Yumi Ito - Lonely Island
Yumi Ito
Lonely Island
Erscheinungstermin: 19.09.2025
Label: enja, 2025
Yumi Ito begeistert einmal mehr mit ihrer einzigartigen Stimme. Die Kraft und Reinheit ihres Gesangs sind schlicht überwältigend, und auf ihrem neuen Soloalbum stellt sie dies eindrucksvoll unter Beweis. Nur Stimme und Klavier – und doch erschafft sie damit eine Klangwelt, die von großer Intensität und emotionaler Tiefe geprägt ist.
Nicht nur als Sängerin, sondern auch als Pianistin überzeugt Yumi Ito auf ganzer Linie. Ihr Spiel ist voller Finesse, feinster Nuancen und sensibler Soli. In Kombination mit ihren improvisierten Vokalisen entsteht Musik, die zeitlos wirkt und eine enorme Ausdruckskraft entfaltet. Man spürt, dass hier eine Künstlerin am Werk ist, die beide Ausdrucksformen vollkommen beherrscht und miteinander verschmilzt.
Die eindrucksvollen Kompositionen, die einprägsamen Melodien und die ausdrucksstarken Texte runden dieses Werk ab. Besonders hervorzuheben ist auch die hochwertige Gestaltung des Albums: ein umfangreiches Booklet, eine aufwendig gestaltete, große Klapphülle, Fotografien und alle Liedtexte. Lonely Island ist ein außergewöhnliches Album, das in jeder Hinsicht begeistert – wir sind schlicht hingerissen!
(Jacek Brun, 19.09.2025)
Besetzung
Yumi Ito - vocals, piano, compositions, lyrics
Yumi Ito erschafft mit Lonely Island eine zeitlose Klangwelt
Mit Lonely Island veröffentlicht die schweizerisch-polnisch-japanische Musikerin Yumi Ito ihr erstes Soloalbum – und zugleich ihr bislang persönlichstes Werk. Reduziert auf die beiden Instrumente Stimme und Klavier, die sie seit Kindheitstagen begleiten, ist ein intimes Klangporträt entstanden. Im Zentrum beider Instrumente steht die Improvisation. Als klassisch ausgebildete Pianistin, die mit der Suzuki-Methode aufwuchs, schöpft Yumi Ito dabei aus einem Leben des hörenden Lernens.
Zehn Stücke, die Ito über Jahre hinweg begleitet haben und die sie selbst auf eine einsame Insel mitnehmen würde, erscheinen auf „Lonely Island” in neuem Licht: Songs wie „What Seems To Be”, „Old Redwood Tree” oder „Stardust Crystals” wurden verdichtet und auf das Wesentliche reduziert. Was bleibt, ist die pure Essenz: Musik voller Wärme, Tiefe und Ehrlichkeit.
„Ich wollte ein Album machen, das sich anfühlt wie ein Hauskonzert. So, als säße man mit mir im Raum – ehrlich, verletzlich, pur.“ Yumi Ito
Ihre Stimme ist gereifter und nuancierter denn je und trifft auf ein erzählerisches Klavierspiel, das nicht begleitet, sondern mitgestaltet. So spielt „Old Redwood Tree” mit meditativen 13/8-Ostinati und impressionistischen Akkorden, „Tiki Taka” bringt brasilianische Elemente ein. In der neuen Version von „What Seems to Be“ übernimmt Ito zudem die solistische Rolle des einstigen Saxofons. Auf anderen Stücken verwandelt sie frühere Harfen- und Gitarrenparts über das Klavier in neue Klangbilder. Ein spielerischer wie virtuoser Perspektivwechsel.
Der Sound klingt stellenweise nach Debussy oder Ravel, dann wieder nach Norah Jones, Fiona Apple oder Tori Amos. Und immer wieder blitzen Filmmusik-Vibes à la Ólafur Arnalds auf. Die Musik flirrt, flimmert und flüstert. Und man vergisst, dass alles von einer einzigen Person live eingespielt wurde.
Lara Persia nahm „Lonely Island” im Lemura Studio in Montagnola (Tessin, Schweiz) auf, das inmitten der Natur liegt. Am künstlerischen Prozess waren fast ausschließlich F(L)INTA-Personen beteiligt – von der Musikproduktion bis zum Design. Die Solo-Platte ist somit auch ein Zeichen für Sichtbarkeit und solidarisches Schaffen.
„Ich glaube, dass alle die Sprache der Improvisation verstehen können – unabhängig von Herkunft, Geschlecht oder Lebensrealität.” Yumi Ito
„Lonely Island” schließt einen Kreis und markiert gleichzeitig einen Neubeginn. Die Platte ist ein Rückzug und zugleich eine Öffnung hin zu neuen Wegen und Stimmen. So ist für 2026 das nächste Album angekündigt, das mit Band aufgenommen wird. Zudem ist eine internationale Tour durch Europa, Asien sowie Nord- und Südamerika geplant. Bis dahin lädt Yumi Ito mit „Lonely Island” auf ihre persönliche Insel ein: zu sich selbst, zu ihrer Musik und zu uns selbst.
Titelliste
- What seems to be
- Little things
- Is it you
- Rebirth
- Stardust crystals
- After the end
- Old redwood tree
- Seagull
- Love is here to stay
- Tiki taka
jazz-fun`s recap:
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Kommentar von Robert Fischer |
Wunderbare Stimme, sehr schöne (eigene) Klavierbegleitung, stimmungsvolle Songs: Ein Album, das die Seele zum Leuchten bringen kann.