Jazzamor - Reworks: 20 Years Of Jazzamor
Jazzamor
Reworks: 20 Years Of Jazzamor
Erscheinungstermin: 18.10.2024
Label: Blue Flame, 2024
Jazzamor haben ihre eigene Stimme, ihre musikalische Persönlichkeit, ihren Sound gefunden und Kultstatus erreicht. Sie überzeugen sofort. Es gibt viele tanzbare Rhythmen, romantische Melodien, Wärme und eine intime Atmosphäre. Schöne Musik, nicht nur für die Party am Abend (Jacek Brun, 03.11.2024)
Über das Jazz Album von Jazzamor - Reworks: 20 Years Of Jazzamor
Seit zwei Jahrzehnten schaffen Jazzamor mit ihrem lässigen Stilmix aus Jazz, Bossa Nova und Lounge-Musik imaginäre Sehnsuchtsorte, an die das Frankfurter Duo regelmäßig eine weltweite Fangemeinde einlädt. Nach insgesamt zehn Studioalben und zwei Best Of Compilations feiert die Formation nun ihr Gründungsjubiläum mit einer ganz besonderen Werkschau:
Auf „20 Years Of Jazzamor" präsentieren Bettina Steingass und Roland Grosch ausgewählte Songs aus allen Schaffensperioden als exklusive Reworks, Remixe und unveröffentlichte Edits. Ergänzt wird die Zusammenstellung durch einen brandneuen Track, mit dem Jazzamor nun das nächste Kapitel aufschlagen!
Sie verstehen sich als lebendiger Gegenentwurf zum elitären Jazz-Purismus, dem sich Jazzamor mit ihrem weltoffenen Crossover aus experimentellem Jazz, exotischen Bossa Nova-Klängen und entspannten Lounge-Einflüssen seit ihrer Gründung Anfang der Nullerjahre konsequent verweigern. Ursprünglich aus einem Jazz-Quartett hervorgegangen, schlossen sich Bettina Steingass und Roland Grosch nach dessen Auflösung ein gutes Jahr lang im Studio ein, um über neue musikalische Ausdrucksformen nachzudenken, die das Duo wenig später auf seinem viel beachteten Debütalbum „Lazy Sunday Afternoon" präsentierte. Gleichermaßen inspiriert von klassischen Soundtracks wie John Barrys „Goldfinger" oder Miles Davis' „Fahrstuhl zum Schafott", aber auch von modernen Formationen wie Massive Attack und Moloko, ziehen Jazzamor mit ihrem unverwechselbaren Sound bald die Aufmerksamkeit internationaler Tastemaker und Talentscouts auf sich - so auch die des Kreativteams von Nikon, das den Titel „Way Back" für eine weltweite Werbekampagne nutzt, die Jazzamor von den USA über Osteuropa bis nach Russland und Asien zu globaler Popularität verhilft.
Es folgten unzählige Auftritte auf renommierten Musikfestivals und Bühnen in der Ukraine und Russland, in Singapur, Aserbaidschan und vielen anderen Ländern, die unschätzbare Erinnerungen und natürlich viele Songideen mit sich brachten. „Durch die Musik haben wir so viele interessante Länder, Kulturen und Menschen kennen gelernt, mit denen wir uns immer noch verbunden fühlen. Sie ist im wahrsten Sinne des Wortes eine universelle Sprache über alle Grenzen und Unterschiede hinweg", erklärt Sängerin und Komponistin Bettina Steingass. „Es ist ein unbeschreibliches Gefühl, wenn das Publikum in den entlegensten und unwirklichsten Winkeln der Welt die eigenen Lieder mitsingt. Wie zum Beispiel in Nowosibirsk im tiefsten Sibirien oder bei einem Festival in Baku, wo wir anschließend mit vielen bekannten Jazz-Ikonen in der Hotelbar gejammt haben".
