Simone Helle
Simone Helle – Stimme zwischen Modern Jazz, Soul und weltmusikalischen Klangfarben
Die Sängerin, Komponistin und Bandleaderin Simone Helle bewegt sich mit ihrem „Melodic Modern Jazz“ in einem musikalischen Raum zwischen Jazztradition, Soul, Gospel und globalen Einflüssen. Ihre Stimme – warm, nuancenreich und zugleich kraftvoll – steht im Zentrum einer Musik, die emotionale Geschichten erzählt und unterschiedliche Klangwelten miteinander verbindet.
Schon früh entwickelte Helle eine große Leidenschaft für Musik. Als Kind hörte sie Schallplatten von Künstlern wie Louis Armstrong, Ray Charles oder Chuck Berry, ebenso aber auch klassische Komponisten wie Mozart und Haydn. Später entdeckte sie die großen Stimmen des Jazz – etwa Billie Holiday, Sarah Vaughan und Ella Fitzgerald, die zu wichtigen Inspirationsquellen wurden. In der modernen Jazzszene nennt sie unter anderem Dianne Reeves, Al Jarreau und Bobby McFerrin als prägende Einflüsse.
Ihre gesangliche Ausbildung erfolgte überwiegend privat, parallel zu ersten Konzertauftritten. Wichtige Impulse erhielt sie unter anderem durch Unterricht beim Sänger und Gesangsdozenten Manfred Billmann sowie durch Workshops mit internationalen Jazzvokalisten. Auch Methoden des integrativen Stimmtrainings und Elemente des Bel Canto flossen in ihre vokale Entwicklung ein.
Musikalisch verbindet Simone Helle traditionelle Jazz-Elemente mit modernen Arrangements und Einflüssen aus Gospel, Funk und Weltmusik. Neben klassischen Jazzinstrumenten kommen in ihren Projekten auch Instrumente wie Santur oder Tombak zum Einsatz, wodurch ein charakteristischer Klang entsteht, der zwischen erdiger Jazztradition und schwebenden, atmosphärischen Klangfarben changiert.
Ein zentrales Projekt ist ihre Formation Simone Helle & The 6th Sense, mit der sie bereits in den 2000er Jahren auftrat – unter anderem als Support-Act der niederländischen Saxophonistin Candy Dulfer. Nach einer längeren krankheitsbedingten Pause kehrte die Sängerin 2023 mit dieser Band in neuer Quintett-Besetzung auf die Bühne zurück.
Eine prägende Phase in ihrem Leben begann nach einer Krebsdiagnose im Jahr 2013. Die anschließende Zeit der Rekonvaleszenz führte zu einer intensiven künstlerischen Neuorientierung. Daraus entstand unter anderem das interkulturelle Projekt „Let Us Agree“, das sich mit Vielfalt, Dialog und Menschenrechten beschäftigt und 2022 in der Kulturkirche Liebfrauen in Duisburg uraufgeführt wurde.
Parallel dazu arbeitete Helle an ihrem Album „My Starry Eyes“, das 2023 erschien und sowohl als CD und Vinyl als auch in digitalen Formaten veröffentlicht wurde. Das Werk verbindet moderne Jazzarrangements mit persönlichen Texten und wurde 2024 mit zwei Global Music Awards in Silber ausgezeichnet – in den Kategorien „Album“ und „Lyrics“.
Neben diesem Projekt ist Simone Helle auch mit weiteren Formationen aktiv: mit der L.U.A. Band, die orientalisch inspirierte Jazzklänge erkundet, sowie im Duo mit Pianist Martin Scholz, mit dem sie Programme zwischen Jazz, Blues und Soul präsentiert – darunter ein Tribute an Nina Simone.
Heute steht für Simone Helle neben der Musik vor allem eine Vision im Mittelpunkt: Konzerte als Räume der Begegnung zu gestalten, in denen Vielfalt, Offenheit und gegenseitiger Respekt selbstverständlich sind. Ihre Songs erzählen Geschichten aus dem Leben – und verbinden persönliche Emotion mit einer musikalischen Sprache, die zwischen Intimität, Groove und atmosphärischer Weite changiert.
Diskografie
- My Starry Eyes (2023)
- The Right Night (Timezone, 2005)
Links
Simone Helle Internetseite:
https://www.simonehelle.com
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