Deutscher Jazzpreis 2024: Das sind die diesjährigen Nominierten

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Berlin, 05. Februar 2024 | In einem intensiven Auswahlprozess besprach die international besetzte Fachjury in den vergangenen Wochen insgesamt 1.150 Einreichungen, um die diesjährigen Nominierten des Deutschen Jazzpreises zu ermitteln. Jetzt stehen die 72 Nominier- ten, die im letzten Jahr außergewöhnliche künstlerische und innovative Leistungen erbracht haben, in den Bereichen Künstler:innen, Aufnahme/Produktion, Live, Komposition/Arrangement und Sonderpreise fest.

Katja Lucker, seit dem 1. Januar 2024 Geschäftsführerin der Initiative Musik, sagt zum Auswahlprozess: „Die 72 Nominierten des Deutschen Jazzpreises 2024 spiegeln eine eindrucksvolle Vielfalt der aktuellen Jazzszene wider. Wir freuen uns sehr, diese herausragenden Talente und ihre erstklassigen Leistungen bei der Preisverleihung erstmalig in Köln im April gebührend zu ehren und zu feiern. Mein Dank gilt allen beteiligten Gremien und der Jury für ihre wertvolle Arbeit und Unter- stützung."

Alle Nominierten können nun auf eine Auszeichnung mit dem Deutschen Jazzpreis hoffen und erhalten zudem ein Nominierungsgeld in Höhe von 4.000 Euro. Die Aus- wahl der 22 glücklichen Gewinner:innen, die neben der Trophäe auch ein Preisgeld von 12.000 Euro bekommen, obliegt nun der Hauptjury. Diese besteht aus Mitglie- dern der Fachjury sowie prominenten Persönlichkeiten der Jazzszene und des öf- fentlichen kulturellen Lebens. Die Jurymitglieder werden zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben.

Limitierte Tickets für die Verleihung ab sofort erhältlich

In diesem Jahr haben Jazz-Fans erstmals die Möglichkeit, live bei der Verleihung des Deutschen Jazzpreises am 18. April im E-Werk Köln dabei zu sein. Neben der feierlichen Ehrung der 22 Preisträger:innen erwartet die Gäste ein hochkarätiges Line-Up mit drei noch streng geheimen Live Acts. Tickets für den Abend sind in limitierter Anzahl auf rausgegangen.de erhältlich.

Zur musikalischen Einstimmung lädt auch in diesem Jahr der Streamingdienst Qobuz ein. Als offizieller Musikpartner des Deutschen Jazzpreises präsentiert die Musikplattform eine kuratierte Playlist die es Jazz-Liebhaber:innen ermöglicht, alle Nominierten in bester Klangqualität zu genießen.

HAUPTKATEGORIE: KÜNSTLER:INNEN

Vokal:

Anette von Eichel, Céline Rudolph, Simin Tander, Kat

Anette von Eichel
Die Arbeit der Jazzsängerin Anette von Eichel streckt sich von Jazz in kleineren Besetzungen über Bigband bis hin zu Filmmusik. Zur Nominierung sagt die Fachjury: „Die Authentizität und Reife, die von Eichel in ihrer Kunst zum Ausdruck bringt, machen sie zu einer bemerkens- werten Persönlichkeit in der Jazzwelt.“

Céline Rudolph
Céline Rudolph ist Vokalistin, Komponistin und Poetin und hat ihre musikalischen Fähigkeiten auf mittlerweile neun Soloalben und in mehreren Kollaborationen präsentiert. Die Fachjury meint: „Ihr Talent, Genres zu fusionieren und innovative Sounds zu schaffen, macht sie zu ei- ner einzigartigen Stimme im Jazz.“

Simin Tander
Simin Tander ist auf den renommiertesten Jazzbühnen weltweit unterwegs und in diversen Projekten aktiv. „Die Sängerin Simin Tander hat sich als eine stimmgewaltige Kraft in der deutschen Jazzszene etabliert. Ihre Musik vereint unterschiedliche Kulturen und Traditionen, was ihr eine unvergleichliche Vielseitigkeit verleiht“, meint die Fachjury.

Kat
„Katharina Zahn, bekannt als KAT, vereint Elemente des Jazz mit Neo-Soul, Pop und Electro- nics und schafft dadurch einen ganz neuen, eigenen Sound, der Genregrenzen sprengt. Ihre Musik, rhythmisch und suggestiv, erreicht ein junges Publikum und trifft den Puls der Zeit“, sagt die Fachjury über die Sängerin, die 2018 ihre erste EP in Eigenregie veröffentlichte.

Holzblasinstrumente:

Camila Nebbia, Angelika Niescier, Frank Gratkowski, Bendik Giske

Camila Nebbia
Camila Nebbia ist Saxophonistin, Komponistin, Improvisatorin, bildende Künstlerin und Kuratorin, die hierarchische Systeme in Bezug auf Migration, Identität und Erinnerung in Frage stellt. „Ihre Kunst überwindet Grenzen und schafft einzigartige musikalische Erfahrun- gen, die sowohl das Publikum als auch ihre Mitmusiker:innen inspirieren“, sagt die Fachjury.

