Blassportgruppe

Blassportgruppe
Blassportgruppe

Biographie

Die Blassportgruppe (BSG) - ursprünglich Blassportgruppe Südwest genannt - ist eine deutsche (Blas-) Musikgruppe mit Sitz in Mannheim/Speyer und Köln. Sie tritt auf als Marching Band (Street Band, Brass Band) in Retro-Fußball-Trikots und lässt sich stilistisch nur vage in den Genres Jazz, Pop, Comedy und Kleinkunst einordnen.

Gegründet wurde die Blassportgruppe Mitte 2004 von den Studienkollegen Felix Fromm (Posaune) und Axel Müller (Saxophon). Beide Musiker studierten derzeit Jazz&Popularmusik an der Musikhochschule Mannheim. Die Gründungsbesetzung rekrutierte sich aus befreundeten Studenten/Musikern aus dem Rhein-Neckar-Kreis. Im Jahr 2005 trat die Gruppe erstmals öffentlich als Marching Act auf. Zügig wurde im Herbst 2005 die Debüt-CD „Vitamin BSG“ eingespielt und Anfang 2006 veröffentlicht. 2006 folgten viele öffentliche Shows als Walking Act. Im Rahmen der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 wurde die Band von der FIFA engagiert, um in elf deutschen Städten im Rahmenprogramm aufzutreten. Seit Ende 2006 begann die Band auch Club- und Festivalkonzerte zu spielen. Im Mai 2007 ging die Band erstmals auf Clubtour durch 13 deutsche Städte. Es folgten sehr viele Engagements auf Galas, Events, Awards als Showact und Walking Act. Die Landesregierung Rheinland-Pfalz schickte die Blassportgruppe im selben Jahr als musikalischen Repräsentanten zu den zentralen Feierlichkeiten für den Tag der Deutschen Einheit nach Schwerin. Im Frühjahr 2008 folgte die 2. Deutschlandtour. Im weiteren Verlauf des Jahres folgten viele weitere Konzerte und Open-Air-Festivals sowie diverse Fernsehauftritte. Im Februar 2009 veröffentlichte die Blassportgruppe die EP „Superblau“, welche als Vorab-CD eines für den Herbst geplanten Studioalbums erschien. Den März 2009 verbrachte die Gruppe im Rahmen eines Engagements als Workshop zur kreativen Stilfindung auf Teneriffa. Es folgte die dritte Deutschlandtour im März. Im Januar 2010 wurde die Band mit dem Kulturpreis "Freiburger Leiter 2010" im Rahmen der Kulturbörse in Freiburg ausgezeichnet. Im Frühjahr 2010 unterschrieb die Band einen Plattenvertrag bei Jazzhausrecords aus Freiburg. Im Zuge dieser Kooperation wurde das aktuelle Album "Steil" produziert (VÖ 24. September 2010). Im Jahr 2010 folgten viele Open Air Shows in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Im Januar 2011 ging die Blassportgruppe auf Clubtour zum aktuellen Album namens "Steil". Im weiteren Verlauf des Jahres spielte die Band diverse Open Airs und wurde für eine Kurztour durch NRW vom Kultursekretariat NRW (Fördergruppe Jazz) unterstützt. Für 2012 sind bereits einige Termine mit neuem Bühnen-Programm "Back in Blech" gebucht.

Die Besetzung ist angelehnt an amerikanische Paradebands (New Orleans Marching Bands). Das Tentett kommt so ohne Harmonieinstrumente aus und ist mobil. Schon zu Beginn, 2004 also, wurde viel Wert auf die musikalischen Arrangements gelegt. Posaunist Felix Fromm übernahm die Rolle des Arrangeurs. Anfangs spielte die Band Evergreens aus Jazz, Pop, deutschen Schlager sowie Filmmusiken und karikierte oder huldigte diesen. Stets durch virtuos-humorvolle Arrangements mit hohem Jazzanteil zusammengehalten, entstand so ein ungewöhnliches Konzertprogramm. Beispielsweise findet sich auf der Debüt-CD „Vitamin BSG“ eine Blasmusik-Punk-Version von Karel Gotts „Biene Maja“ ebenso, wie ein zum Trauermarsch umarrangiertes „When it rains“ von Brad Mehldau. Bei den Konzerten spielte man sowohl Bearbeitungen von Johannes Brahms als auch von Michael Jackson. Durch das schräge Bühnenoutfit und die teilweise choreographierten Darbietungen erlangte die Band schnell Aufmerksamkeit in der Kleinkunst-Szene. Die Arrangements Felix Fromms und die Stückauswahl wurden im Laufe der Zeit wesentlich komplexer und provokanter. So veröffentlichte die Band auf ihrer letzten CD „Superblau“, dessen Titelsong eine Bearbeitung von Freddie Hubbards „Superblue“ ist, auch eine 7-minütige Bearbeitung der Deutschlandhymne im 11/8-Takt. 2009 entstanden - neben dem inzwischen großen Repertoire an außergewöhnlichen Bearbeitungen bestehender Werke - auch eigene Kompositionen. Die 2010 erschienene Release "Steil" enthielt erstmals überwiegend eigene Songs u.a. des damaligen Sängers Tobi Christl. Seit 2011 sowie im aktuellen Bühnenprogramm "Back in Blech" orientiert sich die Blassportgruppe inzwischen deutlich rockiger als bisher.

Allesamt deutschen Jazz-Kaderschmieden entsprungen, beeindrucken die Blassportler nicht nur mit einer Revue, die des Moulin Rouge würdig wäre, sondern auch mit musikalischer Virtuosität, die man in Turnhosen selten erlebt. Neben eigenen Songs stehen Cover-Stücke auf dem Programm, die den Originalen die Schau stehlen und in ihrer Spielart auch bisher unerreichte Herzen wärmen. Nicht nur, weil der Text plötzlich ein deutscher ist und die Instrumentierung anders, sondern weil das Wiegenlied zugleich träumen und tanzen lässt, die Schnulze echtes Pathos gewinnt, die Rocknummer dabei aber Rocknummer bleiben darf.
Das ist mit Sicherheit auch der Grund dafür, dass die Blassportgruppe 2010 die "Freiburger Leiter" erhielt – einen Publikumspreis.

Besetzung:

Patrick Kukwa – Gesang
Christoph Moschberger – Trompete
Alex Hartmann – Trompete
Felix Fromm – Posaune
Johannes Goltz – Posaune
Axel Müller – Tenorsaxophon
Sven Pudil – Barisaxophon
Jochen Welsch – Sousaphon
Christian Huber – Snaredrum/Percussions
Hering Cerin - Bassdrum

Diskografie

Links

Blassportgruppe Internetseite:
http://www.blassportgruppe.de/

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