Philipp Schiepek

Foto von Philipp Schiepek
Philipp Schiepek, Foto: Gregor Kipping

Biographie

Philipp Schiepek (* 1994 in Dinkelsbühl) ist ein deutscher Jazzmusiker.

Philipp Schiepek, dessen Vater als E-Bassist in der Rockmusik wirkte, begann seine musikalische Laufbahn zunächst mit dem Akkordeon, bevor er im Alter von zwölf Jahren zur Gitarre wechselte. Nach ersten Erfahrungen in der Pop- und Rockmusik entdeckte er sein Interesse für die komplexen Strukturen und die Kommunikation der Musiker in Jazz und Klassik.

Sein Studium der Jazzgitarre führte ihn an die Hochschule für Musik Würzburg sowie an die Hochschule für Musik München, wo er 2018 sein Studium mit einem öffentlichen Abschlusskonzert im renommierten Münchner Jazzclub Unterfahrt erfolgreich beendete. Direkt im Anschluss vertiefte er seine musikalischen Kenntnisse in einem Masterstudium für klassische Gitarre. Von 2016 bis 2018 war er Mitglied des Bundesjazzorchesters unter der Leitung von Niels Klein. In dieser Zeit wirkte er an zwei Alben mit und konzertierte mit dem Ensemble unter anderem in Indien und Nordafrika.

Schiepek arbeitet regelmäßig mit herausragenden Musikern wie dem Trompeter Vincent Eberle und der Sängerin Hannah Weiss zusammen. Mit seinen vielseitigen Jazzprojekten, die sich stilistisch zwischen Hardbop, Modern Creative und Avantgarde bewegen, trat er bei renommierten Festivals wie den Würzburger Jazztagen, dem Festival da Jazz St. Moritz und dem Jazzfest Bonn auf. Außerdem spielte er mit Größen wie Richie Beirach, Manfred Schoof, Klaus Doldinger, Pablo Held, Matthieu Bordenave, Shinya Fukumori, Jiggs Whigham, Thomas Stabenow, Paul Brändle, Rebecca Trescher, Valentin Preißler und Alma Naidu. Als Solist war er auch mit einem Sinfonieorchester bei „Klassik hautnah“ in Dinkelsbühl zu hören.

Ein herausragendes Projekt war 2020 das Programm „Meadows and Mirrors“ seines Philipp Schiepek Quartetts (mit Jason Seizer am Tenorsaxophon, Matthias Pichler am Kontrabass und Fabian Arends am Schlagzeug). Dieses Konzert wurde vom Bayerischen Rundfunk im Rahmen der „Corona-Konzerte“ ohne Publikum aufgezeichnet und in der Radio Edition des Jazzfest Berlin ausgestrahlt. Am 15. Dezember 2020 wurde es auch als einstündiger Konzertmitschnitt „Jazz live“ im Deutschlandfunk ausgestrahlt.

Er gastiert auf bedeutenden Bühnen und Festivals wie dem Jazzfest Berlin, den Jazztagen Leipzig, den Bachfesttagen Köthen, der Berliner Philharmonie, dem Prinzregententheater München, den Leverkusener Jazztagen und dem Europe Sound Festival in Ankara. Seine Konzerte werden regelmäßig vom Deutschlandfunk, Bayerischen Rundfunk, RBB, WDR und NDR übertragen. Ein Höhepunkt war ein 60-minütiges Live-Konzert, das im Rahmen des Jazzfestes Berlin aufgezeichnet und auf ARTE Concert ausgestrahlt wurde.

Philipp Schiepek wurde mehrfach ausgezeichnet. 2018 erhielt er den Kulturförderpreis des Gasteig, 2020 den BMW Welt Young Artist Jazz Award. Im Jahr 2024 wurde ihm in Anerkennung seiner musikalischen Leistungen der Bayerische Kunstförderpreis in der Sparte Musik verliehen.

Diskographie

Links

Philipp Schiepek Internetseite:
https://www.philippschiepek.de/

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