Ein Fest des Jazz und des Sommers in voller Blüte an der Ostsee – JazzBaltica 2025
„So viele wunderbare Momente, internationale Klänge und Lebensfreude – JazzBaltica war wieder ein großes Fest!“ – mit diesen Worten brachte Nils Landgren, der künstlerische Leiter des Festivals, die besondere Atmosphäre der diesjährigen Ausgabe auf den Punkt. Vier sonnige Tage an der warmen Ostsee, Timmendorfer Strand erfüllt von Musik, Lächeln und Gesprächen – hier trifft sich jedes Jahr die Jazzfamilie, um gemeinsam etwas Einzigartiges zu erleben.
JazzBaltica ist mehr als nur ein Festival – es ist eine Geschichte. Von morgendlichen Kaffees mit Blick aufs Meer, nächtlichen Jamsessions, berührenden Premieren junger Talente und magischen Momenten mit großen Meister*innen. Es ist ein Ort, an dem sich Menschen aus aller Welt begegnen – vereint durch ihre Liebe zur Musik.
In diesem Jahr kamen rund 19.000 Besucher*innen nach Timmendorfer Strand, um vier Tage lang ein von „Herzkönig“ (so Schauspielerin Katja Riemann) Nils Landgren kuratiertes Programm zu genießen. Auf den Bühnen standen internationale Größen wie John Beasley, Céline Bonacina, Michael Wollny, Nils Wülker, Arne Jansen und Magnus Lindgren. Mit dabei waren auch renommierte Formationen wie die NDR Bigband, das Latvian Radio Big Band sowie Electro Deluxe aus Frankreich. Insgesamt fanden 35 Konzerte statt – alle ausverkauft und voller Begeisterung aufgenommen.
Ergänzt wurde das Programm durch ein farbenfrohes Open-Air-Angebot: 21 kostenfreie Konzerte lockten Tausende auf das Festivalgelände und an die Bühne direkt am Strand. Im Liegestuhl oder in der Hängematte, mit Crêpe oder Aperol in der Hand – die Besucher*innen konnten lauschen, entspannen und einfach den Moment genießen.
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther eröffnete das Festival am Freitag feierlich und betonte die verbindende Kraft der JazzBaltica: „Seit vielen Jahren ist die JazzBaltica ein Ort der Begegnung – zwischen Künstler*innen auf der Bühne und einem begeisterten Publikum, zwischen jungen Talenten und etablierten Stars, zwischen regionaler Verwurzelung und internationaler Offenheit.“ Zugleich sprach er Nils Landgren seinen besonderen Dank aus: „Nils, du bist ein genialer Geist, der die JazzBaltica seit vielen Jahren prägt und dieses Festival so lebendig und vielfältig macht!“
Im Rahmen der offiziellen Preisverleihung auf der Hauptbühne überreichte Günther den IB.SH JazzAward 2025 an Lennart Meyer. Seit 2008 würdigt die IB.SH mit dem mit 5.000 Euro dotierten Preis herausragendes Potenzial junger Jazzmusiker*innen aus Deutschland, die bei der JazzBaltica auftreten. Besonders bewegend war die Interpretation des Klassikers „Summertime“, den Meyer gemeinsam mit Nils Landgren an der Posaune vortrug – ein musikalischer Dialog voller Gefühl und Poesie. Am Samstag spielte Meyer mit seiner Band Analogue Swing ein umjubeltes Konzert im Strandpark.
Das internationale Line-up des Festivals zeigte die ganze stilistische Vielfalt des Jazz – mit aufregenden Klangfarben aus aller Welt. Der Trompeter Peter Somuah aus Ghana verband Musik seiner Heimat mit modernem Jazz. Electro Deluxe verwandelten mit ihrer energiegeladenen Soul- und Funkshow das Konzerthaus in einen Tanzclub. Die spanische Posaunistin und Sängerin Rita Payés berührte das Publikum mit katalanischen Wiegenliedern, Bossa Nova und Fado. Die französische Saxofonistin Céline Bonacina verschmolz auf eindrucksvolle Weise europäische und afrikanische Rhythmen. Das junge Latvian Radio Big Band überzeugte mit kraftvollen Arrangements in Zusammenarbeit mit zwei renommierten Solisten: John Beasley am Klavier und dem Multiinstrumentalisten Magnus Lindgren.
Wie wichtig kulturelle Grenzüberschreitungen sind, zeigte auch das Familienkonzert: Schauspielerin Katja Riemann las die Geschichte „Die Vögel“ – ein Gleichnis über Menschenrechte und Ausgrenzung – begleitet von einem sensibel agierenden Jazzensemble. Mit dabei waren Ella Burkhardt, Kjell Kitzing, Fabia Mantwill, Lisa Wulff, Eva Klesse, Nils Landgren sowie Gitarrist Arne Jansen, der die Musik eigens komponiert hatte.
Die 21 Open-Air-Konzerte gaben einen eindrucksvollen Einblick in die junge Jazzszene. Bis spät in die Nacht zeigten aufstrebende Künstler*innen wie Olivia Trummer, Matthias Schwengler, Svante Söderqvist und Mareike Wiening, wohin sich der Jazz bewegt – mit mutigen Genre-Mischungen, poetischen Klangexperimenten, großer Improvisationsfreude, folkloristischen Einflüssen und dem Bruch mit akademischen Jazz-Klischees.
Nils Landgren selbst war das verbindende Herz des Wochenendes – präsent auf allen Bühnen, stets mit Humor, Charme und seinem roten Posaunenkoffer. Immer wieder griff er zum Instrument und mischte sich in die Konzerte ein – nicht als Star, sondern als Mitspieler, der seine Liebe zur Musik mit allen teilen möchte.
Die nächste JazzBaltica findet vom 25. bis 28. Juni 2026 statt. Der Vorverkauf beginnt im Herbst. Wer bis dahin nicht warten möchte, hat am 8. Dezember bei „Winterwunder“ in den Holstenhallen Neumünster die Gelegenheit, Nils Landgren mit seinem festlichen Programm „Christmas with my Friends“ live zu erleben.
Mehr Informationen und Tickets unter: www.jazzbaltica.de
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Richard Galliano, Foto: Jacek Brun -
Paolo Fresu, Foto: Jacek Brun -
Jan Lundgren, Richard Galliano, Paolo Fresu, Foto: Jacek Brun -
Magnus Lindgren, Foto: Jacek Brun -
John Beasley & Magnus Lindgren, Foto: Jacek Brun -
John Beasley, Foto: Jacek Brun -
John Beasley & Latvian Radio Big Band, Foto: Jacek Brun -
John Beasley & Magnus Lindgren, Foto: Jacek Brun -
Michael Wollny, Foto: Jacek Brun -
Michael Wollny, Foto: Jacek Brun -
Michael Wollny, Foto: Jacek Brun -
Eric Schaefer, Foto: Jacek Brun -
Tim Lefebvre, Foto: Jacek Brun -
Olivia Trummer, Foto: Jacek Brun -
Olivia Trummer, Foto: Jacek Brun -
Olivia Trummer, Foto: Jacek Brun -
Peter Somuah Quartet, Foto: Jacek Brun -
Peter Somuah Quartet, Foto: Jacek Brun -
Rita Payés, Foto: Jacek Brun -
Rita Payés, Foto: Jacek Brun -
Rita Payés, Foto: Jacek Brun
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