Violetta Parisini - I Used To Have Nothing To Lose But Now I Have You

Violetta Parisini - I Used To Have Nothing To Lose But Now I Have You - Albumcover
Violetta Parisini - I Used To Have Nothing To Lose But Now I Have You

Violetta Parisini
I Used To Have Nothing To Lose But Now I Have You

Erscheinungstermin: 25.04.2025
Label: Else Musik, 2025

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jazz-fun`s recap:

Melodien voller Melancholie, weiche, beinahe samtene Klangfarben der Instrumente. Im Gesang von Violetta Parisini offenbart sich eine Fülle an Emotionen und innerer Bewegung – transportiert durch ihre unverkennbare Stimme, die von weiblicher Zerbrechlichkeit und sinnlicher Tiefe geprägt ist. All das macht dieses Album zu einem Hörerlebnis, das man von Anfang bis Ende in einem Atemzug genießen möchte. (Jacek Brun, 03.05.2025)

Über das Jazz Album "I Used To Have Nothing To Lose But Now I Have You" von Violetta Parisini

Mit „I Used To Have Nothing To Lose But Now I Have You“ hat die österreichische Sängerin, Songwriterin und Produzentin Violetta Parisini ein Album geschaffen, das sich eindrucksvoll zwischen elektronischem Art-Pop, Jazzeinflüssen und intimen Songwriter-Momenten bewegt.

Radikal subjektiv, kompromisslos zärtlich und zugleich unmissverständlich gesellschaftskritisch öffnet es Räume für leise Reflexionen, große Emotionen und unerwartete Brüche. Für die Entstehung des Albums zog sich Parisini komplett in ihr eigenes Studio zurück - schrieb, arrangierte, spielte und produzierte selbst, bis jedes Wort und jeder Ton genau das sagte, was gesagt werden sollte. Erst dann holte sie sich mit Peter Rom (Gitarre), Hanibal Scheutz (Bass), Sixtus Preiss (Sounddesign, M ixing) und Maximilian Walch (Mastering) ein Team kongenialer Musiker und Klangkünstler an ihre Seite. Das Ergebnis: ein samtweicher, aber vielschichtiger Sound mit unerwarteten Wendungen. Stimmen und Chöre, die kaum von Synthesizern zu unterscheiden sind, ein sanft gespieltes Piano - mal live mit der Stimme eingespielt, mal fragmentiert und verfremdet -, filigrane Gitarren- und Basslinien, die man von ihren intimen Trio-Livekonzerten kennt.

Sixtus Preiss verankert das Album klanglich in der Gegenwart, indem er mit seinem Sounddesign Kanten schärft und Räume öffnet. Thematisch kreist das Album um die Mutterschaft als intimes und zugleich politisches Thema. Violetta Parisini singt von den Erschütterungen eines sich wandelnden Alltags, von Liebe, Angst, Zerrissenheit - und schließlich von der Kraft, sich in all dem Chaos wieder aufzurichten. Von Songs über das Bedürfnis nach Rückzug („I just“, „no need“) über die bedingungslose Liebe zu einem kleinen Wesen („I used to have nothing to lose but now I have you“) bis hin zur Weigerung, den gesellschaftlichen Erwartungen an eine „gute Mutter“ zu entsprechen („bad mother“) - Parisini lotet die Höhen und Tiefen dieser Erfahrung mit beeindruckender Direktheit aus.

Das Album führt musikalisch und emotional in wütende Höhen und dunkle Tiefen und ist dennoch ihr bisher vielleicht liebevollstes und versöhnlichstes Werk. Mit „I Used To Have Nothing To Lose But Now I Have You“ liefert Violetta Parisini ein Album, das in seiner Ehrlichkeit und Musikalität gleichermaßen berührt und herausfordert - ein tiefgründiger Soundtrack zum Leben in all seinen Facetten.

Text: Else Musik

Titelliste

  1. I Just
  2. Bad Mother
  3. I Used To Have Nothing To Lose But Now I Have You
  4. Is Strange
  5. Now (Is The Time)
  6. Sensitive Heart
  7. M/Others
  8. Your Advice
  9. Tea With Sugar
  10. No Need

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