Marcin Masecki, Eldar Tsalikov, Jan Pieniążek - Monk

Marcin Masecki, Eldar Tsalikov, Jan Pieniążek - Monk - Albumcover
Marcin Masecki, Eldar Tsalikov, Jan Pieniążek - Monk

Marcin Masecki, Eldar Tsalikov, Jan Pieniążek
Monk

Erscheinungstermin: 28.02.2025
Label: BMC, 2025

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jazz-fun`s recap:

Beeindruckende und überraschende Interpretationen! Obwohl die Kompositionen bestens bekannt sind und schon hunderte Male interpretiert wurden, ist hier alles anders, neu, überraschend und mitreißend. Es ist, als würden wir diese Musik völlig neu entdecken. Der Hauptbezugspunkt sind natürlich die Kompositionen des Meisters, aber die Musik auf diesem Album ist völlig neu. Marcin Masecki und seine Freunde haben sich nicht nur als exzellente Musiker erwiesen, die absolute Meisterschaft, Wissen und Aufführungsfähigkeiten unter Beweis stellen, sondern auch als große Gelehrte der Jazztradition. (Jacek Brun, 28.02.2025)

Besetzung

Marcin Masecki - piano
Eldar Tsalikov - clarinet, saxophone
Jan Pieniążek - drums

Über das Album "Monk" von Marcin Masecki, Eldar Tsalikov und Jan Pieniążek

Marcin Masecki ist einer der produktivsten und originellsten Musiker Polens. Er lebt seit einigen Jahren in Berlin. Mit dem Album Monk, das am 28.02.2025 bei BMC Records erscheint, kehrt er nach Ausflügen in andere Genres zum Jazz zurück, wo er unter anderem mit seinem 2018er Album Ragtime internationale Aufmerksamkeit erregte.

Gemeinsam mit Eldar Tsalikov an Saxophon und Klarinette und Jan Pieniążek am Schlagzeug huldigt er einem der Giganten des Jazz: Thelonious Monk. Monk hat Masecki schon als Teenager stark beeinflusst: „Ich habe ihn zum ersten Mal gehört, als ich 14 oder 15 Jahre alt war und klassisches Klavier lernte“, erzählt Marcin, „in der Musikschule sagten damals alle, der Typ sei unmöglich, der könne keine einzige Note auf dem Klavier richtig spielen. Aber was ich hörte, berührte mich zutiefst. Als klassischer Pianist fühlt man sich oft unter Druck gesetzt, lyrisch und poetisch zu spielen. Aber Monk sah das Klavier als Perkussionsinstrument, und manchmal klingt es wie ein schreiendes Baby in seinen Armen. Monk zeigte mir einen Weg, meiner eigenen Stimme zu folgen, ohne mich darum zu kümmern, was technisch von mir verlangt wurde. Ihm ging es nur um das Gefühl.

Wie Monk ist auch Masecki nicht wirklich an der Binarität von Komposition und Improvisation interessiert, für ihn ist eine Komposition eine „geronnene Improvisation“, während eine Improvisation ein „Instant Composing“ ist. Der Raum dazwischen bedeutet für Masecki absolute Freiheit.

Marcin Masecki spielt alle Tasteninstrumente, singt, komponiert für Film und Theater, ist Festivalproduzent und Dirigent, Lehrer und Kurator von Musikveranstaltungen. Seine vielfach preisgekrönten Projekte basieren auf einer großen stilistischen Bandbreite und der Verschmelzung verschiedener Genres, wobei er gerne die Grenzen zwischen E- und U-Musik verwischt. Er arbeitet regelmäßig mit dem Polnischen Nationalrundfunk, dem Teatr Studio, der Capella Cracoviensis und dem Philharmonischen Orchester Stettin zusammen.

Vor kurzem hat er ein Soloalbum mit dem Titel Boleros Y Mas veröffentlicht, auf dem er sein Debüt als Sänger gibt. Als Kind lebte der Pianist eine Zeit lang mit seinen Eltern in Kolumbien, und diese prägende Zeit inspirierte ihn zu diesem Album. Mit dem Pianisten Piotr Orzechowski hat er außerdem Bach für zwei E-Pianos neu interpretiert, und mit seiner ersten Jazzband Profesjonalizm veröffentlichte er 2010 ein Album mit dem Titel Chopin Chopin Chopin. Auf den beiden Alben Bob und John experimentierte Marcin erstmals mit Lo-Fi-Elementen in seiner Musik. Er arrangierte Mozarts sechsstimmigen Kanon Leck mich im Arsch" für zwei Klaviere und Holzbläser als zeitgenössische Kammermusik, und im Duo mit dem Schlagzeuger Jerzy Rogiewicz spielte er Ragtime, als hätte er das schon immer getan.

Als Filmkomponist erhielt er 2022 den renommierten Orzeł-Preis für die beste Filmmusik für Powrót do tamtych dni. Darüber hinaus arbeitete er unter anderem an Paweł Pawlikowskis Film Cold War (Beste Regie Cannes 2019), Darek Gajewskis Strange Heaven und Michał Marczaks Fuck Forrest.

Der Saxophonist und Klarinettist Eldar Tsalikov wurde im russischen Rostov-on-Don in eine Musikerfamilie hineingeboren. Schon früh fand er seine Basis im klassischen und Jazz-Repertoire. Nach dem Abitur zog er nach Berlin, um am Jazz Institut Berlin weiter zu studieren. Dort entdeckte er seine Leidenschaft für die Klarinette, die zu seinem zweiten Hauptinstrument wurde. Sie öffnete ihm, der sich zunächst auf Modern Jazz konzentriert hatte, die Tür zu traditionellen Jazzstilen, mit denen er zunehmend in ganz Europa aktiv wurde.

Während er seinen eigenen Stil entwickelte und mit traditionellen Jazzbands wie The Jungle Jazz Band und The Ragtime Nightmare unterwegs war, arbeitete er außerdem mit zahlreichen bekannten Künstler*innen wie Greg Cohen, Joey Baron, Laurie Anderson, Nick Dunston, Devin Gray, Elias Stemeseder und anderen zusammen, sei es im Studio oder auf der Bühne.

Jan Pieniążek ist ein preisgekrönter Schlagzeuger und Mitglied zahlreicher Projekte, der vor allem für seine Vielseitigkeit in den Bereichen Klassik, Jazz und experimentelle Musik bekannt ist. Er ist Mitbegründer von Bands wie Kosmonauci und USO 9001, mit denen er in Konzertsälen und auf Festivals wie Opener, Jazz Jamboree, Męskie Granie, Bielska Jesień Jazzowa aufgetreten ist.

Text: BMC

Titelliste

  1. Ugly beauty
  2. I'm confessin'
  3. Introspection
  4. Ruby, my dear 1
  5. Friday the 13th
  6. Misterioso
  7. Brilliant corners
  8. Ruby, my dear 2
  9. Ask me now (Solo Piano)
  10. Bemsha swing (Polo Piano)
  11. Reflections (Solo Piano)

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