Wer tiefer einsteigen möchte, findet zu vielen Meldungen weiterführende Inhalte: detaillierte Album-Reviews, exklusive Interviews, ausführliche Konzert und Festivalreportagen und fundierte Künstlerbiografien. Unsere kuratierten Besten Jazz-Alben bündeln darüber hinaus die prägendsten Veröffentlichungen eines Jahres – als Orientierung in einer stetig wachsenden Jazzwelt.
The Music Of Cole Porter
So reich und vital die schwedische Jazzszene sein mag, an den Marktgesetzen kommt man auch hier nicht ganz vorbei. So gibt es selbst in Schweden nur zwei professionelle, kontinuierlich arbeitende Big Bands, die Norbotten und die Bohuslän Big Band. Letztere ist in den fünfziger Jahren aus einer Militärkapelle hervorgegangen, deren Tradition bis ins frühe 19. Jahrhundert zurückreicht. Die Region Bohuslän und die Stadt Göteborg sind die Träger des Orchesters, das dadurch eine breit aufgefächerte Aktivität entfalten kann. Das reicht von Auftritten an schwedischen Schulen bis zum regelmäßigen Besuch der großen internationalen Festivals, gut 100 Konzerte gibt man pro Jahr weltweit.
Was für eine grandiose All-Star-Besetzung sich der Pianist Kenny Werner ins Studio geholt hat!
Das unterstreicht seine Ausnahmestellung im aktuellen internationalen Vergleich.
Der 30-jährige Trompeter Mathias Eick zählt zu den stilistisch flexibelsten Musikern der norwegischen Szene. Bevor er 2008 mit dem Album “The Door” bei ECM debütierte, hatte er schon mit dem Kultensemble Jaga Jazzist, Rockbands wie Motorpsycho und Turbonegro, aber auch internationalen Größen wie Chick Corea, Pat Metheny und Manu Katché (auf dessen hochgelobtem “Playground”-Album) zusammengespielt.
Das Trio [em] hat den mit 10.000 € dotierten Neuen Deutschen Jazzpreis erhalten. Wollny, Kruse und Schaefer setzten sich bei einer Publikumswahl in der mit über 500 Leuten ausverkauften Mannheimer Feuerwache vor dem Zodiac Trio und der Band Studnitzky durch. Zusätzlich erhielt der Pianist Michael Wollny den mit 1.000 Euro dotierten Maritim-Solistenpreis.
One of the leading ladies in Jazz!' urteilte der britische 'Evening Standard' bereits 2009.
Tineke Postma hatte zu dem Zeitpunkt schon Auftritte in der ganzen Welt absolviert: vom Yokohama Jazz Festival und dem Antibes Jazz Festival bis zum North Sea Jazz Festival, vom legendären 'Blue Note' bis zur noch legendäreren 'Carnegie Hall'. Sie tourt regelmäßig mit Künstlern wie Dianne Reeves, Grammy-Siegerin Esperanza Spalding (die auf 'The Dawn Of Light' einen Gastauftritt als Sängerin hat!), Gerri Allen u. v.m.
Der in Barcelona lebende Pianist Omar Sosa liebt die Extreme und so überrascht er sein Publikum ein um’s andere Mal. Nachdem er zuletzt mit dem opulenten, hoch gelobten Bigband-Opus „Ceremony“ (SKP 9092) in Zusammenarbeit mit dem Cellisten und Arrangeur Jacques Morelenbaum seine Kompositionen von einem großen Klangkörper zelebrieren ließ, wählt er nun als Nachfolgeformat die intime Zwiesprache mit sich selbst. „Calma“ ist das insgesamt fünfte Solo – Album seiner Karriere.
Ein Meisterwerk der gegenseitigen Inspiration: Pianist Marc Copland mit Saxophonist Greg Osby, Bassist Doug Weiss und Drummer Victor Lewis führen einen „Crosstalk“ voller Reize. Marc Copland ist eine verlässliche Größe von enormer Wandelbarkeit. Und hier nun eine Quartettbesetzung voller Überraschungen. „Crosstalk“ nennen sie ihre gemeinsame CD – mit Stücken voller intensitätsgeladener Brillanz und entspannter Klarheit. Dieses Quartett gehört zu den internationalen Jazz-Attraktionen dieses Jahres. Und das um so mehr, wenn man die vorliegende Aufnahme gehört hat.
