Andreas Willers - Search & Rescue

Andreas Willers - Search & Rescue

Andreas Willers
Search & Rescue

Erscheinungstermin: 12.10.2022
Label: JazzHausMusik, 2022

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Andreas Willers - g, devices, b, dr, perc, voc, banjo
Boris Bell - dr (#10)

„I work with the best and Andreas continues the lineage“ sagte der unvergleichliche Paul Bley seinerzeit über den Berliner Gitarristen und SWR-Jazzpreisträger Andreas Willers. Dieser wiederum komponierte für das Jazz Baltica Ensemble, die NDR Bigband, verschiedene Formationen im Bereich der Neuen Musik. Ergebnis seiner musikalischen Umtriebigkeit ist eine Vielzahl von Auszeichnungen und Stipendien. Die Aufnahmen für das vorliegende Album „search & rescue” (nach Rudi Neuwirth & Andreas Willers / JHM 276) sind kein bloßes Protokoll eines bestehenden Live-Projektes, sondern eine Hommage an den kreativen Prozeß im Aufnahmestudio: ein musikalisches Tagebuch, in dem spontane Ideen und eine hochentwickelte, mehrstufige Produktionsweise über freie Assoziation und Improvisation humorvoll, aber nicht ironieverseucht ineinandergreifen. Alle Instrumente sind von Andreas Willers eingespielt worden (nur bei „mayD“ kommt Boris Bell am Schlagzeug hinzu).

Die einzelnen Stücke entstanden in der Regel in einer Art musikalisch-intuitivem „Search & Rescue“- Verfahren mit einer offenen morgendlichen Idee, einem melodischen bzw. rhythmischen Motiv oder sonstigem Klangereignis, welches dann möglichst zügig weiterentwickelt bzw. auf bestehende Kompositionen angewandt wurde. Die kleinteilige Arbeit an Strukturen, Nebenstimmen und ergänzenden Klängen nahm Willers dann später in mehren Feinabstimmungsphasen vor. Generell ging Andreas Willers gleichzeitig sowohl möglichst ergebnisoffen als auch zielorientiert vor. So verwendete er weitgehend nur erste Takes. Dieses Verfahren erwies sich für „search & rescue“ als dermaßen effektiv, daß letztlich keine Aufnahme für die Veröffentlichung aussortiert werden mußte.

Sollte Musik angewandte Philosophie bedeuten, ist dieses Projekt ein Experiment in musikalischer Dialektik. Andreas Willers‘ 40-jährige Erfahrung in zeitgenössischem Jazz, Blues- und ProgRock, klassischem FreeJazz, Neuer Musik und kammermusikalischer Improvisationsmusik produziert einen Luxus gelebter stilistischer Offenheit quer zu den gängigen Vorgaben des Mainstreams oder auch der Avantgarde. Wie schreibt der Journalist Geert Ryssen so schon über Andreas Willers: „Jedes Stück hat eine Richtung und eine bestimmte Atmosphäre und klingt wie eine Reihe von Gedanken, die Assoziationen, Schlüsse und Sprünge beinhalten. Der Musiker in Willers blüht wieder auf in wunderschön konstruierten Kleinodien, die die Stille nicht verletzen.“

Text: JazzHausMusik

jazz-fun.de meint:
Ein sehr interessanter Einblick in den kreativen Prozess des Künstlers im Atelier. Es gibt keine Beschränkungen in Bezug auf Genres oder Equipment, er bewegt sich mit teuflischer Freiheit in jedem Bereich der Musik und die verwendeten Instrumente zusammen mit den Effekten werden Sie mit dem Reichtum der resultierenden Klänge verblüffen. Diese Musik ist sehr interessant, auch wenn es schwierig ist, sie in ihrer Gesamtheit auf einmal zu hören. Wir entdecken hier nicht nur die Geheimnisse der Nutzung der Effekte des ungewöhnlichen Künstlers, sondern auch den logischen Prozess des kreativen Denkens.

  1. triMob
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