Lea Maria Fries - CLEO

Lea Maria Fries - CLEO - Albumcover
Lea Maria Fries - CLEO

Lea Maria Fries
CLEO

Erscheinungstermin: 04.04.2025
Label: Heavenly Sweetness, 2025

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jazz-fun`s recap:

Ein Album von beispielloser musikalischer Qualität. Jazz kann eine durch und durch moderne Musik sein, gespielt und gesungen. Jazz hat seine Kanons, sich ihnen zu stellen ist eine Herausforderung, aber vor allem muss man in der Lage sein, innerhalb dieser Konvention neue Werte zu schaffen. Genau das tut Lea Maria Fries auf ihrem neuen Album. Es ist mehr, als den Kanon zu bändigen und weiterzumachen. Es ist die Erschaffung eines neuen musikalischen Raumes. Grandiose Musik, die mit jedem neuen Ton begeistert. (Jacek Brun, 07.04.2025)

Besetzung

Lea Maria Fries - Gesang/Lyrics
Gauthier Toux - Piano
Julien Herné - Bass
Antoine Paganotti - Schlagzeug

Gäste:        
Raynald Colom - Trompete
Tao Ehrlich - Schlagzeug
Vincent Peirani - Akkordeon
Eric Facon (Lyrics)

Über das Jazz Album "CLEO" von Lea Maria Fries

Mit einer Stimme, die unter die Haut geht, und einer unverwechselbaren musikalischen Handschrift gehört die Schweizer Sängerin Lea Maria Fries zu den aufregendsten Künstlerinnen der modernen Jazzszene. Ihre Musik ist eine aufregende Fusion aus afroamerikanischer Musik, modernem Jazz, experimentellen Rockelementen und poetischen Texten. Ein Sound, der Genregrenzen überschreitet und tief berührt.

Ihr Debütalbum unter eigenem Namen „Cleo“ markiert einen Meilenstein in ihrer Karriere. Auf dem Album, das aus 13 abwechslungsreichen Stücken besteht, hat Lea Maria Fries nicht nur die meisten Kompositionen selbst geschrieben, sondern auch an den Texten mitgewirkt. Mit diesem Werk beweist sie eindrucksvoll ihre künstlerische Vielseitigkeit und ihr Talent, unterschiedliche musikalische Einflüsse zu einem harmonischen Gesamtwerk zu vereinen. Die Songs auf „Cleo“ bewegen sich mühelos von einem Musikstil zum nächsten und wechseln zwischen verschiedenen Sprachen - eine Reise, die die Zuhörer*innen in eine Welt voller Emotionen und kreativer Klänge entführt. Produziert wurde das Album von Julien Herné, der die charakteristischen Elektro-Texturen entwickelte, über die Lea ihre Stimme legt. Die Texte, die sie zusammen mit dem Journalisten Eric Facon geschrieben hat, wechseln fließend zwischen Englisch, Französisch, Deutsch und sogar Schweizerdeutsch und spiegeln die kulturelle und sprachliche Vielfalt wider, die Lea in sich trägt.

Eines der herausragenden Stücke ist „Chrüz“ (Kreuz), eine Meditation über ihre Herkunft und die Geschichte der Frauen in ihrer Familie - ein kraftvolles Statement über die Schönheit und Strenge ihrer Heimat und die Rolle der Religion. Hinzu kommt eine berührende Interpretation des Chansonklassikers „India Song“ von Marguerite Duras, den Lea mit großer Demut und unterstützt vom virtuosen Akkordeonisten Vincent Peirani vorträgt.

"Um zu wachsen, muss man sterben. Sich von Überflüssigem trennen und sich seinen Ängsten stellen"

Das Album erzählt von Wachstum, Veränderung und weiblicher Stärke. Stücke wie „Liquid Thoughts“ behandeln Themen wie das Loslassen von Ängsten und Überflüssigem, während „Witch’s Broom“ die Macht der Frauen in der Gesellschaft und im künstlerischen Leben hervorhebt. Die Rolle der Frau als Kämpferin und Inspirationsquelle zieht sich wie ein roter Faden durch das Album. Nicht umsonst trägt es den Namen „Cleo“, inspiriert von Kleopatra, einer Frau, die Lea seit ihrer Kindheit fasziniert. Das Album ist aber auch eine Hommage an all die modernen Kleopatras, die Lea geprägt haben: von Tina Turner über Nina Simone, Erykah Badu und Joni Mitchell bis hin zu ihrer eigenen Mutter. Songs wie „Umleitung“ (mit dem französisch-katalanischen Trompeter Raynald Colom) erzählen von Demut, während „Life Below“ das Unterbewusstsein erkundet. „Fungi“ widmet sich der faszinierenden Welt der Pilze und in „Get Off My Back“ betont Lea ihre Unabhängigkeit. Ein weiteres Highlight ist „Jools“, ein Stück, das sie für ihren Partner geschrieben hat. Mit einer subtilen Anspielung auf „Hey Jude“ von den Beatles thematisiert es Ängste und Herausforderungen, vermittelt aber auch Hoffnung. Das Album endet mit „Liquid“, einem Echo des ersten Titels, das den ewigen Wandel betont, der uns Menschen wachsen lässt.