Angelika Niescier
Angelika Niescier ist eine Künstlerin auf Mission, mit grenzenloser Energie, einer reichen Palette an Farben und virtuoser Technik. Die Fachjury meint: „Angelika Niescier, international anerkannt und eine Schlüsselfigur in der Jazzszene, sticht durch ihre national wie internatio- nal überbordende Präsenz und ihr außergewöhnliches Talent heraus.“

Frank Gratkowski
Frank Gratkowski ist Saxophonist, Klarinettist, Flötist, Improvisator und Komponist, der sowohl solo als auch als Teil von Bands und Orchestern zu hören und zu sehen ist. „Zudem hat Gratkowski als hervorragender Lehrer zahlreiche Musiker:innen geprägt und damit über sein eigenes Spiel hinaus maßgeblich Einfluss auf den Jazz genommen, was seine bedeu- tende Rolle in der Jazzszene einmal mehr unterstreicht“, ergänzt die Fachjury.

Bendik Giske
Saxophonist und Komponist Bendik Giske schafft mit seiner Musik eine Brücke zwischen diversen Musikgenres. Die Fachjury sagt: „Mit seinem selbstbetitelten Album, das im Juni 2023 bei Smalltown Supersound erschien, demonstriert er eindrucksvoll seine Fähigkeit, die Grenzen des Jazz neu zu definieren.“

Blechblasinstrumente:

Axel Dörner, Janning Trumann, Percy Pursglove, Matthias Müller

Axel Dörner
Der Berliner Axel Dörner entwickelte einen außergewöhnlichen Stil des Trompetenspiels: „Dörners minimalistische und abstrakte Herangehensweise an traditionellen Jazz, gepaart mit seiner Fähigkeit, musikalische Grenzen zu verschieben, macht ihn zu einer unverwechsel- baren Stimme in der freien Improvisation“, sagt die Fachjury.

Janning Trumann
Janning Trumann ist einer der markantesten Posaunisten der jüngeren Generation im deut- schen Jazz. Die Begründung der Jury für Trumanns Nominierung: „Als dynamischer Akteur in der Jazzszene, der über seine Rolle als Musiker hinausgeht, prägt er das Genre mit innovati- ven und außergewöhnlichen Beiträgen.“

Percy Pursglove
Percy Pursglove ist Komponist, Multiinstrumentalist und preisgekrönter Improvisationskünst- ler. Die Fachjury meint: „Pursglove zeichnet sich durch seine einzigartige musikalische Hand- schrift aus. Sein beeindruckendes Können sowohl auf der Trompete als auch auf dem Kontrabass sowie seine Rolle in vielfältigen internationalen Projekten, darunter die NDR Bigband, zeigen seine bemerkenswerte Vielseitigkeit.“

Matthias Müller
Matthias Müller lebt seit 2004 in Berlin und spielt seitdem mit vielen herausragenden Musiker:innen der internationalen Improvisationsszene. „Sein Talent, von minimalistischen Klängen bis hin zu traditionellem Jazz und Popmusik nahtlos zu navigieren, zeigt seine musikalische Vielseitigkeit“, sagt die Fachjury.

Piano/Tasteninstrumente:

Moses Yoofee, Shuteen Erdenebaatar, Omer Klein, Alexander von Schlippenbach

Moses Yoofee
Moses Yoofee ist ein vielseitiger und talentierter Musiker mit Schwerpunkt auf Jazz und zeit- genössischer Musik, der als Produzent und Komponist bereits mehrere EPs und Singles veröffentlichte: „Yoofees Musik ist eine faszinierende Synthese aus traditionellem Jazz und zeitgenössischen urbanen Beats, was ihn zu einer herausragenden und anerkannten Persön- lichkeit in der Musikszene macht“, sagt die Fachjury.

Shuteen Erdenebaatar
Pianistin und Komponistin Shuteen Erdenebaatar hat sich mit ihrem 2023 erschienen Debüt- album Rising Sun als eine der aufregendsten neuen Stimmen in der deutschen Jazzszene etabliert. „Ihre Musik, charakterisiert durch lyrische Schönheit und kraftvolle emotionale Aus- drucksstärke, hebt sie als bemerkenswerte Neuentdeckung hervor“, sagt die Fachjury über die Künstler:in.

Omer Klein
„Jazzpianist und Komponist Omer Klein besticht mit seinem unverkennbaren Sound und hoch emotionalen Kompositionen und Arrangements. Sein Album Life & Fire demonstriert seine außergewöhnliche melodische Finesse“, meint die Fachjury. Mehr als 100 eigene Kompositionen und zehn Alben als Solist veröffentlichte Klein bereits erfolgreich.

Alexander von Schlippenbach
„Alexander von Schlippenbach, Free Jazz-Pionier und eine Legende in der deutschen Jazzszene, ist eine Schlüsselfigur in der Musik, die Freiheit verkörpert“, sagt die Fachjury über den Berliner Jazz-Pianisten, Arrangeur und Komponist, der seit vielen Jahren in der Jazz-Welt zuhause ist, in verschiedenen Konstellationen weltweit auftrat und an diversen erfolgreichen Kollaborationen beteiligt war.

