Karl Ratzer Trio - Vienna Red

Karl Ratzer Trio - Vienna Red - Album cover
Karl Ratzer Trio - Vienna Red

Karl Ratzer Trio
Vienna Red

Erscheinungstermin: 20.06.2025
Label: IN+OUT Records, 2025

Karl Ratzer Trio - Vienna Red - bei JPC kaufen Bestellen bei IN+OUT Records

jazz-fun`s recap:

Karl Ratzer begeistert mit seinem Trio nicht nur durch brillante Technik und subtile solistische Einlagen. Auf diesem Album begegnen wir einer Qualität, die nur den ganz Großen vorbehalten ist – Meistern ihres Instruments, charismatischen Persönlichkeiten und Künstlern mit unverwechselbarer Handschrift. Es ist diese Aura, die sich nicht imitieren lässt. Zwar sind Virtuosität und Erfahrung unüberhörbar präsent, doch im Mittelpunkt steht etwas noch Wichtigeres: die Fähigkeit, eine musikalische Geschichte zu erzählen, uns durch Klangwelten zu führen und mit Melodien immer wieder aufs Neue zu berühren.

„Vienna Red“ ist ein Konzert voller Innigkeit, Ausdruckskraft und feinster musikalischer Sensibilität. Es finden sich intime Momente, berührende Melodien und Soli, die tief ins Herz gehen. Doch das Album lebt nicht nur von Karl Ratzers unverkennbarer Stimme auf der Gitarre – es ist das Zusammenspiel dreier herausragender Musiker, die als Trio eine einzigartige Balance und Tiefe erschaffen.

Ein bewegendes Werk, das nicht nur Ratzer-Fans, sondern alle Liebhaber großer Jazzkunst begeistern wird. Unverzichtbar für jeden Jazzliebhaber.

(Jacek Brun, 17.08.2025)

Besetzung

Karl Ratzer – guitar, vocals
Peter Herbert – bass
Howard Curtis – drums

Karl Ratzer Trio – „Vienna Red“: Ein Meisterwerk voller Intimität und erzählerischer Tiefe

IN+OUT Records feiert den 75. Geburtstag des Wiener Gitarristen Karl Ratzer mit einem Live-Album, das er gemeinsam mit dem Bassisten Peter Herbert und dem Schlagzeuger Howard Curtis eingespielt hat. Es ist sein 36. Album als Bandleader oder Co-Leader.

„Ich bin so dankbar, dass ich diese herausragenden Musiker schon so viele Jahre in all meinen Projekten habe”, sagt Ratzer. „Nachdem wir so lange zusammengespielt haben, haben wir unseren Sound.“ Ihre unauslöschliche Chemie wurde über viele Jahre hinweg bei Auftritten im Wiener Jazzclub Porgy & Bess gefestigt. Der Club ist der führende Jazztempel der Stadt und liegt im Herzen der historischen Innenstadt, nur einen kurzen Spaziergang vom Stephansplatz entfernt, dem geografischen Zentrum Wiens. Tatsächlich ist der Manager des Clubs, Christoph Huber, der Ratzer seit 15 Jahren für ein spezielles Silvesterkonzert bucht, mitverantwortlich für das, was man auf „Vienna Red” hört. „Eigentlich hat mich Christoph dazu inspiriert, Trio zu spielen“, sagt der Gitarrist. „Und er hat mir die Möglichkeit gegeben, unseren Sound durch die Auftritte in seinem Club weiterzuentwickeln.“

Die Ergebnisse dieser langjährigen Zusammenarbeit sind auf „Vienna Red” zu hören, einer Live-Aufnahme, die das Trio im Porgy & Bess Jazzclub eingespielt hat. Es ist eine intime und elegante Angelegenheit, bei der Ratzer mit seinem hochgradig interaktiven Rhythmus-Tandem abwechselnd leidenschaftlich swingt, verführerische Bossa Novas erkundet oder die Tiefen der Emotionen in bewegenden Balladen auslotet. Bei den Vokaltiteln beeindruckt er mit einer herzzerreißenden, berührenden Stimme, die an den Gesang Chet Bakers erinnert.

Als versierter Gitarrist mit einem nuancierten Anschlag und einer ausgefeilten harmonischen Palette hat Ratzer eine seltene Beherrschung seines Instruments bewiesen. Diese geht auf seine Arbeit als gefragter Sideman in den frühen 1980er Jahren mit amerikanischen Jazzgrößen wie Chet Baker, Art Farmer, Lee Konitz, James Moody, Johnny Griffin und Eddie „Lockjaw” Davis sowie mit seinem Wiener Freund und Kollegen, dem Pianisten Fritz Pauer, zurück. Während sein lineares Konzept an Gitarrengrößen wie Jim Hall und Pat Martino erinnert – und in seinen dissonantesten Momenten, bei einigen gewagten Soloexplorationen, an das kantigere Spiel von James Blood Ulmer –, reichen Ratzers Einflüsse von Peter Green, Jeff Beck und Johnny Winter aus seinen Rocktagen in den frühen 70ern bis zu Jazzlegenden wie Grant Green und Wes Montgomery. Als weiteren wichtigen Einfluss nennt er Kosta Lukács, einen in Budapest geborenen Gitarristen, dessen Fusion-Album „Mr. Guitar” von 1969 unter Kennern als Klassiker gilt. „Als ich ein Teenager war, haben wir immer im Park Gitarre gespielt”, erinnert sich Ratzer. „Er war ein Flüchtling aus Ungarn, der kein Englisch sprechen konnte. Duke Ellington und Oscar Peterson wollten ihn beide in die Staaten holen, aber er war nicht interessiert.“ Lukács starb 1993 im Alter von 50 Jahren, bevor er sich in den USA einen Namen machen konnte. Ratzer jedoch hält seinen Geist lebendig.

Text: IN+OUT Records

Titelliste

  1. I Fall In Love To Easily
  2. Footprints
  3. Blue Moon
  4. Until You're Mine
  5. Poor Butterfly
  6. Splendid Bandit / Love Is A Many-Splendored Thing
  7. Sometime Ago

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