Die Musik von Lea Maria Fries erinnert an die Klangexperimente von Mélanie De Biasio, ihre Präsenz und ihr Timbre an Beth Gibbons - aber ihr eigener Charakter wird in jedem Titel deutlich. Wie ihre Vorgängerinnen liebt sie Live-Auftritte, beherrscht die Bühne mit Eleganz. «Cleo» ist ein sensibles Werk mit Tiefgang, voller Geschichten, in denen sie die persönliche Suche einer Künstlerin einfühlsam und ernsthaft beschreibt.  Ein Album der Verwandlung. Das erste Werk einer jungen Schweizerin, die in die Welt hinausgezogen ist, um sich selbst zu finden: Über Luzern nach Berlin und schliesslich nach Paris. Heute ist sie die Heldin ihrer eigenen Geschichte, als Frau und als Künstlerin. Ob auf renommierten Festivals wie dem Montreux Jazz Festival oder in intimer Clubatmosphäre - Lea Maria Fries begeistert ihr Publikum mit ihrer einzigartigen Präsenz und musikalischen Tiefe. Ihre Konzerte sind ein Erlebnis: eine perfekte Symbiose aus Intimität und Ausdrucksstärke, bei der sie ihre Zuhörer*innen mit auf eine emotionale Reise nimmt - mal sanft und berührend, mal kraftvoll und dynamisch. Als Sängerin und Songwriterin versteht sie es, Geschichten in Musik zu verwandeln. Ihre Texte sind ehrlich, poetisch und nahbar, während ihre Melodien von einer emotionalen Tiefe zeugen, die lange nachklingt. Diese Authentizität macht sie zu einer der prägendsten Stimmen der Schweizer Musiklandschaft - und weit darüber hinaus.

Lea Maria Fries wuchs in einer ländlichen Gegend vor der Kulisse der Alpen auf. Dank einer improvisationsfreudigen Musiklehrerin und der Nähe zum bekannten Jazzfestival Willisau entdeckt Lea ihr Talent als Jazzsängerin und Musikerin. Sie besucht die Jazzschule Luzern, übt Tonleitern und Scat-Gesang, versucht sich im Free Jazz, sucht die Freiheit und das Experiment. Hier bekommt sie das Rüstzeug für ihre eigene musikalische Suche. Dann der große Schritt: Lea überwindet ihre angeborene Schüchternheit und präsentiert sich am Jazz Vocal Competition des Montreux Festivals. Kein Geringerer als Quincy Jones leitet den Wettbewerb. Mit 21 Jahren ist Lea die jüngste der Finalistinnen. Ihr erster Auftritt auf der Bühne ist der Startschuss für eine lange Reihe von Konzerten und Projekten. Lea Maria Fries etabliert sich schnell in der Schweizer Szene, merkt aber bald, dass sie ihre Komfortzone verlassen muss. Sie zieht nach Berlin, in die unbekannte Großstadt, lernt Zweifel, Einsamkeit und das Schreiben kennen. Inspiriert wird sie von grossen Künstlerinnen - Björk, Joni Mitchell, Shirley Horn und vor allem ihrem Idol Meshell Ndegeocello - aber auch von abenteuerlustigen Bands und Musikern wie Radiohead oder Marc Ribot.

Die Sängerin, Autorin und Komponistin gründet ein Trio und geht auf Tournee durch Russland und Osteuropa. Beim Cully Jazz Festival in ihrer Schweizer Heimat lernt sie die Musiker kennen, mit denen sie heute arbeitet: den Pianisten Gauthier Toux, mit dem sie das Pop-Abenteuer "For A Word" gründet, dann ihr Alter Ego, den Bassisten Julien Herné, ihren kreativen Gefährten, den musikalischen Übersetzer ihrer Gedanken und Gefühle.  Mit ihm gründet Lea das Duo «Et.nu», ein Klanglabor, in dem sie ihre Fähigkeiten verfeinert.

Text: Heavenly Sweetness

Titelliste

  1. Liquid Thoughts
  2. itch's Broom
  3. Umleitung
  4. Chrüz
  5. Cleo
  6. Just Passing
  7. India Song
  8. Hello
  9. Life Below
  10. Funghi
  11. Get Off My Back
  12. Jools
  13. Liquid

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