Sammy Nestico gastierte vor einem Jahr mit der SWR Big Band bei den Jazz Lights in Oberkochen. Jetzt veröffentlicht er den Konzertmitschnitt als CD.
Maria Farantouri
Maria Farantouri Sings Taner Akyol
,,Da trifft Westeuropäisches Instrumentarium in Form eines Berliner Orchesters auf Akyols Langhalslaute. Farantouri verleiht den erhabenen Harmonien mit ihrer großartigen Stimme melancholische Würde." (Jazzthing, 02-03 / 2011)
„Ein guter Song lässt keine Fragen offen“, sagt Eva Jagun. Ein so gutes Debutalbum wie Jaguns „My Blue Hour“ mit zehn herausragenden Eigenkompositionen sorgt allerdings schon für Erklärungsbedarf...
Zum 30 jährigen Jubiläum das Debut Album bei Mack Avenue Records! Yellowjackets meistert die Kunst Experimentierfreudigkeit ausdrucksvoll zu vermitteln, mit starken Grooves und überraschenden Wendungen. 17 Grammy Nominierungen und 2 Grammies in 30 Jahren!
Bislang war sein Name vor allem mit dem Trio Töykeät verbunden, einem der wildesten, witzigsten und visionärsten Klaviertrios der internationalen Jazzszene: Da lotete der finnische Pianist Iiro Rantala alle Möglichkeiten dieser klassischen Besetzung aus, mal als energiegeladener Tastenlöwe, mal als feinfühliger Romantiker, dann wieder als burlesker Spaßvogel. Sein Spiel sprengte zwar alle Stile und war ebenso kompromisslos wie zugleich unterhaltsam, doch wurde es stets von einem magischen Dreieck zusammengehalten: grenzenlose Technik, Sinn für Humor und untrüglicher Geschmack. Qualitäten, die sich Rantala bewahrt hat, auch nachdem er 2006 das Trio Töykeät aufgelöst hatte: „Meine Güte, wir haben das jetzt 18 Jahre lang gemacht und Tausende von Konzerten gespielt. Da wird es Zeit für eine Pause“, sagte er da, konzentrierte sich auf “Iiro at large”, seine bis heute laufende eigene Show im finnischen Fernsehen - und auf seine Solokarriere.
Am 27. Februar 2011 hat die Sängerin Youn Sun Nah für ihr Album „Same Girl“ (ACT 9024-2) den „Korean Music Award 2011“ in der Kategorie „Jazz und Crossover Album des Jahres“ erhalten. Damit wird sie bereits zum vierten Mal in ihrer Karriere mit dem begehrten Preis ausgezeichnet. Der Award wird für besondere Verdienste in der populären Musik Koreas vergeben. Die Jury besteht aus hochrangigen Vertretern der Musikwelt, wie Kritikern, Produzenten und Wissenschaftlern.
Als Schlagzeuger von e. s.t., dem Esbjörn Svensson Trio, hat Öström den Aufstieg vom unbekannten, mit vielen anderen um Club-Auftritte konkurrierenden Bands, zum stilbildenden und erfolgreichsten Jazzensemble der vergangenen Dekade miterlebt. Aber er hat auch das plötzliche Ende aller Träume miterlebt, durch den tragischen Unfalltod seines Freundes und Bandleaders Esbjörn Svensson vor zweieinhalb Jahren. Der Herausforderung, das Erbe zu bewahren und zugleich seinen eigenen Weg weiterzugehen, hat er sich nun mit „Thread of Life“ gestellt - als Komponist, Arrangeur und Produzent in Personalunion: „Um zu zeigen, worum es in meinem musikalischen Universum geht, musste ich das so machen. Auch, weil ich es wirklich liebe, zu komponieren, ebenso wie im Studio zu sein und zu produzieren.“
„Wann weiß man schon, dass man eine funktionierende Band hat? Sowas ist unplanbar“, sinniert Joachim Kühn. Er, der 66-jährige Veteran einer traditionsbewussten Avantgarde, Partner von Größen wie Michel Portal, Archie Shepp, Ornette Coleman, Rabih Abou-Khalil, Stan Getz, Michael Brecker, oder Michael Wollny, und einer der wenigen deutschen Weltstars des Jazz, ahnte jedenfalls nicht, was daraus werden würde, als er Majid Bekkas 2003 kennenlernte, den Guembri-Meister und spiritus rector der marokkanischen Musikszene.