Saiteninstrumente:

Petter Eldh, Athina Kontou, Nick Dunston, Lisa Hoppe

Petter Eldh
Als Komponist, Bandleader, Produzent und Bassist leitet Eldh eine Reihe von persönlichen und kollektiven Projekten, die Deutschland und seine Heimat Skandinavien verbinden. „Besonders beeindruckend ist seine Fähigkeit, verschiedene musikalische Hintergründe zu vereinen und dabei sowohl als Bassist als auch als Musikproduzent mit einem eigen- ständigen, hochwertigen und zeitgemäßen Sound zu brillieren“, hebt die Fachjury hervor.

Athina Kontou
„Athina Kontou hat sich durch ihre einzigartige musikalische Sprache und ihre Fähigkeit, verschiedenste Energien und Vibes erzeugen zu können, einen Namen gemacht“, sagt die Fachjury. In ihrem eigenen Ensemble Mother verbindet die Bassistin die Musik ihrer griechischen Heimat mit der Klangsprache des zeitgenössischen Jazz.

Nick Dunston
Nick Dunston ist Komponist, Improvisator und Bassist, der bereits eine Vielzahl von inter- nationalen Venues und Festivals bespielt hat. Die Fachjury sagt: „Dunston, der nicht nur Kontrabass, sondern auch präpariertes Banjo, Sampler und Tape beherrscht, zeigt sich als virtuoser Musiker mit einem breiten Spektrum an musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten.“

Lisa Hoppe
Die Kontrabassistin, Komponistin und Band-Leaderin Lisa Hoppe tobt sich im Grenzgebiet zwischen Jazz, freier Improvisation und experimenteller Musik aus. „Ihre aktuelle Veröffent- lichung Faking An Imperfect Utopia und ihre Auftritte bei renommierten Veranstaltungen wie den Leipziger Jazztagen und BeJazz Transnational in Bern zeigen ihre dynamische Präsenz in der Musikszene“, so die Fachjury.

Schlagzeug/Perkussion:

Mareike Wiening, Max Andrzejewski, Taiko Saito, Moritz Baumgärtner

Mareike Wiening
Schlagzeugerin Mareike Wiening verbindet auf einzigartige Weise Tradition und Innovation, beeinflusst die Jazzgemeinde und definiert die Grenzen des Genres neu. Die Fachjury meint: „Mareike Wiening überzeugt durch ihr präzises Spiel und hat mit Reveal ein herausragendes Album im vergangenen Jahr veröffentlicht, das ihre Rolle als exzellente Schlagzeugerin unterstreicht.“

Max Andrzejewski
Der Schlagzeuger Max Andrzejewski veröffentlichte mit seiner eigenen Band Max Andrzejewski ́s Hüttebereits fünf Alben, ist in weiteren Projekten aktiv und etabliert sich er- folgreich als Komponist für vielfältige Ensembles. „Seine jährliche Vielzahl an Konzerten in verschiedenen Kontexten und Orten national und international unterstreicht seine Präsenz in der Musikszene“, ergänzt die Fachjury.

Taiko Saito
„Taiko Saito ist im vergangenen Jahr vor allem mit ihrem außergewöhnlichen Soloalbum Tears of a Cloud herausgestochen, einem eindrucksvollen Werk. Ihr charakteristischer Klang und ihre Kompositionen, gepaart mit einem feinfühligen Umgang mit Stille und Zeit, machen sie unverkennlich“, resümiert die Fachjury über die Berliner Schlagzeugerin, die als Mitglied diverser Kombos bereits weltweit tourte.

Moritz Baumgärtner
Mit dem Musikstudium in Berlin beginnt Moritz Baumgärtner seine Karriere als Drummer & Improvisator und gestaltet mit seinen Projekten wie Melt Trio die Musikszene mit. „Moritz Baumgärtner sticht durch seine außergewöhnliche Kreativität und sein unkonventionelles Schlagzeugspiel heraus. Seine Fähigkeit, mit lautmalerischen Einsätzen zu überraschen, zeugt von einem ungebremsten Gestaltungswillen“, so die Fachjury.

Ensemble des Jahres:

OPENTHEBOX TRIO, Shuteen Erdenebaatar Quartet, Andromeda Mega Express Orchestra, LIUN + The Science Fiction Band

OPENTHEBOX TRIO
Im Herbst 2020 gegründet, veröffentlichten Christoph Krischkowsky, Andreas Dombert und Axel Kühn im vergangenen Jahr ihr Debüt-Album UNPERFECT BUILDINGS, über das die Fachjury sagt: „Die Gruppe verwebt gekonnt Tradition und Moderne und balanciert zwischen zarter Fragilität und markanter Eigenwilligkeit.“

Shuteen Erdenebaatar Quartet
Mit einer sehr klassischen Jazz-Besetzung wartet das Shuteen Erdenebaatar Quartet auf, das im letzten Jahr sein Debüt-Album veröffentlich hat. „Ihre Fähigkeit, dem klassischen Quartettformat eine moderne, eigene Färbung zu verleihen, zeichnet sich durch energetische Freiheit und dynamische Einheit in ihrer Musik aus“, so die Fachjury.

