Philip Weyand - Kosmee

Philip Weyand - Kosmee - Albumcover
Philip Weyand - Kosmee

Philip Weyand
Kosmee

Erscheinungstermin: 11.10.2024
Label: XJAZZ! MUSIC, 2024

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jazz-fun`s recap:

Die sphärischen, mit vielen Solostimmen gesättigten Kompositionen von Philip Weyand, gesungen von Aitzi Cofre Real, haben auf diesem Album einen mystischen Charakter. Alles entfaltet sich in ruhigem Tempo, wie im Nebel oder in einem Traum. Nicht alles ist ganz klar, aber das verstärkt noch die Endlosigkeit dieses Werkes. Wunderschöne Musik, die sich wirklich zu hören lohnt! (Jacek Brun, 30.12.2024)

Besetzung

Aitzi Cofre Real – voice
Kristina Shamgunova – sax/flute
Philip Weyand – piano
Nico Klöffer – bass
Micha Jesske – drums

Über das Album von Philip Weyand "Kosmee"

Philip Weyand ist seiner floralen Linie treugeblieben.

Nach dem Debütalbum Myosotis (dt. „Vergissmeinnicht“, 2021) folgt nun KOSMEE - eine Zierblume, deren Name dem griechischen Wort „Kosmos“ entlehnt ist. Durch diesen wandeln Kristina Shamgunova (sax), Nico Klöffer (bass), Philip Weyand (piano) und Micha Jesske (drums) mit Leichtigkeit und spielen eine Musik, die schwerelos wirkt und doch fest mit den inneren Strukturen der Songs verbunden ist. Philip Weyand geht mit KOSMEE seinem eigenen Innenleben auf den Grund und schafft einen Raum, in dem sich die Musik frei entfalten kann.

Eine Bereicherung sind die Auftritte der Sängerin Aitzi Cofre Real, die für das neue Programm zur Band gestoßen ist. Ihre Stimme eröffnet eine ganz neue, intime Welt und sie interpretiert auf eine Weise, die Eindruck hinterlässt. Sie ergänzt den weichen Sound von Shamgunovas Saxophonspiel perfekt - ein musikalischer Glücksfall. Besonders ist der wortlose Gesang von Aitzi Cofre Real: Die Mischung aus energischen Ausbrüchen, „Gibberish“-artigen Passagen und reinen, resonanten Klängen zeigt ihre musikalische Vielseitigkeit.

Philip Weyands Stücke sind kleine Miniaturen, die zusammen eine Einheit bilden: ein „Melodienstrauß“, der verschiedene rhythmische Konzepte und komplexe Harmonik mit freier Improvisation verbindet. Im melancholischen Grundton werden Gefühle wie Enttäuschung, Verletzung, Schuld und Sühne verarbeitet. So macht die Singleauskopplung CLYTIA die Metamorphose der gleichnamigen Figur aus der griechischen Mythologie hörbar: Apollon, der Lenker des Sonnenwagens, erwidert ihre Liebe nicht. Voller Schmerz verwandelt sich Clytias Körper daraufhin langsam von einer Frau in eine Sonnenblume.

Ebenso fließen musikalische Eindrücke und Emotionen aus Philip Weyands Studienjahr im brasilianischen Salvador da Bahia in das Album ein und machen KOSMEE zu einem zutiefst persönlichen Projekt. Besonders deutlich wird dies im Stück MORERÉ: Traditioneller brasilianischer Partido Alto verschmilzt mit Elementen des zeitgenössischen Jazz. Das Artwork stammt von der brasilianischen Künstlerin Hannah Pfeifer.

KOSMEE balanciert zwischen neuer Musik des 20. Jahrhunderts wie der von Olivier Messiaen, Einflüssen von Bands wie Radiohead und der brasilianischen Saudade. Das Album ist die logische Weiterentwicklung des Projekts und lässt den musikalischen Kosmos von Philip Weyand weiter wachsen.

Text: XJAZZ! MUSIC

Titelliste

  1. Kosmee
  2. Moreré
  3. Clytia
  4. Don't explain
  5. ///
  6. Eine Agitate
  7. Vanta
  8. Clytia (Reprise)
  9. Still & Sometime

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