Seit 1981 gehört das New Morning zu den legendären Musikclubs von Paris. Izabela Olejniczak trifft drei Frauen, die seine Geschichte geprägt haben, und erzählt von Madame Farhi, Art Blakey, Roy Hargrove, Prince und einem Ort, der bis heute von Vertrauen, Unabhängigkeit und Liebe zur Musik lebt.
Carl Orff, analoger Techno und mongolische Klangtradition: Bei den 17. Orff-Tagen bringt die Bayerische Philharmonie mit LBT und Enkhjargal Dandarvaanchig ungewöhnliche musikalische Welten zusammen – und am Ende sogar die Isarphilharmonie zum Tanzen. Robert Fischer berichtet aus München.
Vier Tage, zehn Orte und 13 Acts: Das New Colours Festival verwandelt Gelsenkirchen in eine musikalische Entdeckungsreise zwischen Zechen, Kirchen, Galerien und Industriekultur. Angela Ballhorn berichtet von Bison Rouge, Håkon Kornstad, Eivind Aarset, dem Tingvall Trio, Markus Stockhausen, Jazzanova und vielen besonderen Momenten.
Ein Konzert endet – und beginnt unmittelbar danach noch einmal neu. Beim Punkt Festival in Kristiansand wird Musik live zerlegt, erinnert, elektronisch verändert und improvisierend weitergedacht. Henning Bolte berichtet von einem einzigartigen musikalischen Labor mit Arild Andersen, Jan Bang, Bugge Wesseltoft, Nils Petter Molvær, Tania Giannouli und einer neuen Generation von Live-Remixern.
Was unterscheidet menschliche Kunst von technischer Perfektion? In „Die Seele am Faden“ stellt Friedemann Vogel genau diese Frage – zwischen Kleists Marionettentheater, digitalem Avatar, Tanz und Live-Musik. Robert Fischer erlebt am Salzburger Landestheater eine eindrucksvolle Performance über Bewusstsein, KI und die Kraft der menschlichen Seele.
Seit Jahrzehnten fotografiert Ssirus W. Pakzad Jazzmusiker aus nächster Nähe – auf der Bühne, beim Soundcheck und abseits der öffentlichen Inszenierung. Die Münchner Unterfahrt zeigt nun eine Auswahl seines fotografischen Lebenswerks: von Ornette Coleman und Roy Hargrove bis Melissa Aldana und Patricia Brennan. Robert Fischer stellt die Ausstellung „Face to Face – Soul to Soul“ vor.
Drei Abende, zwei Pariser Spielorte und eine musikalische Reise von Iran über den Nahen Osten bis nach Afrika: Izabela Olejniczak berichtet vom SaazBuzz Festival 2026. Im Mittelpunkt stehen Herkunft, Improvisation und die Frage, wie Musik Identität neu denken und Menschen miteinander verbinden kann.
Brasilianische Hitze mitten im Hamburger Herbst: MPB-Legende Djavan feiert sein 50-jähriges Bühnenjubiläum in der Elbphilharmonie. Christoph Giese erlebt einen Abend zwischen großen Balladen, ausgelassener Partystimmung und einem Publikum, das sein Idol von der ersten Minute an feiert.
Ein Kloster, ein Fahrradladen, Clubs und die Kölner Philharmonie: Die Cologne Jazzweek macht die Stadt selbst zum Teil ihres Programms. Fanny Opitz berichtet von einem Festival, das lokale Szene und internationale Perspektiven ebenso selbstverständlich verbindet wie ungewöhnliche Räume und neue musikalische Begegnungen.
Ein verstecktes Studio im Berliner Wedding, eine hochkarätige Band und ein Live-Recording voller Risiko: Angela Ballhorn war dabei, als Diego Piñera mit Peter Ehwald, Igor Osypov und Marcel Krömker sein neues Album „Odd Wisdom“ aufnahm. Zwischen Odd Meters, griechischen Einflüssen, Beach-Boys-Vibes und einer wilden McCoy-Tyner-Bearbeitung wurde der Abend tatsächlich „absolutely magical“.