Mit "Live At Marciac" erscheint eine Live Doppel-CD plus DVD von einem der talentiertesten Jazzpianisten der Gegenwart. Die Aufnahmen stammen vom legendären französischen Festival und spiegeln die gesamte Palette seines Könnens wider. Er spielt sowohl eigene Kompositionen als auch Interpretationen zeitgenössischer Popsongs von u. a. Kurt Cobain, Lennon / McCartney, Cole Porter, Radiohead und anderen.
Auf allen neun Stücken des Albums – fünf Kompositionen stammen von Vijay Iyer, vier von Prasanna – kann man nun hören, was Iyer als Erfahrung der allerersten Probe wie der 2008 folgenden Studio-Sessions beschreibt: Hier geht es nicht um „Fusion“, um einen Kompromiss oder um den Versuch, mehr oder weniger indisch zu klingen, hier hört man vielmehr den harmonischen Fluss einer musikalischen Konversation dreier Individuen.
Kollaboration der beiden Ausnahmeschlagwerker und der NDR Bigband.
Es war seit langem ein Wunsch der beiden, mal miteinander musizieren zu können: Die Rede ist vom indischen Perkussionisten Trilok Gurtu und dem Toto-Schlagzeuger Simon Phillips. Im Mai 2010 war es dann soweit. Im Rahmen einer Produktion der NDR Bigband kam es zur Zusammenarbeit dieser beiden Koryphäen der Schlagwerke.
AVISHAI COHENs Musik gleicht einem Strudel der Gefühle. Die Struktur der Songs, ihre intime Architektur überrascht immer wieder durch unerwartete Wendungen. Mit seinen Kompositionen zügelt er die Gefühle, hält sie zurück, damit sie sich voll entfalten können, und verhindert somit, dass die Energie verpufft, bevor sie den Zuhörer erreicht. Der aus Jerusalem stammende Cohen, der sich inzwischen in Tel Aviv niedergelassen hat und den Ruf als einer der populärsten Jazzmusiker der letzten zehn Jahre genießt, nähert sich mit "Seven Seas" seinem künstlerischen Zenit.
Uplift - Das neue Album von Monty Alexander
Monty Alexander - piano
Hassan Shakur - bass
Herlin Riley - drums
Frits Landesbergen -drums
Mit "Three Stories" veröffentlicht Eldar sein erstes Solo-Album. Der erst 23-jährige Pianist hat bereits vier Jazz-Alben für Sony Classical aufgenommen und wurde dafür in der Jazzszene und darüber hinaus hymnisch gefeiert ("Ein Pianist wie von einem anderen Stern...ein Wunderkind.", Welt am Sonntag). Doch Eldar, der neben Jazz auch klassisches Klavierspiel studiert hat, ist mittlerweile zu einem beachteten Klassik- Interpreten gereift. Und so zeigt Eldar seine musikalische Vielseitigkeit auf "Three Stories" auf beeindruckende Weise indem er etwa "I Should Care" von Sammy Cahn neben ein Präludium aus Bachs "Wohltemperierten Klavier" oder eine Etüde von Skrjabin neben Thelonious Monks "In Walked Bud" stellt.
Seit vielen Jahren ist Roger Willemsen auch als Vermittler des Jazz in Deutschland tätig. In seiner ZDF-Sendung Willemsens Woche waren regelmäßig die größten Jazzmusiker der Welt zu Gast, sein Film über Michel Petrucciani wurde weltweit gezeigt, über Jahre moderierte er eine eigene Jazz-Sendung im WDR, ebenso wie die Verleihung des deutschen Jazzpreises, und seit fast zwei Jahren ist er den Hörern von NDR Kultur mit gleich zwei Reihen zu Klassik und Jazz ein Begriff.
Olivier Ker Ourio ist der Nachkomme sehr eigenwilliger Bretonischer Segler, die ihrer inneren Stimme folgend, im 18. Jahrhundert in See stechen, Ihren „ureigenen Platz“ einzunehmen.
