Südtirol Jazzfestival Alto Adige

Bozen, Meran und Weitere

Vom Großensemble in die Landschaft

Südtirol Jazzfestival Alto Adige 2026
Gard Nilssen Supersonic Orchestra, Foto: Felix Zimmermann

Das Südtirol Jazzfestival Alto Adige versteht sich 2026 einmal mehr als weit verzweigtes Labor für die Musik der Gegenwart, in dem das Unvorhersehbare zum Leitmotiv wird. Mit neuen Spielorten, offenen Projekten und ungewöhnlichen Konzertformaten entsteht ein bewegliches Netzwerk aus Klang, Landschaft und Begegnung. Die diesjährige Ausgabe verbindet internationale Impulse und zeitgenössischen Jazz mit experimenteller Clubkultur, kollektiver Improvisation und Konzerten mitten in der Natur.

Den Auftakt macht das gewaltige Gard Nilssen Supersonic Orchestra.

Das Großensemble liefert jedoch nicht nur eine fulminante Eröffnung, sondern prägt das Festival weit über den ersten Abend hinaus. Wie bei einer musikalischen Zellteilung lösen sich die Musiker:innen aus dem orchestralen Verbund und bespielen in wechselnden Konstellationen verschiedene Räume und Orte des Festivals – etwa als Supersonic Horns bei der Silvesterkapelle im Langental.
Aus dieser Dynamik heraus entfaltet sich ein weit verzweigtes Konzertprogramm, das internationale Projekte und improvisatorische Begegnungen durch ganz Südtirol führt. So trifft etwa Team Hegdal auf urbane Zwischenräume wie den Alcide-Berloffa-Park, während Goran Kajfeš Subtropic Arkestra den Waltherplatz mitten in Bozen bespielt. Das Trio Spins & Spells wiederum verlegt sein Konzert in die Brennerei Roner, und Anaïs Drago führt das Festival tief hinein in die alpine Landschaft, wo der Klimastollen Prettau mit seiner rohen Akustik selbst Teil der Musik wird.

Offenheit, Improvisation und Clubkultur

Mit den „Sonic Reactions“ bietet das Festival ein Format grundlegender Offenheit, wenn sich Musiker:innen erstmals ganz ohne Vorbereitung auf der Bühne begegnen. In intimen Kurzkonzerten entstehen musikalische Blind Dates, bei denen spontane Reaktion und unmittelbare Kommunikation im Zentrum stehen. Auch die Late-Night-Reihe folgt dieser Idee, wenn sich das Festival in Richtung Clubkultur, elektronischer Klänge und hybrider Konzertformen öffnet, ohne dabei den improvisatorischen Kern aus den Augen zu verlieren.

Das Spektrum reicht dabei von elektroakustischen Grenzgängen über kompromisslose Improvisation bis zu tanzbaren Formen zwischen Jazz, Clubmusik und experimentellem Pop. Künstler:innen wie Anaïs Drago, Elektro Guzzi, LVDF, O.N.E. oder Kit Downes stehen exemplarisch für ein Programm, das stilistische Grenzen nicht einfach bestätigt, sondern bewusst unterwandert.

Tickets und Programm

Tickets und Programminformationen finden Sie hier:

www.suedtiroljazzfestival.com

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