Ein neues Festival, ein neues Jazzkollektiv und viel Aufbruchsstimmung: Mit NODE – Das Jazzfest will die Szene in Mecklenburg-Vorpommern sichtbarer werden und sich stärker vernetzen. Sarah Seidel berichtet aus Schwerin über zwei Tage zwischen Nachwuchs, Improvisation, Tanz und zeitgenössischem Jazz – mit Wanja Slavin, Lisa Wulff, Ruth Goller, Jakob Bro und vielen anderen.
Wenn der Sommer in Paris langsam zu Ende geht, beginnt Jazz à la Villette. Zehn Tage lang verwandelt sich der Parc de la Villette in einen Treffpunkt für Jazz, Soul, Hip-Hop und musikalische Grenzgänge – offen, lebendig und voller Überraschungen. Ein Bericht von Izabela Olejniczak.
Die Musik ist aufgenommen, die Band bereit – aber wie gelingt der Schritt zum ersten professionellen Album? Jazz thing Next Generation bietet jungen Jazzmusiker:innen seit vielen Jahren genau diese Möglichkeit. Jetzt werden neue Talente gesucht.
Saalfelden ist ein Festival für Neugierige. Auch 2026 führte die Reise durch 56 Konzerte, überraschende Begegnungen und musikalische Welten, die sich nicht immer sofort erschließen – und gerade deshalb lange in Erinnerung bleiben.
Werner Wunderlich war Radiomann, Jazzvermittler und ein früher Brückenbauer zwischen Deutschland und Polen. Zu seinem 100. Geburtstag erinnert Stefan Müller an einen Mann, der lieber im Hintergrund wirkte – und damit die Jazzgeschichte nachhaltig mitprägte.
Kleine Bühne, große musikalische Bandbreite: Beim 7. JazzChurFestival trifft experimentelle Klangkunst auf melodischen Jazz, Avantgarde und Improvisation. Christoph Giese berichtet aus Chur über ein Festival, das auf Entdeckungen statt auf große Namen setzt.
Felsen, Wasserfälle, Schafe, Papageientaucher – und Musik an Orten, an denen man sie kaum erwartet. Beim Summartónar Festival werden die Färöer Inseln vier Monate lang zur Bühne für Jazz, zeitgenössische Klassik und traditionelle Musik. Angela Ballhorn war fünf Tage lang unterwegs zwischen Tórshavn, abgelegenen Dörfern und spektakulärer nordatlantischer Landschaft.
Eine Mutter, eine Tochter und die Musik als unsichtbare Dritte: Mit „Nami“ bringt das Performancekollektiv ZINADA bei der Tanzwerkstatt Europa in München eine außergewöhnlich persönliche Familiengeschichte auf die Bühne. Robert Fischer erlebt im Schwere Reiter eine Sternstunde der Performancekunst – und fragt, warum Jazz und zeitgenössischer Tanz so faszinierend zusammenfinden.
Drei kurze Sets statt eines langen Konzerts, Workshops, Kunst und musikalische Begegnungen jenseits fester Stilgrenzen: Das Outreach Music Festival in Schwaz verfolgt seit Jahrzehnten sein ganz eigenes Konzept. Christoph Giese berichtet aus Tirol über überraschende Rolling-Stones-Adaptionen, große Ensembles und bewegende musikalische Momente.
Premiere mit großen Namen: Das erste Zigzag Jazz Festival verwandelte den Berliner Gasometer in einen außergewöhnlichen Jazz-Spielort. Rund 12.000 Besucher erlebten mehr als 30 Konzerte mit Stars wie Dee Dee Bridgewater, Richard Bona, Eliane Elias, Ivan Lins, Victor Wooten und vielen weiteren. Wolfgang König berichtet von einem Festivalstart, der Lust auf eine Fortsetzung macht.
Warum verbringt man den Sommer mit vier oder fünf Konzerten am Tag? Für Angela Ballhorn liegt die Antwort in Ystad: aus Neugier auf neue Musik. Zwischen Ostseeluft, großen Namen und überraschenden Entdeckungen wurde das Ystad Sweden Jazz Festival 2026 einmal mehr zu einem ganz besonderen Festivalerlebnis.
