Ragawerk - Nila

Ragawerk - Nila - Album cover
Ragawerk - Nila

Ragawerk
Nila

Erscheinungstermin: 26.09.2025
Label: O-Tone Records, 2025

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jazz-fun`s recap:

Ragawerk ist ein Kollektiv, das sein eigenes musikalisches Leben führt. Im Jazz verwurzelt, spannt die Band ihre Kreise weit – von indischen Klanglandschaften bis zu rockigen Rhythmen und elektrisierenden Grooves.

Martin Standke und Max Clouth gehen konsequent ihren künstlerischen Weg: Virtuosität verbindet sich mit klaren Melodien und spannenden Erzählungen, die uns als Hörer in immer neue Richtungen führen. So entsteht eine Musik voller Substanz, reicher Wendungen und inspirierten Improvisationen.

Nila ist ein intensives, gut durchdachtes Album, das mit jedem Stück überrascht und durch das Zusammenspiel der Musiker eine ganz eigene Energie entfaltet. Für mich ein Werk, das nicht nur neugierig macht, sondern nachhaltig fasziniert.

(Jacek Brun, 04.10.2025)

Besetzung

Sophie-Justine Herr – Vocals
Valeria Maurer – Vocals
Shruti Ramani – Vocals
Max Clouth – Guitar
Robert Schippers – Keyboards
BC Manjunath – Mridangam
Peter Hinz – Tabla
Vroni Frisch – Bass
Martin Standke – Drums, Electronics, additional Keyboards

Von Ragas bis Krautrock: Ragawerks faszinierende Fusion

Ragawerk, das sind Max Clouth und Martin Standke. Loops und Ragas, Elektronik, Jazz und eine gute Prise Krautrock: Indische und westliche Klangelemente verschmelzen in ihrer Musik zu einer einzigartigen Fusion. Dabei bleiben die Wurzeln der Band im Jazz unverkennbar. Aus indischen Ragas und europäisch geprägtem Jazzhandwerk entsteht Ragawerk. Die Musik ist manchmal sehnsüchtig oder melancholisch, aber immer mit großer Klarheit.

Die Kritik spricht von „schwebenden Soundwelten” (Jazzpodium) und „treibenden, beatlastigen Stücken, aber auch sanften Beschwörungen” (Jazzthing). Sie feiert die Verschmelzung von Ragas mit europäisch geprägtem Jazz als „ziemlich hippes Amalgam“ (Jazz N More) und attestiert Ragawerk „eine herrlich krautrockig anmutende Mixtur, die zwischen Meditation und Jazz alles zu bieten hat“ (Musikreviews) – „eine globale Fusion mit Räucherstäbchenduft“ (Eclipsed). „Aus Ragawerk spricht eine Art Buddha des Jazz.“ (Musikreviews).

Mit „Nila” erscheint nun ihr zweites Album, auf dem Ragawerk neben gewohnter Brillanz noch unmittelbarer und rauer spielt. Mehr „Deutschness“, etwas eckiger. Aber auch rein, kristallin und spacig. Auf „Nila“ zeigt sich das gesamte Spektrum der Band: von erdiger Direktheit bis zu kosmischer Klarheit. Ein sphärischer Sound lichtet den Alltagsnebel. Der Blick ins Offene wird frei. Ein weites Meer, ein klarer See oder das helle Blau des Morgenhimmels tun sich auf. Zu kristallinen Gitarrenklängen klettert die Sonne zwischen den Häuserfronten höher und verwandelt das Nachtdunkel an den Hauswänden in blaue Schatten. Ein Drum-Pattern setzt ein, irgendwann folgt der Bass und Keyboard-Klänge verstärken die sphärische Wirkung. „Nila”, der erste und titelgebende Track des neuen Albums von Ragawerk, weckt Bilder mit einer magischen, leicht fantastischen Nuance. „Nila” ist das Sanskrit-Wort für Blau. Wie ein Saphir, in dem sich das Licht bricht, erscheint die Musik in verschiedenen Aspekten der Farbe Blau. Tief und ruhig. Geheimnisvoll und kühl.

Martin Standke studierte im Hauptfach Jazz-Schlagzeug an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt sowie an der Musikhochschule Köln. Mit dem „Contrast Trio“ ist er Preisträger des Hessischen Jazzpreises. Zudem wurde er viermal in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Bands mit dem Frankfurter Arbeitsstipendium Jazz ausgezeichnet. Er spielte unter anderem mit dem hr-Jazzensemble, Heinz Sauer, Günther Lenz, Joki Freund, Dominique Di Piazza und Michael Sagmeister zusammen. Als Schlagzeuger ist er musikalisch und künstlerisch an Produktionen des Schauspiels Frankfurt und der Münchner Kammerspiele beteiligt.

Max Clouth studierte Jazzgitarre an den Hochschulen für Musik in Mainz und Dresden und ging anschließend nach Indien. Drei Jahre lang lebte er in Mumbai, studierte dort Musik und tauchte tief in das Land, seine Traditionen und Klänge ein. Später folgte ein Studium der Filmmusik an der Filmakademie Ludwigsburg. Max Clouth ist Preisträger des Frankfurter Jazzstipendiums und wurde für den Deutschen Filmmusikpreis nominiert. Er schreibt Filmmusiken für Arte, die ARD und das ZDF. Er hatte unter anderem Auftritte mit Varijashree Venugopal, Arijit Singh, der HR Bigband, Ishaan Ghosh, Oli Rubow, Bernhard Schimpelsberger und Tamar Halperin.

Text: O-Tone Records

Titelliste

  1. Nila
  2. Shyam
  3. Soledad
  4. Karela
  5. Computerwelt
  6. Blue P.
  7. Relegadi
  8. Merkur
  9. Charukeshi
  10. Blue P. (Reprise)

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