Bundestag gibt mehr Geld für Jazz – Künstlerförderung und Clubs

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Berlin, 23. November 2016

++ JazzmusikerInnen sollen von Maßnahmenpaket profitieren
++ Spielstättenprogrammpreis APPLAUS auf 2 Mio. EUR verdoppelt
++ 1,5 Mio. EUR mehr für Künstlerförderung der Initiative Musik
++ UDJ fordert stärkere Berücksichtigung der Lage von JazzmusikerInnen

Wie heute bekannt gegeben wurde, fördert der Deutsche Bundestag Rock, Pop und Jazz ab 2017 mit insgesamt 8,2 Millionen Euro mehr. Dies kommt auch dem Jazz zugute, u.a. durch Verdoppelung der Mittel des Spielstättenprogrammpreises APPLAUS auf 2 Mio. Euro, durch Erhöhung der Mittel für die Künstler- und Infrastrukturförderung der Initiative Musik um 1,5 Mio. Euro und durch Absicherung der Branchenmesse jazzahead! mit 200.000 Euro mehr ab 2018.

„Unser Dank gilt dem Deutschen Bundestag, der mit dieser Erhöhung der Mittel ein wichtiges kulturpolitisches Signal für den Jazz und die ganze Musikszene gesetzt hat“, so Gebhard Ullmann, Vorsitzender der Union Deutscher Jazzmusiker. „Wir müssen uns nun gemeinsam dafür einsetzen, dass auch der Jazz durch spezifische Regularien davon besser profitieren kann und die Gelder vor allem noch unmittelbarer bei den MusikerInnen ankommen. Die Jazzstudie2016 hat hier klar den Bedarf aufgezeigt. So sind die Förderung angemessener Gagen, eine stärker auf Jazz zugeschnittene Künstlerförderung und mehr Tourförderung für JazzmusikerInnen dringend notwendig.“

Vor zwei Wochen wurden von der großen Koalition in ihren Beratungen zum Bundeshaushalt 2017 zusätzliche Mittel zur Kulturförderung beschlossen. Damit werden in kommenden Jahren zusätzliche 660 Millionen Euro für die Kulturförderung zur Verfügung stehen. Im Bereich Rock, Pop und Jazz werden neben der Initiative Musik und der jazzahead! auch das Reeperbahn Festival in Hamburg, die c/o pop in Köln, das Musicboard Berlin und die Deutsche Rockmusik Stiftung gestärkt.

Gebhard Ullmann, Vorstandsvorsitzender der Union Deutscher Jazzmusiker
Gebhard Ullmann, Vorstandsvorsitzender der Union Deutscher Jazzmusiker

Über die Union Deutscher Jazzmusiker

Seit sie im Jahre 1973 von renommierten Persönlichkeiten der deutschen Jazzszene ins Leben gerufen wurde, engagiert sich die Union Deutscher Jazzmusiker für die Belange der Jazzmusikerinnen und Jazzmusiker und um die verbesserte Präsenz und Wahrnehmung des Jazz in Deutschland. Zu ihren zentralen Zielen gehört es, eine funktionsfähige Infrastruktur aufzubauen, in der Musikerinnen und Musiker leben, arbeiten und kreativ sein können. Nach der „Initiative für einen starken Jazz in Deutschland“ erfuhr die Union Deutscher Jazzmusiker Anfang 2012 eine grundlegende Neustrukturierung und Stärkung, die zu einer Verdreifachung der Mitgliederzahlen führte. Die Union Deutscher Jazzmusiker hat sich kulturpolitisch als wichtiger Ansprechpartner etabliert und ist in nationalen und internationalen Gremien und Organisationen vertreten. Dazu gehören die Bundeskonferenz Jazz, der Deutsche Musikrat oder die Künstlersozialkasse. Sie entsendet Experten in Jurys von Preisen oder Förderprogrammen.
http://www.u-d-j.de/

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