimmigen Atmosphäre ein qualitativ hochwertiges und vielfältiges Programm mit der einen oder anderen Neuentdeckung zu bieten und Menschen, die bisher noch keinen Jazz hörten, zu zeigen, dass dieser für jeden etwas bereithält, der sich für Musik und Menschen interessiert.
Das Internationale Jazzfestival Sparks & Visions wird veranstaltet durch eine gemeinnützige UG mit Anastasia Wolkenstein als Geschäftsführerin und Kuratorin des Festivals und unterstützt durch die Stadt Regensburg, die Sparkasse Regensburg und weitere Sponsoren. Wolkenstein ist seit 15 Jahren im Musikgeschäft als Agentin für hochkarätige und preisgekrönte Musiker:innen des zeitgenössischen Jazz tätig, war u.a. zweimal Hauptjurymitglied beim Deutschen Jazzpreis und ist seit 2023 künstlerische Leiterin des internationa- len Festivals Jazz&TheCity in Salzburg.
Tickets und Informationen
Tagestickets und Festivalpässe in 5 Kategorien sind ab Freitag, den 15.11.2024 beim Theater Regensburg (Theaterkasse und online) erhältlich.
Informationen zum Programm unter www.sparks-and-visions.com
https://sparks-and-visions.com/
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