Mittlerweile sind die Songs von Jazzamor in den angesagtesten Bars und Clubs von Los Angeles über Ibiza bis Hongkong zu hören, während das Duo monatlich fast 100.000 Hörerinnen und Hörer auf Spotify begeistert. Nach zehn Studioalben und zwei Best Ofs blickt die Formation nun in Form einer ganz besonderen Werkschau zurück: „20 Years Of Jazzamor" enthält elf handverlesene Tracks aus allen Veröffentlichungsphasen, die von Bettina Steingass und Roland Grosch neu arrangiert, gemixt, gemastert und zeitgemäß überarbeitet wurden. Abgerundet werden die Reworks durch den brandneuen Track „The Autumn Dismay", in dem ein elektronischer Bossa Nova Beat über einer herbstlichen Gesangsmelodie von der Vergangenheit erzählt, während die alte Bossa Phrase „Dabadabadab" als Erinnerung an die „Girl of Ipanema"-Zeiten der 60er Jahre im Geiste mitreist.
„Es war extrem spannend, sich für die Zusammenstellung der neuen Compilation noch einmal mit unserer Geschichte zu beschäftigen und aus über hundert Songs die passenden auszuwählen, die wir einem mehr oder weniger großen Makeover unterzogen haben", so Pianist und Tontechniker Roland Grosch weiter. „Jedes Stück ist natürlich mit unzähligen Erinnerungen verbunden, die uns im Geiste noch einmal auf unsere Reisen mitgenommen haben. Wobei der neue Song 'The Autumn Dismay' den Ausgangspunkt bildet, an dem sich die gesamte Tracklist orientiert", auf dem Jazzamor nun einen nostalgischen Rückblick auf ihre Wurzeln veröffentlichen. So wie auf der verstörend schönen Kurzversion des zunächst über 15-minütigen Strange To Be In Paradise" (aus dem gleichnamigen 2017er Album), dem bisher längsten Jazzamor-Song, der mit seinen düsteren Beats und schwebenden Chören den drohenden Untergang des Paradieses ankündigt, bevor das anschließende Rework von Song Of Silence" Trost und Hoffnung vermittelt: Ein Lied der Stille, während Instrumente wie Tabla, Sarod und Ney-Flöte den Blick zu einem Electro-Bossa-Nova-Groove in die Ferne ziehen.
Jazzamor projizieren exotische Klanglandschaften auf das innere Auge ihrer Hörerinnen und Hörer, in denen sich sehnsuchtsvolle Melodien mit eleganten Lounge-Tunes zu einer zutiefst melancholischen Sundowner-Atmosphäre verbinden, wie das Duo mit ihrem Rework von „Dreamer" zeigt: eine musikalische Geschichte über das Zulassen von Träumen und den Beginn einer Liebe. Der Track stammt ursprünglich aus dem Album „Beautiful Day" von 2007 und markiert eine Phase der Zusammenarbeit mit dem aus Trinidad stammenden Sänger, Songwriter und Trompeter K.J. Dallaway.
Dallaway, dessen musikalische Einwürfe und Sounds den entspannten Hip-Hop-Beat und die ätherischen Momente des Songs unterstützen. Ein Remake mit härterem Beat und offenerem Arrangement. Mit der neuen Version von „House On A Hill" findet sich ein weiterer Höhepunkt in Form eines Elektro-Walzers, der mit jazzigen Elementen, einer Piano-Phrase und immer wieder auftauchenden kleinen Störungen die Geschichte vom Haus auf dem Hügel umrahmt, bevor das Album mit einer eleganten Neuinterpretation des französisch gesungenen „Nuit Magique" und dem Trip-Hop-beeinflussten Rework von „Save The Night" endet.
Titelliste
- Caminho - Rework
- For A While
- The Autumn Dismay
- Strange To Be In Paradise - Short Edit
- Song Of Silence – Rework
- House On A Hill - Rework
- Yonder Heights Remix
- Dreamer - Rework
- Sai Das Trevas - Rework
- Story Of Elaine – Rework
- Nuit Magique - Rework
- Save The Night - Rework
jazz-fun`s recap:
Einen Kommentar schreiben