Andromeda Mega Express Orchestra
Das Andromeda Mega Express Orchestra wurde 2006 in Berlin gegründet und gilt als eines der unverkennbarsten und eigenwilligsten Großensembles. „Die Fähigkeit des Ensembles, als kohärente Einheit zu agieren und dabei eine eigene musikalische Identität zu formen, zeugt von einer tiefen musikalischen Verständigung und kreativen Vision“, sagt die Fachjury.

LIUN + The Science Fiction Band
„LIUN + The Science Fiction Band zeichnet sich durch ihre Fähigkeit aus, faszinierende Klangwelten zu erschaffen, die durch ausgezeichnetes Songwriting und vielschichtige Klang- farben zum Leben erweckt werden“, sagt die Fachjury über die Band von Lucia Cadotsch und Wanja Slavin, die sich im ständigen Wandel befindet und mal zu einem Duo verkleinert oder teilweise bis zu einem 27-köpfigen Orchester vergrößert wird.

Ensemble des Jahres international:

David Murray Quartet, Chris Potter Circuits, Steve Lehmann & Orchestre National de Jazz, Irreversible Entanglements

DAVID MURRAY QUARTET
„Das David Murray Quartet zeichnet sich durch eine fesselnde Neuausrichtung aus, die sich in der Vielfalt und den Strukturen ihrer aktuellen Kompositionen widerspiegelt“, meint die Fachjury über Saxophonist David Murray, Pianistin Marta Sanchez, Bassist Luke Stewart und Schlagzeuger Russel Carter, die in diesem Jahr ihr erstes gemeinsames Album veröffent- lichen werden.

Chris Potter Circuits
Chris Potter, einer der bedeutendsten und innovativsten Improvisatoren seiner Generation, schloss sich mit Keyboarder James Francies und Schlagzeuger Eric Harland für diese herausragende neue Formation zusammen. „Die Interaktion innerhalb des Ensembles, verdeutlicht die kreative Synergie und das hohe Niveau musikalischer Kommunikation, die Chris Potter Circuits auszeichnen“, sagt die Fachjury.

Steve Lehmann & Orchestre National de Jazz
„Steve Lehman & Orchestre National de Jazz unternehmen durch ihre Zusammenarbeit eine bemerkenswerte musikalische Expedition, die die Grenzen zwischen Elektronik, Neuer Musik und Jazz verschwimmen lässt“, so die Fachjury über die Zusammenarbeit von Komponist und Altsaxophonist Steve Lehmann und dem 1986 vom französischen Kulturministeriums gegründeten Orchestre National de Jazz.

Irreversible Entanglements
Irreversible Entanglements ist ein Free-Jazz-Quintett bestehend aus Dichterin/Sängerin Camae Ayewa (aka Moor Mother), Bassist Luke Stewart, Trompeter Aquiles Navarro, Saxophonist Keir Neuringer und Schlagzeuger Tcheser Holmes. „Irreversible Entanglements bekräftigen mit ihrem künstlerischen Ansatz ein zentrales Anliegen des Free Jazz, indem sie eine ausdrucksstarke Botschaft für Gerechtigkeit und Freiheit artikulieren.“, so die Fachjury.

HAUPTKATEGORIE: AUFNAHME/PRODUKTION

Album des Jahres:

Awake – Mirna Bogdanović / Witchy Activities And The Maple Death – Monika Roscher Bigband / Re|construct – Phillip Dornbuschs Projektor / WE’LL RISE – Anke Helfrich

Awake – Mirna Bogdanović
„Ihre beeindruckende Stimme führt durch ein Album, das nicht nur durch seine tiefgründigen, fesselnden Kompositionen besticht, sondern auch durch das gekonnte Zusammenspiel von Band und Streichquartett, welches den Tracks eine zusätzliche Dimension verleiht“, sagt die Fachjury über das introspektive zweite Album der Berlinerin Mirna Bogdanović.

Witchy Activities And The Maple Death – Monika Roscher Bigband
„Die detailverliebte Auseinandersetzung mit Elektronik und der innovative Mix aus Saxophonen, Posaunen und Field Recordings machen dieses Album zu einem abenteuer- lichen und faszinierenden Hörerlebnis, das international Anerkennung findet und die Bigband- Musik in eine aufregende Zukunft führt“, resümiert die Fachjury über Witchy Activities And The Maple Death der 18-köpfigen Monika Roscher Bigband.

Re|construct – Phillip Dornbuschs Projektor
Re|construct ist die zweite Albumveröffentlichung des Berliner Saxophonisten und Komponis- ten Phillip Dornbusch und seiner Band Projektor. „Die Auseinandersetzung mit Alltags- rassismus in Deutschland bildet den Kern dieser musikalischen Arbeit. Die Kompositionen, geprägt von Emotionen wie Wut, Unsicherheit, Hoffnung und Mut, bieten einen nachvoll- ziehbaren und eindringlichen Einblick in die Thematik“, meint die Fachjury.