Ehemalige Industriehallen, internationale Jazzgrößen und die lebendige polnische Szene: Christoph Giese berichtet vom Festival Jazz w Ruinach, das in Gleiwitz und Kattowitz eindrucksvoll zeigt, wie spannend Jazz in außergewöhnlichen Spielstätten klingen kann.
Unter dem Motto „What the World Needs Now“ präsentierte der Jazz Sommer 2026 im Münchner Bayerischen Hof internationale Künstlerinnen und Künstler zwischen gesellschaftlichem Engagement, musikalischer Vielfalt und außergewöhnlichen Konzertmomenten. Robert Fischer zieht Bilanz einer facettenreichen Festivalwoche.
Mit „New Earth / Bolero X“ beendet der israelische Choreograf Shahar Binyamini das Tanzfestival DanceFirst 2026 in Fürstenfeldbruck. Robert Fischer erlebt einen Abend voller eindrucksvoller Bildwelten, körperlicher Intensität und einer mitreißenden Neuinterpretation von Ravels „Bolero“.
Große Konzerthäuser, kleine Plätze unter alten Bäumen und Musik auf mehreren Inseln zugleich: Das Festival Canarias Jazz y más verbindet internationale Jazzstars mit der einzigartigen Atmosphäre der Kanaren. Christoph Giese berichtet von José James, Jacob Collier, Hamilton de Holanda und einem Festival, das weit über klassische Konzertformate hinausgeht.
Kann man Jazz sehen? Beim Besuch der Ausstellung „Matisse 1941–1954“ im Grand Palais entdeckt Izabela Olejniczak verblüffende Parallelen zwischen Henri Matisses berühmten Scherenschnitten und der Freiheit der Jazzimprovisation. Ein Essay über Farbe, Rhythmus und die Kunst des Sehens.
Mit ihrer neuen Spitzenprofessur an der Hochschule für Musik und Theater München setzt Terri Lyne Carrington ein starkes Zeichen für Innovation, künstlerische Exzellenz und Geschlechtergerechtigkeit im Jazz. Robert Fischer berichtet von einem inspirierenden Konzertabend, der zugleich den musikalischen Nachwuchs in den Mittelpunkt stellte.
Seit über 100 Jahren gehört der „Jedermann“ untrennbar zu den Salzburger Festspielen. Robert Fischer blickt auf die faszinierende Geschichte der Jedermann-Musik – von Werner Pirchner und Mathias Rüegg bis zum heutigen Ensemble 013 – und zeigt, welche Rolle Jazz, Improvisation und zeitgenössische Komposition dabei spielen.
Nach einem Jahr Pause meldete sich das ELBJAZZ eindrucksvoll zurück. Vor der spektakulären Kulisse der Werft Blohm+Voss begeisterten 33 Bands und Künstler:innen rund 19.000 Besucherinnen und Besucher. Unser Festivalbericht erzählt nicht nur von außergewöhnlichen Konzerten, sondern auch von den Begegnungen und der besonderen Atmosphäre, die das ELBJAZZ seit Jahren einzigartig machen.
Laurie Anderson verwandelte die Münchner Isarphilharmonie gemeinsam mit Sexmob in einen Ort zwischen Konzert, Performance und politischer Reflexion. Robert Fischer berichtet von einem außergewöhnlichen Abend voller Musik, Geschichten, Humor und künstlerischer Visionen.
Das Funchal Jazz Festival verbindet internationale Spitzenmusiker mit der lebendigen portugiesischen Jazzszene. Christoph Giese berichtet von außergewöhnlichen Konzerten, beeindruckenden Nachwuchstalenten und einem Festival, das weit mehr bietet als eine traumhafte Kulisse auf Madeira.
Joshua Redman verwandelte den Nica Jazz Club Hamburg in einen brodelnden Jazzclub voller Energie und Spielfreude. Gemeinsam mit Paul Cornish, Philip Norris und Nazir Ebo begeisterte er das Publikum mit einem mitreißenden Konzert. Sarah Seidel berichtet.