Jazzfest Bonn 2026
Bonn
Bonn bietet rund 30 Konzerte an elf Spielorten
Zahlreiche Premieren, neue Alben und internationale Gäste prägen das Programm
Eröffnung mit Jan Garbarek und internationalen Jazzgrößen
Den Auftakt des Jazzfest Bonn 2026 macht der norwegische Saxophonist Jan Garbarek, eine Ikone des europäischen Jazz. Es folgen weitere internationale Spitzenmusiker: In der Bundeskunsthalle treffen der israelische Pianist Shai Maestro und der amerikanische Sänger Kurt Elling aufeinander. Maestro stellt dabei sein Anfang März erschienenes Album „The Guesthouse“ vor, das virtuoses Klavierspiel mit elektronischen Klanglandschaften verbindet. Einen weiteren, internationalen Höhepunkt setzt das Duo von John Scofield und Gerald Clayton im Opernhaus.
Premieren und neue Produktionen im Pantheon
Ein besonderer Fokus liegt in diesem Jahr auf dem Bonner Pantheon, das sich einmal mehr als Ort für neue Produktionen und aktuelle Projekte profiliert: Der österreichische Gitarrist Wolfgang Muthspiel bringt mit seinem „Chamber Trio“ sein neues Werk „Atlas“ auf die Bühne. US-Saxophonist Donny McCaslin, bekannt aus seiner Zusammenarbeit mit David Bowie, stellt sein aktuelles Album „Lullaby for the Lost“ vor. Die Kölner Bassistin Caris Hermes präsentiert ein eigens für das Jazzfest Bonn entwickeltes Projekt mit dem deutsch-libanesischen Sänger Rabih Lahoud und dem Cellisten Jörg Brinkmann. Und Sängerin Yumi Ito gibt mit Songs aus ihrem aktuellen Album „Lonely Island“ einen Einblick in ihren sehr persönlichen Sound zwischen Jazz und Pop.
Generationen im Dialog: Jazz zwischen Geschichte und Gegenwart
Das Doppelkonzert im Haus der Geschichte stellt den Dialog der Generationen in den Mittelpunkt: Zunächst tritt der 82-jährige Schlagzeuger Günter „Baby“ Sommer auf, eine prägende Figur des ostdeutschen Free Jazz. Im Anschluss folgt die Saxophonistin Theresia Philipp, die seit Kurzem als erste Frau das Bundesjazzorchester leitet. Ein Abend mit zwei Duos, zwei künstlerischen Positionen und zwei Perspektiven auf Jazz – ergänzt durch einen kurzen Podiums-Talk.
Zum Finale: Bigband-Sound zwischen NRW, Finnland und den USA
Das Abschlusskonzert im Telekom Forum steht ganz im Zeichen großer Ensembles: Zunächst präsentiert das Fuchsthone Orchestra, ein Zusammenschluss führender Musiker*innen der NRW-Jazzszene, sein neues Album „Peaks & Plots“ – noch vor der offiziellen Veröffentlichung. Anschließend übernimmt das seit 50 Jahren bestehende UMO Helsinki Jazz Orchestra die Bühne. Gastsolistin ist die US-amerikanische Sängerin Jazzmeia Horn, die für eine moderne Vision des traditionellen Jazzgesangs steht.
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