WE’LL RISE – Anke Helfrich
Mit dem Album WE'LL RISE erinnert Anke Helfrich an inspirierende Frauen und vergessene Pionierinnen, die sich mutig über Konventionen hinweggesetzt haben. Die Fachjury sagt über das Album: „Ihre Integration von Spoken Word, Originaltönen und vielschichtigen Kompositio- nen mit einem charakteristischen Bandsound zeigt eine beeindruckende Weiterentwicklung im klassischen Jazz.“

Debüt-Album des Jahres:

Opening – Jakob Bänsch / Elewha – Ingen Navn Trio / Faking An Imperfect Utopia – Lisa Hoppe’s YSOP / Where Are We Now? – Atrin Madani

Opening – Jakob Bänsch
Jakob Bänsch ist Jazztrompeter und Komponist, dessen Anfänge auf der klassischen Trompete sich auch heute noch in seiner Musik widerspiegeln. Über das Debüt-Album Opening sagt die Fachjury: „Bänsch vereint Einflüsse aus klassischer Musik, brasilianischen Rhythmen und modernem Jazz zu einer persönlichen Klangästethik, die sowohl in der Komposition als auch in der Improvisation überzeugt.“

Elewha – Ingen Navn Trio
Das Ingen Navn Trio verbindet nicht nur ihr Studium am ArtEZ sondern auch die Freude am musikalischen Experimentieren. Diese Abenteuerlust bestätigt die Fachjury: „Elewha des Ingen Navn Trio überzeugt als ein facettenreiches Album, das sich mutig und gezielt auf eine vielseitige musikalische Reise begibt.“

Faking An Imperfect Utopia – Lisa Hoppe’s YSOP
„Geleitet von Lisa Hoppe, beweisen die versierten Musiker:innen Mut zur Innovation und ein tiefes Verständnis für das Zusammenspiel verschiedener musikalischer Ausdrucksformen, was Faking An Imperfect Utopia zu einer der spannendsten Neuentdeckungen des vergan- genen Jahres macht“, meint die Fachjury zum Debüt-Album von Lisa Hoppe’s YSOP, das Genregrenzen geschickt auflöst.

Where Are We Now? – Atrin Madani
„Mit Where Are We Now? bringt Atrin Madani neue Klangfarben in die Musiklandschaft ein. Die komplexen Beats werden auf eine interessante Weise mit melodischen Teilen kombi- niert“, sagt die Fachjury über das erste Album des Berliner Jazzmusikers, der sich mit seiner beeindruckenden Stimme und seinem vielseitigen Repertoire mittlerweile schon einen Namen gemacht hat.

Rundfunkproduktion des Jahres:

Songs for Phoenix – NDR Bigband feat. Wu Wei / FACE TO FACE - Nikki Iles with the NDR Bigband / "Hinab in den Maelström" von Edgar Allan Poe – Martin Auer Quintett, Christian Brückner, HR2 Kultur / A KIND OF ... CHORAL MUSIC – MDR Rundfunkchor und Jazztage Leipzig

Songs for Phoenix – NDR Bigband feat. Wu Wei
2023 begann die Zusammenarbeit von Wu Wei, Instrumentalvirtuose der chinesischen Mundorgel Sheng, mit der NDR Bigband. „Die sorgfältige Verbindung verschiedener kulturel- ler Einflüsse zielt darauf ab, einen echten musikalischen Austausch zu schaffen, der neue, innovative Klangwelten eröffnet. Damit steht diese Produktion geradezu idealtypisch für eine überzeugende Synthese aus Abenteuergeist und kultureller Vielfalt“, so die Fachjury.

FACE TO FACE – Nikki Iles with the NDR Bigband
FACE TO FACE ist eine Zusammenarbeit der NDR Bigband mit ihrer Komponistin in Residence 2023, der britischen Jazzmusikerin Nikki Iles. Die Fachjury meint: „Mit einer langen und detailreichen Komposition demonstriert die Rundfunkproduktion eine beeindruckende handwerkliche Kunstfertigkeit und emotionale Tiefe, die das Publikum mit jedem Ton fesselt.“

"Hinab in den Maelström" – von Edgar Allan Poe
Musik: Martin Auer Quintett, Sprecher: Christian Brückner, HR2 Kultur „Diese Produktion zieht die Zuhörerschaft tief in den Sog der Erzählung, unterstützt durch die musikalische Gestaltung, die die dramatische Tiefe der Naturgewalten akustisch einfängt“, sagt die Fachjury über die Produktion, die Erzählung und Jazzmusik verbindet. Mit Musik vom Martin Auer Quintett und der Stimme von Christian Brückner wurde die Vertonung von Hinab in den Maelström mit HR2 Kultur umgesetzt.

A KIND OF ... CHORAL MUSIC
Die genreübergreifende Zusammenarbeit vom MDR Rundfunkchor mit den Jazztagen Leipzig verbindet zwei scheinbar entfernt liegende musikalische Welten – Jazz und Klassik. „A KIND OF ... CHORAL MUSIC demonstriert eindrucksvoll, wie es gelingen kann, viele Menschen durch Musik zu vereinen, Grenzen zu überwinden und neue Perspektiven zu eröffnen“, resümiert die Fachjury.

