Susanne Paul's MOVE String Quartet - bloom
Susanne Paul's MOVE String Quartet
bloom
Erscheinungstermin: 15.10.2025
Label: JazzHausMusik, 2025
So klingt der moderne Streichquartett-Jazz: vital, neugierig, grenzüberschreitend. Susanne Paul hat mit ihrem MOVE String Quartet ein Ensemble geschaffen, das sich zwischen Klassik, Jazz und zeitgenössischer Kammermusik frei bewegt – und dabei eine ganz eigene, organische Klangsprache entwickelt.
„bloom“ lebt von diesem offenen Geist. Die Musik entfaltet sich in einem Spannungsfeld aus Komposition und Improvisation, Struktur und Spontaneität. Anfangs könnte man meinen, man höre ein klassisches Quartett – doch bald offenbaren sich rhythmische Freiheiten, harmonische Weitläufigkeit und improvisatorische Atemzüge, die weit über die Grenzen der Tradition hinausführen.
Paul denkt Jazz als harmonisches, erzählerisches Kunstwerk, nicht als reine Groove-Musik. Ihre Kompositionen blühen – im wahrsten Sinne des Wortes – auf in fein verwobenen Stimmen, dialogischen Linien und leuchtenden Klangfarben. Das Ensemble musiziert mit einer beeindruckenden Balance aus Präzision und Lebendigkeit, jeder Ton atmet, jede Phrase trägt Bedeutung.
Ein faszinierendes Album, das beweist, wie kraftvoll und zeitgemäß die Verbindung von Jazz und Kammermusik sein kann.
(Jacek Brun, 24.10.2025)
Besetzung
Héloïse Lefèbvre - violin
Marie-Theres Härtel - viola
Susanne Paul - cello
Carlos Bica - bass
„bloom“ – Die Kunst des Atmens im modernen Streichquartett
Nach ihren Debüt-Produktionen „El Camino“ (JHM 221) und „Short Stories“ (JHM 253) präsentiert Susanne Paul mit ihrem Berliner Ensemble MOVE String Quartet bei JHM ihr drittes Album „bloom“. Die Gattung des Streichquartetts wurde zunächst über einen Zeitraum von 250 Jahren durch die klassische Tradition geprägt. Später fiel Streichern im Bereich des Jazz (Swing/Bebop) dann eher die Aufgabe zu, einen dekorativen Klangteppich für solistisch agierende Bläser zu legen. Höchste Zeit, daran etwas zu ändern! Im MOVE String Quartet spielen vier eigenständige Jazzsolisten miteinander und formulieren über ihre hybriden Kompositionen klare, genreübergreifende musikalische Standpunkte.
Alle vier Bandmitglieder sind in der quirligen Berliner Jazzszene aktiv. Darüber hinaus bringt jeder von ihnen zusätzliche musikalische Inspirationen ins Quartett ein, mit denen sie sich gegenseitig überraschen und animieren. Dadurch werden die Konzerte der Band interaktiv und überaus lebendig. Die unkonventionelle Besetzung mit Kontrabass statt zweiter Geige sorgt zudem für einen besonders warmen, satten Klang.
Bandchefin Susanne Paul sagt: „Die Besetzung meines Quartetts ist für mich ein absoluter Glücksfall – meine ‚Supergroup‘ von Jazzstreichern. Ich habe lange gesucht, um Mitspieler zu finden, die über klassische Klangkultur verfügen, aber auch richtig rocken können. Am wichtigsten war mir, dass sie mit einem Jazz-Ansatz ans Musikmachen herangehen, dass jeder auf seinem Instrument einen eigenen Sound entwickelt hat und mit viel Persönlichkeit spielt.“ Dem MOVE String Quartet gelingt es tatsächlich, Klangparameter der europäischen Klassik mit den Improvisationsstrukturen des Jazz auf eine selbstverständliche Weise zu verbinden, dass man sich fragt, warum Produktionen dieser Art so selten sind. Robust, zerbrechlich, verspielt und lakonisch, charaktervoll und berührend, mit immer neuen Impulsen und Überraschungen halten sich die Musikerinnen und Musiker gegenseitig auf Trab, den Bandorganismus in Bewegung, und sorgen so dafür, dass ihr Zusammenspiel stets lebendig und hellwach bleibt. Präzise und beseelt leben diese Kurzgeschichten ihren Klang.
Titelliste
- Clockworks
- Valsa B
- Just Saying
- Cheap Trills
- Tingting
- 11:11
- Lied ohne Worte
- Dominó
- Ela conhence o caminho
- Pencil Sketch
- Just
- West
jazz-fun`s recap:
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