Yom - Le Rythme du Silence

Yom - Le Rythme du Silence - Album cover
Yom - Le Rythme du Silence

Yom
Le Rythme du Silence

Erscheinungstermin: 17.10.2025
Label: Komos, 2025

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jazz-fun`s recap:

Ein weiterer faszinierender Meilenstein im Schaffen dieses außergewöhnlichen Künstlers. Yom entfaltet auf Le Rythme du Silence eine Musik von großer Weite und Leichtigkeit, getragen von einer stillen, fast meditativen Kraft. Hier wird der Rhythmus nicht als bloße Struktur verstanden – er ist selbst Musik, Klang und Bewegung zugleich.

Gemeinsam mit Théo und Valentin Ceccaldi erschafft Yom eine Klangwelt, in der sich Tradition und Freiheit, Komposition und Improvisation auf wunderbare Weise durchdringen. Drei Musiker, drei Instrumente – klassisch in ihrer Form, aber in ihrer Ausdruckskraft grenzenlos. Nichts wirkt überladen oder forciert, alles ist präzise gestaltet und zugleich voller Atem und Offenheit.

Diese Musik überwindet kulturelle Grenzen, sie verbindet, verführt und öffnet den Raum für neue Empfindungen. Le Rythme du Silence ist ein Werk von großer Schönheit und innerer Wahrheit – ein Album, das man nicht nur hören, sondern erleben muss.

(Jacek Brun, 22.10.2025)

Besetzung

Yom - clarinet, composition
Théo Ceccaldi - violin, arrangements
Valentin Ceccaldi - cello, arrangements

Yom & Ceccaldi Brothers: Musik jenseits der Worte

Yom ist als Suchender und Grenzgänger bekannt. Er hat sich sowohl als Interpret traditioneller jüdischer Musik als auch als Entdecker neuer Klangräume einen Namen gemacht. Egal ob Rock, Elektro, Klassik oder experimentelle Musik – seine Klarinette findet immer neue Ausdrucksformen. Mit „Le Rythme du Silence” öffnet er nun ein neues Kapitel. Gemeinsam mit den Brüdern Théo und Valentin Ceccaldi, zwei virtuosen Musikern an Violine bzw. Violoncello, begibt er sich auf eine Reise zu den Ursprüngen des Klangs.

Die drei Musiker erschaffen eine Musik, die die Grenzen zwischen Klang und Stille, zwischen Struktur und Intuition auflöst. Geräusche, die sonst herausgefiltert werden, werden hier bewusst Teil des musikalischen Ausdrucks. So entsteht eine dichte und zugleich fragile Klangwelt, in der sich Körper, Geist und Emotion verbinden. In der Begegnung dieser drei Musiker entsteht eine besondere Energie. Ihre Musik wirkt unmittelbar. Sie berührt nicht nur das Ohr, sondern scheint auch direkt unter die Haut zu gehen.

„Le Rythme du Silence“ ist das Ergebnis einer langen Suche. Yom hat über Jahre hinweg an der Idee gearbeitet, Stille nicht als Abwesenheit von Klang, sondern als rhythmisches Prinzip zu verstehen. Er sagt: „Ich habe diesen Ausdruck von einem Sufi-Meister gehört. Für ihn war der ‚Rhythmus der Stille‘ eine Beschreibung von Meditation. Das hat mich sofort angesprochen. Es geht nicht darum, dass alles ruhig ist, sondern darum, dass man inmitten der Bewegung zur Ruhe kommt. Ich wollte eine Musik schaffen, die diesen Zustand hörbar macht.“

Yom wollte Klang als Material begreifen und nicht nur als geordnete Struktur. Er entwickelte viele Projekte, doch erst mit den Brüdern Ceccaldi fand er die richtigen Partner, um seine Vorstellung zu realisieren. Auch Théo und Valentin Ceccaldi sind Grenzgänger. In Projekten wie Kutu, Tricollectif, ONJ oder Velvet Revolution bewegen sie sich zwischen Jazz, improvisierter Musik und moderner Kammermusik. Was sie verbindet, ist ihr Mut zur Freiheit, zur Offenheit und zur Intensität. Ihr erstes gemeinsames Spiel fand im Rahmen des Streichquartetts iXi statt. „Ich saß zwischen den beiden Musikern und konnte ihre Energie physisch spüren”, erzählt Yom. „Sie kommunizieren auf einer anderen Ebene, fast wie über WLAN. Sie sind präzise, kreativ, emotional. Genau das habe ich gesucht.“

Ohne lange Proben entwickelten sie ein neues Repertoire, das auf Yoms Kompositionen basiert. Dabei entsteht jedoch keine Sammlung einzelner Stücke, sondern ein zusammenhängender Klangraum. Die Instrumente verschmelzen miteinander, Geräusche werden zu Musik und die Klarinette wird zu einem atmenden Körper. Mit Alltagsgegenständen wie Wäscheklammern werden neue Klänge erzeugt. Die Musik entsteht im Moment, im Raum, in der Begegnung.

„Als Yom uns seine Idee vom Rhythmus der Stille vorgestellt hat, war ich sofort dabei“, sagt Valentin Ceccaldi. „Es geht uns darum, eine Verbindung zu schaffen – nicht nur unter uns, sondern auch mit dem Publikum. Wir möchten zeigen, dass Stille nicht leer ist, sondern voller Details, voller Bewegung, voller Leben.“ Die drei Musiker geben sich dieser Idee vollständig hin. Körper und Geist sind gefordert, nichts ist Routine, nichts wiederholt sich. Jeder Moment ist neu. So entsteht Musik, die nicht belehren will, sondern berührt. Eine Musik, die keine Grenzen zieht, sondern Räume öffnet. Der Rhythmus der Stille wird zur Einladung, sich selbst zuzuhören.

Text: Komos

Titelliste

  1. Silent Path (Emergence)
  2. Sacred Lake
  3. The Void
  4. Sacred Light
  5. A Prayer
  6. Angry Prayer
  7. Incantation
  8. Silent Path (Cantique)

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