Iro Haarla, die langjährige Arrangeurin für Edward Vesala mit "Vespers", dem Nachfolgealbum zu ihrem ECM-Erfolg "Northbound". Zusammen mit ihrer Allstar-Band, deren Besetzung wie das Who Is Who des norwegischen Jazz anmutet (u. a. Mathias Eick - Trompete, Trygve Seim - Saxophon, Jon Christensen - Schlagzeug), spielt sich Pianistin / Harfistin Haarla durch ein klar artikuliertes, tiefes und emotional kraftvolles Balladen-Album, dessen Repertoire durchweg aus eigener Feder stammt.
Was die Cookers hier präsentieren, ist die logische Fortführung des Eingangszitats: „Beginne irgendwo aber sei bereit für Erfahrung, Inspiration, Schneid und Brillanz, um Ergebnisse zu liefern, die kreativ gesehen einzigartig sind.“
„Glow“ heißt die 3. Pirouet-CD des Pianisten Pablo Held – diesmal mit großer Besetzung und unorthodoxer Instrumentierung. Pablo Held ist ein einzigartiges Talent. Im Dezember 1986 geboren, hat er bereits mit zwei Pirouet-CDs auch international Aufmerksamkeit erweckt. Vier Tage lang konnte nun Pablo Held für diese neue CD mit Musikern seiner Wahl Aufnahmen machen.
Ende der Sechziger bis Ende der Siebziger des letzten Jahrhunderts war nicht nur in der angloamerikanischen Musik eine kreative Blütezeit, auch und gerade in hiesigen Landen wurde viel experimentiert. Man wollte nicht dem Klischee des typisch Deutschen entsprechen, genauso wenig wie man die typischen Rock- und Pop-Klischees bedienen mochte. Somit war klar, dass man typisch deutschen Eigenschaften aus dem Weg zu gehen hat: Panzer, Blitzkrieg, Disziplin, Gehorsam, Lederhosen, Sauerkraut, Bratwurst & Rock’n’Roll.
YallaYalla haben ihre erste CD "Kaltwärmung" beim Leipziger Label (type:g)records veröffentlicht und präsentieren ihre Kompositionen, die sich zwischen orientalischen Rhythmen und Melodien und freien Improvisationen bewegen im Rahmen der Konzertreihe "LeipJazzig" am 24.2.2011.
Das Spannende an Stefan Schultze ist: er lässt sich nicht festlegen. Er spielt Piano im Trio (Stefan Schultze Trio), im Quintett (schultzing) oder im Oktett (Oktoposse). Er geht in Schulen, um den Kids in seinem Projekt School Jazz is Cool Jazz improvisierte Musik und Jazz nahezubringen. Bei Raw Rough Ready kombiniert er Musik mit Tanz und Video zu einer Multimedia-Performance. Und nun das Stefan Schultze Large Ensemble. Das ist vielleicht der konsequenteste Schritt in der noch jungen, aber schon sehr bewegten Geschichte des Stefan Schultze.
Hamburg (ots) - Der Pianist der NDR Bigband, Vladyslav Sendecki, erhält den Hamburger Jazzpreis 2011. Die Auszeichnung ist mit 10.000 Euro dotiert und wird seit 2007 von der Dr. E. A. Langner-Stiftung vergeben.
Rottweil. Am Montag, 7. Februar, beginnt der Vorverkauf für das Jazzfest Rottweil 2011. Das Festival hat klingende Namen im Programm: Der Geiger Nigel Kennedy eröffnet die Reihe der Konzerte in der Alten Stallhalle am 3. Mai.
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2007 erhielt die niederländische Sängerin Caro Emerald einen überraschenden Anruf von zwei Produzenten namens David Schreurs und Jan van VierinEen. Diese brauchten einen Ersatz für ihre Demo-Sängerin, die einen neuen Song für einen japanischen Pop-Act aufnehmen sollte, Dieser Song wurde zusammen mit dem kanadischen Songwriter Vince Degiorgio geschrieben und beschert Caro Emerald später den Durchbruch. Nachdem Caro den Song im Studio einsang gefiel ihr "Back it up" so sehr, dass sie in ihrer Liveshow aufnahm. Ein Jahr später bot ihr ein lokaler Fernsehsender einen Auftritt in Amsterdam an. Nach dem Auftritt wurde der Sender von Mails und Briefen der Begeisterung überschüttet, Alle wollten mehr von diesem unbekannten Mädchen wissen.