Album des Jahres international:

KARPEH – Cautious Clay / Refract – Jason Moran, BlankFor.ms, Marcus Gilmore / The Living Collection – Lesley Mok / The Omnichord Real Book – Meshell Ndegeocello

KARPEH – Cautious Clay
Auf seinem zutiefst persönlichen Blue Note-Debüt macht Sänger, Songwriter, Multi- Instrumentalist und Produzent Cautious Clay einen großen künstlerischen Sprung nach vorn. „KARPEH überrascht mit seiner Vielfältigkeit – von ausgesprochen poppigen bis hin zu ausdrucksstark jazzigen Tönen – und beweist sich nicht nur als versierter Popkünstler, sondern zeigt auch im Jazz-Idiom sein expressives Talent“, so die Fachjury.

Refract – Jason Moran, BlankFor.ms, Marcus Gilmore
In Refract, dem neuen Album von Pianist Jason Moran, Elektromusiker BlankFor.ms und Schlagzeuger Marcus Gilmore trifft digital auf analog und verbindet Elektronik, Klavier und Schlagzeug in Echtzeit. Die Fachjury sagt: „Die Albumproduktion ist ein Zeugnis für die kreative Synergie der beteiligten Musiker und deren Fähigkeit, traditionelle Grenzen zu überschreiten und musikalisches Neuland zu betreten.“

The Living Collection – Lesley Mok
The Living Collection von Lesley Mok ist ein Ensemblewerk, dass von einem zehnköpfigen Orchester realisiert wird. „Moks Fähigkeit, vielfältige Ideen zu einem kohärenten Ganzen zu verweben und dabei einen Raum für tiefe Reflexion zu schaffen, macht dieses Werk zu einer beeindruckenden und fesselnden musikalischen Entdeckungsreise“, meint die Fachjury.

The Omnichord Real Book – Meshell Ndegeocello
Multiinstrumentalistin, Sängerin und Songwriterin Meshell Ndegeocello schlägt mit ihrem visionären Album The Omnichord Real Book ein neues Kapitel in ihrer Karriere auf. Die Fachjury sagt: „Das Album, das eine beeindruckende Bandbreite verschiedenster Jazz- musiker:innen einbindet, zeigt Ndegeocellos Offenheit und Fähigkeit, sich mit jedem Werk weiterzuentwickeln und neue musikalische Territorien zu erkunden.“

Debüt-Album des Jahres international:

Frukstrakt – Michał Aftyka Quintet / Sovereign Bodies, Ritual Taxonomy – Adjunct Ensemble / Phantom Islands – Mat Muntz / The Living Collection – Lesley Mok

Frukstrakt – Michał Aftyka Quintet
Das von Kontrabassist Michał Aftyka komponierte Album Frukstrakt steht für eine außer- gewöhnliche Mischung aus Jazz und Rockelementen. „Dieses Album zeugt von einer beeindruckenden Banddynamik und hebt sich durch die Virtuosität und die mitreißenden Vibes der Musiker hervor“, sagt die Fachjury über das Debüt des Quintetts.

Sovereign Bodies / Ritual Taxonomy – Adjunct Ensemble
„Sovereign Bodies / Ritual Taxonomy vom Adjunct Ensemble stellt ein bahnbrechendes Debüt dar, das die Grenzen des Free Jazz durch intensive Nachbearbeitung und den Einsatz mannigfaltiger Stimmen neu definiert“, meint die Fachjury. Komponiert vom irischen Musiker Jamie Thompson featured das Album namhafter Musiker wie Mariam Rezaei und Elliot Galvin.

Phantom Islands – Mat Muntz
Phantom Islands ist das Debüt des Komponisten und Musikers Mat Muntz, dessen Spiel auf einem traditionellen kroatischen Dudelsack im Mittelpunkt der Kompositionen steht. Die Fachjury erklärt: „Dieses Album vereint auf einzigartige Weise klassischen Free Jazz, folkloristische Traditionen und zeitgenössische experimentelle Musik.“

The Living Collection – Lesley Mok
The Living Collection von Lesley Mok ist sogar zweimal für den Deutschen Jazzpreis in diesem Jahr nominiert. „Mok's Kompositionen fordern die Musiker:innen heraus, mit voller Intensität und gleichberechtigtem Gewicht zu agieren, was eine fesselnde Balance zwischen individueller Ausdruckskraft und kollektiver Harmonie schafft“, sagt die Fachjury über das Werk.

HAUPTKATEGORIE: LIVE

Festival des Jahres:

36. Internationales Jazzfestival Viersen / Magnet Festival / NUEJAZZ Festival / Sparks & Visions – Internationales Jazzfestival Theater Regensburg

36. Internationales Jazzfestival Viersen
Das 36. Internationale Jazzfestival Viersen präsentierte sich mit einem vielseitigen Programm an 3 Tagen auf 3 Bühnen. „Die sorgfältige Mischung aus renommierten Künstler:innen und aufstrebenden Talenten auf verschiedenen Bühnen fördert die Vernetzung in der internationa- len Musikszene und schafft eine lebendige Festivalatmosphäre, die die Vielfältigkeit des Jazz in all seinen Facetten zelebriert“, begründet die Fachjury ihre Entscheidung.

