Rezension des Albums "Howlin' Waters" von Terry Robb

Terry Robb - Howlin' Waters - Album cover
Terry Robb - Howlin' Waters

Terry Robb
Howlin' Waters

Erscheinungstermin: 17.04.2026
Label: New Folk Records, 2026

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Blues, den man fühlt – Terry Robb lässt die Seele der Musik sprechen

jazz-fun`s recap:

Mit Howlin’ Waters bestätigt Terry Robb eindrucksvoll seinen Ruf als einer der bedeutendsten Vertreter des akustischen Blues unserer Zeit. Der vielfach ausgezeichnete Fingerstyle-Gitarrist, Sänger, Komponist und Produzent verbindet auf seinem neuen Album Tradition und Gegenwart mit beeindruckender Selbstverständlichkeit.

Schon der Titel verweist unüberhörbar auf die Wurzeln dieser Musik. Wer den Blues kennt, denkt unweigerlich an die großen Namen des Genres – an den Geist von Howlin' Wolf und Muddy Waters. Doch Howlin’ Waters ist keine nostalgische Rückschau und auch kein klassisches Tribute-Album. Terry Robb greift vielmehr die Essenz dieser Tradition auf und entwickelt daraus eine eigene, zeitgemäße musikalische Sprache.

Die dreizehn Stücke sind sämtlich Eigenkompositionen – und gerade darin liegt die Stärke des Albums. Statt bekannte Wege nachzugehen, schreibt Robb Musik, die tief im Blues verwurzelt ist und zugleich weit darüber hinausweist. Ragtime, Folk, Americana, Jazz und sogar Rock’n’Roll fließen ineinander.

Besonders beeindruckend bleibt Robbs Gitarrenspiel. Sein fein nuanciertes Fingerpicking besitzt eine Natürlichkeit und Präzision, die nie demonstrativ erscheint. Jeder Ton ist bewusst gesetzt, jede Phrase erzählt eine Geschichte.

Doch dieses Album lebt nicht allein von Virtuosität. Es ist die Atmosphäre, die überzeugt: warm, organisch, voller musikalischer Bilder. Man hört diese Musik nicht bloß – man erlebt sie. Jeder Titel öffnet ein neues Kapitel, erzählt von Landschaften, Erinnerungen und Stimmungen, die tief in der amerikanischen Musikgeschichte verwurzelt sind.

Howlin’ Waters zeigt eindrucksvoll, wie lebendig akustischer Blues heute noch klingen kann – respektvoll gegenüber der Tradition, aber niemals museal. Ein hervorragendes Album voller Seele, großartiger Gitarrenarbeit und musikalischer Ehrlichkeit – nicht nur für Bluesfans ein echtes Erlebnis.

(Jacek Brun, 14.05.2026)

Besetzung

Terry Robb - Guitar and Vocals
Hank Lionhart - Vocals
Ray Merideth - Vocals
Lisa Mann - Vocals and Electric Bass
Eddie Parente - Violin
David Vest - Piano
Dave Captein - Upright Bass
Gary Hobbs - Drums

Titelliste

  1. St Charles St Rag
  2. Alleluia Shuffle
  3. Back Door Mirror
  4. One Way Train
  5. But Not Now
  6. When It Gets Cold
  7. Boogie in 7
  8. Hobbs Captein
  9. Fires in the Country
  10. Katie and Arnie
  11. Ride to Ticino
  12. Tripped and Fell
  13. Fahey at Bush Park

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