Magnet Festival
Im vergangenen Jahr wurde der Schlachthof Wiesbaden an drei Tagen zum Schauplatz dieses neuen Festivals. Zur programmatischen Gestaltung des Festivals sagt die Fachjury: „Die sorgfältig kuratierte Auswahl von 18 Acts aus 13 Ländern hat nicht nur die Vielfalt der aktuellen Musikszene aufgezeigt, sondern auch neue Wege im genreübergreifenden künst- lerischen Diskurs beschritten.“

NUEJAZZ Festival
NUEJAZZ präsentiert seit vielen Jahren einige der aufregendsten neuen und auch etablierten Acts der gegenwärtigen internationalen Jazzszene in der Metropolregion Nürnberg. „Beson- ders beeindruckend ist die Einbindung aktuell Studierender und die umfassende Darstellung
verschiedenster Jazzfacetten“, betont die Fachjury.

Sparks & Visions - Internationales Jazzfestival Theater Regensburg
Sparks & Visions feierte im vergangenen Jahr seine Premiere im 220 Jahre alten Theater Regensburg. Die Fachjury sagt über das Festival: „Die Unterstützung von Künstler:innen aus unsicheren Herkunftsländern und die stilistische Offenheit, mit besonderem Augenmerk auf weibliche und non-binäre Leader, zeugen von einem verantwortungsbewussten und zukunfts- orientierten Festivalansatz.“

Live Act des Jahres:

Daniel Erdmann & Aki Takase / Moses Yoofee Trio / Omer Klein Trio / Angelika Niescier

Daniel Erdmann & Aki Takase
„Aki Takase und Daniel Erdmann haben sich durch ihr nahezu telepathisches Zusammenspiel und ihre herausragende Bühnenpräsenz als ein außergewöhnliches Live-Duo etabliert“, sagt die Fachjury über die Pianistin und den Tenor- und Sopransaxophonisten, die nicht nur gemeinsam, sondern auch in verschiedensten anderen Formationen weltweit auf Tour waren.

Moses Yoofee Trio
Pianist Moses Yoofee, Schlagzeuger Noah Fürbringer und Bassist Roman Klobe vereinen Jazz, Hip-Hop, R&B und Soul nicht nur in herausragenden Studioaufnahmen, sondern beein- drucken auch live. Die Fachjury meint: „Die Geschwindigkeit, mit der sie die Weltbühne
erobern, zeugt von ihrer einzigartigen Präsenz und Dynamik in der Musikszene.“

Omer Klein Trio
Das Omer Klein Trio, bestehend aus Pianist Omer Klein, Bassist Haggai Cohen-Milo und Schlagzeuger Amir Bresler, ist berühmt für seine eindrucksvollen Konzerte. „Die Besonder- heit ihrer Live-Auftritte, die auf der Verbindung emotionaler Tiefe mit musikalischer Exzellenz basiert, macht das Trio zu einem außergewöhnlichen und bewegenden Live Act in der Jazzszene“, so die Fachjury.

Angelika Niescier
„Angelika Niescier definiert die Grenzen des europäischen Jazz neu und beeindruckt durch ihre freien Live-Performances und ihre große internationale Präsenz“, sagt die Fachjury über die Saxofonistin, die schon auf renommierten Festivals wie dem Winter Jazzfest New York, Jazzfest Berlin oder dem Eurojazz in Mexico-City aufgetreten ist und in diesem Jahr sogar zweimal für den Deutschen Jazzpreis nominiert ist.

Live Act des Jahres international:

Cécile McLorin Salvant / Tyshawn Sorey / Samara Joy / Immanuel Wilkins Quartet

Cécile McLorin Salvant
„Cécile McLorin Salvant fasziniert das Publikum weltweit mit ihrer Vielseitigkeit und ihrem außergewöhnlichen Talent als Sängerin. Ihre Auftritte, ob mit Orchester, Quartett oder anderen Formationen, zeichnen sich durch eine fesselnde Präsenz und musikalische Finesse aus“, so die Fachjury über die US-Amerikanerin, die mit Mélusine 2023 ihr zweites Album veröffentlicht hat.

Tyshawn Sorey
„Tyshawn Sorey, der stets bestrebt ist, seine eigenen musikalischen Grenzen zu erweitern, hat bei zahlreichen Konzerten mit seinem Trio im Jahr 2023 bewiesen, dass er nicht nur ein außergewöhnlicher Künstler, sondern auch ein inspirierender Live-Act ist, der sein Publikum mit jeder Performance aufs Neue fesselt“, sagt die Fachjury über den virtuosen Komponisten und Multiinstrumentalisten.

Samara Joy
Dass Jazz auch in den jüngeren Generationen Erfolg haben kann, beweist die Jazzsängerin Samara Joy mit Millionen Klicks auf TikTok. „Samara Joy hat die internationale Jazzszene mit ihrer außergewöhnlichen Stimme und frischen Energie im Sturm erobert. Ihre beein- druckende Bühnenpräsenz und die Fähigkeit, mit ihrer Band tiefgehende musikalische Momente zu schaffen, machen sie zu einer herausragenden Live-Performerin“, lobt die Fachjury.

Immanuel Wilkins Quartet
Das Quartett aus Altsaxophonist Immanuel Wilkins, Pianist Micah Thomas, Bassist Rick Rosato und Schlagzeuger Kweku Sumbry tourte bereits durch die USA, Kanada, Südamerika und Europa. „Ihre Konzerte, die weltweit für Begeisterung sorgen, zeigen eine Band, die in ihrem progressiven und richtungsweisenden Ansatz vereint ist und die Zuhörer:innen tief berührt“, sagt die Fachjury.

HAUPTKATEGORIE: KOMPOSITION/ARRANGEMENT

Komposition/Arrangement des Jahres:

8 Prinzessinnen – Monika Roscher / Women To Sky – Kira Linn / Protecting A Picture That's Fading – Fabian Dudek / Collisione Mondiale – Hans Lüdemann

8 Prinzessinnen
„8 Prinzessinnen von Monika Roscher lotet die Grenzen des Jazz aus und führt ihn in frische, punkinspirierte Sphären. Roschers Komposition schafft mit Audioeffekten und elektronischen Elementen eine fesselnde Klangwelt, in der Ordnung und Chaos in einem dynamischen Wechselspiel stehen“, meint die Fachjury über das Werk der Jazz-Gitarristin, Komponistin, Sängerin und Bigband-Leiterin Roscher.

Women To Sky
Zur Komposition der Baritonsaxofonistin Kira Linn sagt die Fachjury: „Die Nominierung Women to Sky von Kira Linn ist aufgrund ihrer gelungenen Verbindung von Pop-Elementen, kraftvoller Tempowechsel, beeindruckender Songstruktur, tiefer Lyrik, starken feministischen Botschaften, jazzigen Elementen, politischer Aussagekraft und einem insgesamt groovigen, hippen Stil mehr als verdient“.

Protecting A Picture That's Fading
Im Vordergrund des Werks von Dabian Dudek steht der schnelllebige Zeitgeist der modernen Welt. „Dieses Werk fordert die konventionellen Grenzen der Musik heraus, indem es den Zuhörer:innen die Freiheit bietet, die Komposition auf ihre eigene, individuelle Weise zu erleben – sei es als Ganzes oder in Fragmenten“, sagt die Fachjury zur Besonderheit der Komposition.

"Collisione Mondiale"
“Collisione Mondiale“ von Hans Lüdemann überzeugt durch seine tiefgründige musikalische Auseinandersetzung mit globalen Konflikten. Die Fachjury meint: „Der Einsatz mikrotonal verstimmter Klaviersamples im abschließenden Teil verleiht dem Stück eine zusätzliche Dimension und unterstreicht die innovative Herangehensweise an die musikalische Dar- stellung globaler Unruhen.“

HAUPTKATEGORIE: SONDERPREISE

Journalistische Leistung:

ARD Jazz Nacht vom Jazzfest Berlin – ARD Jazzredaktionen / Ibrahim Maalouf - Der Viertelton-Entertainer – Jan Paersch / #Challenge1923 – Ulrich Habersetzer / Jazzfieber – Reinhard Kungel

ARD Jazz Nacht vom Jazzfest Berlin
„Die ARD Jazz Nacht vom Jazzfest Berlin besticht durch eine meisterhafte Kuratierung und Präsentation, die das Festivalerlebnis in das Radioformat überträgt. Die sorgfältige Auswahl und Zusammenstellung des Programms durch ein Team von unterschiedlichen Redakteur:in- nen zeigt eine bemerkenswerte Hingabe an die Vielfalt und Tiefe des Jazz“, meint die Fach- jury über die Rundfunkproduktion der ARD Jazzredaktionen.

Ibrahim Maalouf – Der Viertelton-Entertainer
In Ibrahim Maalouf - Der Viertelton-Entertainer portraitiert der Hamburger Kulturjournalist Jan Paersch den französisch-libanesischen Trompeter und Pianisten: „Paerschs handwerkliche Brillanz und die Fähigkeit, die Essenz Maaloufs vielschichtiger Persönlichkeit einzufangen, machen diese Arbeit zu einem herausragenden Beitrag im journalistischen Feld“, sagt die Fachjury.

#Challenge1923
Drei Musiker:innen sollen Musik mit Bezug zum Jahr 1923 in nur sechs Wochen auf die Bühne bringen, das ist die #Challenge1923, eine Webdoku produziert von der BR-KLASSIK Jazzredaktion für die ARD Mediathek. Die Fachjury meint: „#Challenge1923 ist eine erfrischende und innovative journalistische Leistung, die durch ihre kurzweilige und politisch relevante Aufbereitung herausragt.“

Jazzfieber
Reinhard Kungel beleuchtet mit seiner Dokumentation die Wurzeln des Jazz in Deutschland. „Jazzfieber stellt eine herausragende journalistische Leistung dar, die nicht nur durch ihre tiefgründige Recherche und filmische Qualität besticht, sondern insbesondere durch ihre Fähigkeit, ein jüngeres Publikum für Jazz zu begeistern“, fasst die Fachjury zusammen.

DEUTSCHER JAZZPREIS

Seit 2021 prämiert der Deutsche Jazzpreis herausragende künstlerische Leistungen der nati- onalen und internationalen Jazzszene. Die Preisverleihung wird realisiert von der Initiative Musik mit Projektmitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Die vierte Ausgabe findet am 18. April in Kooperation mit der Stadt Köln und dem Land Nord- rhein-Westfalen im E-Werk statt.

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